Everything X-Men | Avengers Disassembled (1/2)
Wie jeden Donnerstag sehen wir uns auch heute einen Text aus grauer Vorzeit an. Für mein Medienwissenschaftsstudium habe ich ein sogenanntes Projektstudium geschrieben. Darin habe ich mich mit den X-Men-Comics auseinandergesetzt. Die Texte habe ich damals in Englisch verfasst, möchte sie aber heute in Deutsch präsentieren. Deshalb habe ich sie mithilfe von DeepL initial übersetzt und anschließend redigiert.
In den nächsten Wochen beschäftigen wir uns mit Comic-Events aus dem Marvel-Universum, in denen die X-Men involviert waren. Ich habe mir damals, als ich die Texte schrieb, zwei prominente Beispiele herausgesucht: »Avengers Disassembled« und »House of M«. Nicht nur sind diese bedeutend für die Avengers, sondern es zeigt die Macht von einem meiner Lieblingscharaktere: Wanda Maximoff. Besonders seit sie Teil des MCU ist, habe ich mich etwas mehr mit ihrem Charakter auseinandergesetzt. Ich mag die Interpretation von Elizabeth Olsen sehr gerne. Doch nicht nur für die Charaktere sind die beiden Events bedeutend. Sie stellen auch den Beginn einer Karriere dar. Nämlich von Brian Michael Bendis. Zwar schrieb er schon vorher großartige Geschichten bei Marvel, doch mit »Avengers Disassembled« begann eine neue Ära. Über viele Jahre hat Bendis Marvel geprägt wie kein Zweiter.
Als ich mir den Text über »Avengers Disassembled« noch einmal zu Gemüte führte, ist mir aufgefallen, dass ich mal wieder sehr wenig auf den künstlerischen Aspekt der Comics eingehe. Das ist eine der großen Schwächen meiner Reviews, wie ich finde. Ich sage zwar immer, ob mir ein Stil gefällt oder ob etwas visuell gut dargestellt ist, aber ich hätte mir gewünscht, näher darauf eingegangen zu sein. Es ist allerdings nicht leicht, über Kunst zu schreiben. Besonders wenn man sich nebenbei noch Gedanken um die Geschichte und Charaktere macht, was sie bedeutet und wo sie hinführen könnte. Mal sehen, ob es im Laufe dieser Reihe besser wird. Ich kann mich offen gesagt nicht mehr im Detail daran erinnern.
Als Letztes sind erschienen:
- Comic Book Authority
- Thomas & Adams (Teil 1, Teil 2)
- Was ist ein Mutant (Teil 1, Teil 2)
- X-Men First Class v1 (2007)
- Comic-Epochen (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5)
Einleitung
Im November 2017 gab Brian Michael Bendis bekannt, dass er Marvel (nach 17 Jahren) verlassen und ausschließlich für DC Comics arbeiten werde. Wenn man sich auch nur ein wenig für Comics interessiert, weiß man, dass dies eine große Sache ist. »Ultimate Spider-Man« war eines seiner ersten Projekte für Marvel und ist eine meiner Lieblingsinkarnationen von Spider-Man. Bendis schuf auch Miles Morales, den Nachfolger von Peter Parker, und begann 2004 mit dem Schreiben der Avengers-Comics. Er tat für die Avengers, was Claremont für die X-Men tat. Einige vergleichen Bendis’ Einfluss sogar mit dem von Kirby oder Lee.
Deshalb wollte ich mir die Geschichten, die er geschrieben hat, und die Art und Weise, wie er das Team neu erfunden hat, genauer ansehen. Dazu höre ich mir den Podcast »Bendis Assembled« an. Dieser Podcast führt wunderbar durch die Abenteuer, die Bendis federführend schrieb, und was mit den Charakteren in dieser Zeit passiert ist. Alternativ oder zusätzlich gibt es noch »Legendary Runs«. Hier wird etwa in Folge 45 über »Alias« gesprochen, einen weiteren Meilenstein der Comic-Geschichte, geschrieben von Brian Michael Bendis.
Die Geschichte von »Avengers Disassembled« erstreckt sich über gerade einmal vier Ausgaben von »Avengers« (500 bis 503) und klingt in »Avengers Finale« Nr. 1 aus. Anschließend beginnt die Zählung neu, mit »New Avengers« Nr. 1. Ich erfuhr, dass ein bestimmter X-Men, der bereits in den 60er Jahren eingeführt wurde, eine wichtige Rolle in den kommenden Abenteuern der Avengers spielte. Also beschloss ich, diese Geschichten in mein Projekt zu integrieren, und nun sind wir hier und sprechen über die Avengers in einer Kolumne, die den X-Men gewidmet ist (wir werden das vielleicht für »AvX« wiederholen).
Die Geschichte
Wie wir am Ende von Ausgabe Nr. 501 sehen, gibt es viele Charaktere, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte von Marvel Teil der Avengers waren. Wie zerlegt man also eines der besten Superheldenteams im Marvel-Universum?
Die Geschichte konzentriert sich auf Hawkeye, Scott Lang alias Ant-Man, Janet alias Wasp, She-Hulk, Jarvis und Captain Britain. Sie befinden sich in der Villa der Avengers. Hawkeye und Ant-Man diskutieren darüber, wen aus ihrem Team sie nie haben könnten: „das eine Mädchen, von dem man weiß, dass man es nicht haben kann“. Plötzlich ertönt ein schriller Alarm und warnt sie vor einem Eindringling. Es klingt herablassend, wie sie über ihre Kolleginnen sprechen, aber durch die kommenden Ereignisse könnte man sagen: Karma schlägt zurück. Das Signal unterbricht die Diskussion. Karma ist hier personifiziert durch Jack of Hearts.
Wer ist Jack of Hearts? Keine Ahnung. Aufgrund intensiver Recherchen (ich habe die ersten paar Absätze auf Wikipedia gelesen) kann ich sagen, dass er nicht nur ein mächtiges Wesen ist, sondern auch konstant leidet Er muss einen speziell angefertigten Anzug tragen, damit er nicht explodiert, und verbringt jeden Tag viel Zeit in einer Kontaminationszelle, ebenfalls um eine spontane Explosion zu verhindern. Er sollte tot sein – und so wie er aussieht, ist er es – und geht ruhig auf die Villa zu. Scott geht auf Zombie-Jack zu und versucht, mit ihm zu sprechen. Aber er explodiert in einer gewaltigen Feuerwolke und pulverisiert Scott.
Teile der Villa werden zerstört, sodass die anderen unter den Trümmern begraben werden. Captain America und Falcon treffen am Ort des Geschehens ein, als ein von Vision gesteuerter Quinjet auf den Überresten der Villa notlandet. Vision geht ein paar Schritte, löst sich auf, schmilzt, genauer gesagt, und bringt fünf Metallkugeln hervor, die sich in Ultron-Roboter verwandeln. Sie können diese Bedrohung gerade noch rechtzeitig eindämmen, als She-Hulk durchdreht – unfähig, all das Geschehen zu verarbeiten. Die Wut übernimmt die Kontrolle und sie zerreißt Visions Leiche. Nicht horizontal (an der Taille), wie man erwarten könnte, sondern vertikal – und legt so die „Organe“ von Vision frei. Und das ist nur der Anfang.
Ein paar Stunden später, als Wasp im Krankenhaus versorgt wird (immer noch geschrumpft und in kritischem Zustand), kehren Cap und Hawkeye zur Villa zurück, wo alle Avengers bereitstehen, um die Situation zu untersuchen. Der Tag ist jedoch noch nicht vorbei. Eine Flotte von Kree-Schiffen greift die trauernde Gruppe an. Doch etwas stimmt nicht, denn der Helicarrier von S.H.I.E.L.D. kann die Flotte nicht erkennen. Während der großen Schlacht wird Hawkeye schwer verletzt. Soweit man es sehen kann, von einem explosiven Pfeil oder Ähnlichem. Bevor dieser aber explodieren kann, schnappt er sich einen Kree und fliegt mit Hilfe eines Jetpacks in das Mutterschiff. Sein Opfer bleibt nicht unbemerkt, da die Kree miteinander verbunden sind, und wenn man eines ihrer Mutterschiffe ausschaltet, sind sie alle besiegt.
Nach dem Kampf erscheint Doctor Strange und erklärt ihnen, dass all dies eine Art chaotische, magische Störung ist. Es ist kein Trick – alles ist wirklich passiert –, aber Magie ist im Spiel.
Das Ende?
Fassen wir zusammen: Die Avengers gibt es nicht mehr. In der Sonderausgabe »Avengers Finale #1« versammeln sich die Kernmitglieder der Avengers, zumindest diejenigen, die noch am Leben sind, ein letztes Mal in der zerstörten Villa. Jeder darf seinen Lieblingsmoment aus ihrer umfangreichen Geschichte erzählen. Jeder Moment wird auf einer Doppelseite zusammengefasst. Selbst wenn man die meisten dieser Geschichten nicht gelesen hat (so wie ich), ist es eine sehr emotionale Situation. Immerhin verabschieden sie sich und gehen davon aus, dass es vorbei ist. Zumindest in dieser Konstellation. Scott ist tot. Hawkeye ist tot. Jack of Hearts ist tot. Wasp ist verletzt und im Krankenhaus.
Außerdem lässt dieser Trick Tony Stark (der zu diesem Zeitpunkt Verteidigungsminister ist) betrunken erscheinen, obwohl er seit Wochen oder sogar Monaten keinen Alkohol mehr getrunken hat, und bringt ihn in Verruf. Er verliert einen Großteil seines Geldes (er kann die Avengers nicht mehr finanzieren) und einige seiner Freunde vertrauen ihm nicht mehr. Das passiert zwar alles relativ schnell, bleibt allerdings trotzdem nachvollziehbar.
Bendis hat es geschafft, die Avengers und ihr Zuhause nicht nur physisch zu zerstören, sondern sie auf emotionaler Ebene vernichtend zu schlagen. Das Vertrauen ist weg. Man muss sich darauf verlassen können, dass die Person neben dir dir den Rücken freihält. Wenn dieses Vertrauen weg ist, was kann man dann noch tun, außer die Reset-Taste zu drücken?
Frühling?
Es frühlingt draußen. Kann man „Frühling“ so als Verb verwenden? Wenn nicht, dann führe ich es hiermit offiziell in den Sprachgebrauch ein. Jedenfalls ist es seit vergangener Woche deutlich wärmer geworden. Die graue, trübe, feuchte Masse am Himmel ist gewichen und man erblickt wieder herrliches, strahlendes Blau. Auch die Sonne kann man dort hoch oben wieder erkennen, was eine schöne Abwechslung ist. Ich mag zwar den Winter sehr gerne, aber zu düster sollte es nicht sein. Solange Schnee liegt, es richtig kalt ist und sich die Sonne zwischendurch blicken lässt, ist alles in Ordnung. Doch in letzter Zeit war es einfach nur ein Amalgam aus Braun, Grau und Nass. Perfekt für eine verspätete Winterdepression. Doch seit einer Woche blüht alles auf – buchstäblich und im übertragenen Sinn.
Durch penible Inspektion meines Autos ist mir aufgefallen, dass man nicht mehr wirklich aus den Seitenfenstern schauen kann, wenn die Sonne im richtigen Winkel draufscheint, also habe ich Freitag nach der Arbeit der lokalen Waschstraße einen Besuch abgestattet. Überraschenderweise war es eher ruhig, kurz vor Mittag. Kurz gewartet, war auch schon mein Auto an der Reihe und wurde vom Dreck des Winters befreit. Da der Tank ebenfalls schon recht leer war, wollte ich diesen nachfüllen, scheiterte allerdings zum ersten Mal in meinem Leben daran, ein Auto zu betanken. Grund dafür war, dass der Tankdeckel sich nicht öffnen ließ. Eine kurze Recherche offenbarte, dass wahrscheinlich ein defekter Stellmotor die Ursache sein mag. Ich hatte am Wochenende noch versucht, die Notentriegelung zu finden, doch auch diese Mühen blieben fruchtlos. Muss also doch die Werkstatt konsultiert werden.
Ich ließ mich aber durch diese kleine Episode nicht demotivieren. Freitagnachmittag verbrachte ich eine herrliche Zeit in Salzburg, genoss Waffeln, Nudeln und angenehme Gespräche mit entspannten Spaziergängen. Es hieß allerdings, zeitig ins Bett zu gehen, denn Samstag wollte ich um sechs Uhr aufstehen. Es gab einiges zu tun. Der beste örtliche Bäcker hat seit einer Woche endlich wieder geöffnet, da wollte ich natürlich frisches Brot kaufen. Außerdem hatte ich mir neue Insektenschutzgitter gekauft, die ich montierte, und die Fenster geputzt. Schließlich habe ich noch den letzten, eher kürzeren Lauf meines ersten Monats mit der Nike-Running-App absolviert. Der Beginner-Kurs ist somit abgeschlossen; doch der nächste Trainingsplan wartet schon darauf, gestartet zu werden (was ich am Montag auch getan habe).
Es ist immer wieder erstaunlich, was ein bisschen Sonne, blauer Himmel und ein paar Grad mehr ändern können. Das Energielevel steigt, man ist motiviert, anzupacken und loszulegen. Was auch immer es ist, das man vorhat oder tun möchte, mit den ersten Anzeichen des Frühlings gelingen solche Vorhaben schon deutlich besser. Jetzt wäre es nur noch schön, wenn ich mein Auto betanken könnte.

Schwierige Spiele
Ich schaue gerne Twitch oder entsprechende VODs auf YouTube. VoDs bedeutet Video-on-Demand und steht dafür, dass man sich die Aufzeichnung eines Livestreams weiterhin anschauen kann, wenn man das möchte und der Streamer oder die Streamerin die Inhalte online lässt. Gelegentlich kommt es dabei zu Diskussionen zwischen Chat und Streamer*in in Bezug auf den Schwierigkeitsgrad von Spielen. Ich finde das mittlerweile eine äußerst müßige Diskussion. Denn natürlich geht es um »Soulslikes«, also Spiele, die dazu gemacht sind, herausfordernd zu sein, und die gewisse Mechaniken in sich haben. Etwa, dass Gegner, wenn man sie besiegt hat, wieder da sind, nachdem man „gerastet“ hat. Oder ein gutes Bossdesign oder eine Geschichte, die nicht immer zu 100 % nachvollziehbar ist. Es gibt viele Dinge, die ein »Soulslike« zu einem »Soulslike« machen. „Echte“ »Soulslikes« gibt es natürlich nur von FromSoftware, dem Erfinder des Genres, wenn man so möchte. Aber es gibt mittlerweile ein sehr viel breiteres Spektrum an Spielen in dem Genre. Was diese Spiele ebenso auszeichnet, ist ihr harter Schwierigkeitsgrad, den man nicht verändern kann.
Nun gibt es aber Spiele wie »Lies of P«. Ein herausragendes »Soulslike«, das ich schon des Öfteren durchgespielt habe, und das immer wieder ein Genuss ist. Die Geschichte ist fantastisch erzählt, vor allem im grandiosen DLC. Gefühlvoll, nachvollziehbar, mit ein paar Überraschungen. Das Kampfsystem fühlt sich einfach nur gut an. Mit den unterschiedlichen Waffen, Fertigkeiten und dergleichen kann man sich in einem begrenzten Rahmen einen eigenen Stil zusammenbauen. Ich mag es, wenn Entwickler*innen nicht zu viele Optionen anbieten. Komplexe Systeme wie in Elden Ring sind toll, aber manchmal darf es etwas weniger sein. Jedenfalls hatte »Lies of P« anfangs keinen Schwierigkeitsgrad. Mit dem DLC haben sie allerdings welche eingeführt. Der Aufschrei unter manchen „Gatekeepern“ war groß und die Frage, ob »Lies of P« noch ein Soulslike ist, wurde gestellt.
Alles eine sinnlose, müßige Diskussion. Soulslike-Spieler*innen kommen mir manchmal so vor, als würden sie meinen, sie wären die Elite der Gamer. Denn nur sie haben ausreichend Durchhaltevermögen, um „richtige“ Soulslikes durchzuspielen. Manche Menschen wollen nicht stundenlang an einem Boss sitzen und immer wieder scheitern. Manche haben gar nicht die Zeit dafür. Da finde ich es doch großartig, wenn mehr Menschen in den Genuss dieser Spiele kommen. Denn was die meisten großen und erfolgreichen Soulslikes auszeichnet, ist eine spannende, atmosphärische und eine mit viel Liebe gestaltete Welt. Die Geschichten sind einzigartig, teils sehr komplex, tiefgründiger und weitreichender, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Sich aufzuplustern und einem Spiel ein fiktives Kriterium „Soulslike“ abzuerkennen, nur weil es mit einem Update Schwierigkeitsgrade bekommen hat, ist lächerlich und fehl am Platz.
Mit solchen hochnäsigen Diskussionen wertet man nicht nur tolle Spiele ab, sondern beleidigt stellenweise auch die Spieler*innen, die die leichteren Stufen auswählen. Khazan hat auch Schwierigkeitsgrade und die habe ich genutzt. Elden Ring bietet zwar keine Schwierigkeitsgrade, dafür aber andere Mechanismen, die unterstützen können und mit denen man die Herausforderung justieren kann. Das ist schön und ich feiere das. Außerdem sind das alles Einstellungen und Mechaniken, die die Entwickler*innen anbieten – es sind Optionen. Niemand wird gezwungen, ein Spiel auf leicht zu spielen oder in Elden Ring Phantome zu rufen. Ich kann diese Diskussionen nicht mehr hören. Und wenn jemand nur die schwerste Stufe wählt, weil aus Prinzip oder Stolz oder anderen irrsinnigen Gründen – Glückwunsch, behaltet es aber bitte für euch.
Neues Jahr, neue Armee
Magazine sind eine unterschätzte Form, sich mit Hobbys auseinanderzusetzen. Glaube ich zumindest. Immerhin finden sich in Supermärkten in der Nähe der Kassen jede Menge Zeitschriften und Magazine. Und wer weiß, wie viele Leute solche Inhalte mittlerweile digital konsumieren? Ich habe auch das ein oder andere im Abo, allerdings digital. Doch ich mag das Gefühl, Papier in der Hand zu haben. Magazine einfach durchblättern zu können, bei einem Text oder Bild hängen zu bleiben – das ist etwas Großartiges.
Als ich wieder mit Warhammer angefangen habe und dem Bemalen von Miniaturen, habe ich mir die verfügbaren »White Dwarf«-Ausgaben von Games Workshop bestellt. Leider (oder zum Glück) waren nur die letzten drei Ausgaben verfügbar – darunter diejenige zum 50. Jubiläum von Games Workshop. Auch das Magazin »White Dwarf« gibt es seit dem Ende der 70er und es ist seither ein wesentlicher Bestandteil der Warhammer-Marken. Man erfährt neue Regeln, wird über neue Figuren informiert, die Community stellt Figuren vor und Fragen an die Redaktion, und es werden spannende Geschichten aus den Warhammer-Welten erzählt. Das Magazin dient auch als Inspiration. Es gehört für mich zum Hobby dazu.
Eine der Ausgaben, die ich erworben hatte, beschäftigt sich mit dem Thema, eine neue Armee zu beginnen. Die Ausgabe vom Dezember 2025 bietet dafür durchaus gute Richtlinien. Der Artikel fokussiert sich nicht nur darauf, welche Fraktionen und Möglichkeiten es gibt, sondern zieht es von einer anderen Seite auf, nämlich der Spieler-Perspektive. Welche Strategien wendet man am liebsten an? Ist man eher aggressiv oder zurückhaltend? Setzt man gerne Magie ein oder baut man auf brutale Muskelkraft? Will man den Gegner überrennen oder strategisch vorgehen? Anhand verschiedener Fragen hangelt man sich immer weiter vor, bis man eine mögliche neue Armee für sich entdeckt hat. Ich halte das für sehr gut gemacht, weil es die verschiedenen Strategien in den Vordergrund rückt und man sich daraufhin entscheiden kann.
Seit Jahrzehnten habe ich Warhammer nicht mehr gespielt. Aber es wäre durchaus reizvoll. Das Problem ist nur, dass ich keine wirkliche Armee zusammenbringe. Ich male immer das, was mich am meisten interessiert. Hier ein paar Blood Angels, dort ein paar Sylvaneth aus der Fantasy-Ecke von Warhammer, hier ein paar Dämonen. Auch die Bases gestalte ich bei jedem Trupp, den ich bemale, anders. Ich mag die Abwechslung und möchte nicht unbedingt hunderte Figuren und Fahrzeuge auf dieselbe Weise anmalen. Trotzdem ist es mein Ziel, dieses Jahr eine Armee zusammenzubringen. Die Frage ist nur: Wo fängt man an? Soll ich komplett neu anfangen? Auf bestehende Figuren aufbauen, die ich habe? Die Entscheidung wurde mir irgendwie abgenommen.
Aus Versehen habe ich eine Ultramarines-Armee angefangen. Klingt jetzt vielleicht etwas langweilig, wenn man sich mit Warhammer auskennt, da Ultramarines (die blauen Figuren) die Aushängeschilder von Warhammer sind, aber was soll’s. Irgendwo muss man ja anfangen. Es begann mit dem Terminator-Trupp und einem Dreadnought, die ich aus irgendeinem Grund in den Farben der Ultramarines bemalen wollte. Bei Games Workshop gab es dann noch klassische Figuren als made-to-order-Vorbestellung. Auch hier habe ich mich für die Helden der Ultramarines entschieden. Außerdem kommt demnächst noch Titus, bekannt aus dem Videospiel »Space Marine 2«, an, da dieser bei einer Charakter-Enzyklopädie dabei war. Mir bleibt erstmal also nichts anderes übrig, als eine Ultramarines-Armee aufzubauen. Immerhin gibt es verschiedene Techniken, die man beim Bemalen anwenden kann.
Chaos würde mich natürlich auch interessieren. Es gibt tolle Dämonen und Figuren oder Charaktermodelle der Primarchen (allen voran Fulgrim in seiner transformierten, schlangenähnlichen Gestalt). Deshalb fällt es mir so schwer, mich für eine Fraktion und eine Armee zu entscheiden. Es gibt zu viele coole Sachen. Aber zumindest werde ich die Bases der verschiedenen Fraktionen zukünftig immer gleich gestalten. So sollte im Laufe der Zeit durchaus etwas zustande kommen. Es würde mich auch interessieren, ein eigenes Space-Marines-Chapter aufzustellen und zu kreieren, mit einem eigenen Hintergrund und einer eigenen Geschichte. Mal sehen, ob mir hierzu etwas einfällt.
Das ist das Tolle an Warhammer. Das Hobby hat viele verschiedene Aspekte und bietet immer wieder andere kreative Abenteuer an.

Tool Time
Seit ein paar Wochen schaue ich immer mal wieder ein paar Folgen »Hör mal wer da hämmert« – oder »Home Improvement«, wie die Serie im Original heißt. Die Sitcom lief von 1991 bis 1999 und behandelte die alltäglichen Herausforderungen der Familie Taylor: Tim (Tim Allen), Jill (Patricia Richardson) und ihre Söhne Brad (Zachery Ty Bryan), Randy (Jonathan Taylor Thomas) und Mark (Taran Noah Smith). Die Serie kennen wohl sehr viele, denn man kam lange Zeit nicht umhin, immer mal wieder auf eine der unzähligen Wiederholungen im Fernsehen zu stoßen.
Ich habe die Serie damals sehr gerne geschaut. Auf der Suche nach einer Serie, die ich beim Abendessen anschauen kann oder einfach mal zwischendurch, bin ich bei Disney+ auf »Home Improvement« gestoßen. Bisher kannte ich die Serie nur auf Deutsch. Deshalb war es allein schon ein Vergnügen, endlich mal in den Genuss des Originaltons zu kommen. Es hat mich erstaunt, wie viele Szenen mir immer wieder bekannt vorkamen. Ich muss die Serie wohl öfter geschaut haben, als mir bewusst ist. Oder die Serie hat sich auf eine ganz bestimmte Weise in mein Gehirn gebrannt. Jedenfalls bin ich aktuell mitten in der vierten Staffel und habe durchaus vor, sie zu Ende zu schauen. Mir stellt sich nur die Frage, ob man die Serie tatsächlich heute noch anschauen kann oder ob es bei mir daran liegt, dass ich sie von meiner Kindheit kenne und sie dadurch mit der rosaroten Brille namens Nostalgie betrachte.
Es ist wirklich nicht so einfach zu beurteilen, da die Serie immer wieder mit Machismus vom Feinsten aufwartet, aber ein oder zwei Szenen später das Ganze schon wieder relativiert. Außerdem wird das männliche Gehabe von Tim immer wieder auf den Kopf gestellt, allein schon der Tatsache wegen, dass er oft äußerst unfähig dargestellt wird. So gestaltet sich nicht nur das vermeintliche Familienoberhaupt äußerst ambivalent. Diese Ambivalenz zieht sich durch die gesamte Serie. Jill beginnt früh damit, sich eine Arbeit zu suchen, und durchbricht damit das Klischee der typischen Hausfrau. Tim ist nicht der typische testosterongesteuerte »Tool Man«, den er in der fiktiven Heimwerkersendung »Tool Time« mimt, sondern lernt dazu, holt sich Ratschläge vom weisen Wilson (einen der besten Charaktere der Show) und muss sich immer wieder anderen Männern mit vermeintlich weniger „Männlichkeit“, wie seinem Assistenten Al, geschlagen geben. Auch die Kinder lockern das Ganze, ambivalente Gefüge immer wieder auf und sorgen dafür, dass Tim Fehler eingestehen muss, dazu lernt und so weiter.
So entstehen nette, mitreißende und durchaus spannende Momente. Die Serie wusste zu überraschen und zu begeistern. Auf den ersten Blick mag die Serie altbacken wirken und aus der Zeit gefallen. Das ist sie auch, das lässt sich nicht leugnen. Trotzdem erkennt man bei genauerer Betrachtung verschiedene Aspekte und eine Tiefe, die ich ihr nicht zugestanden hätte. Ich bin positiv überrascht. Doch die Realität konnte die Serie auch damals nicht abschütteln. Denn scheinbar gab es Pläne für eine 9. Staffel. Man hat Patricia Richardson sogar 25 Mio. Dollar angeboten. Doch als sie erfuhr, dass man Tim Allen das Doppelte angeboten hat, haben beide abgelehnt. Das Studio wollte Richardsons Gage nicht erhöhen und Allen wollte ohne sie nicht weitermachen. Ein Skandal.
Immerhin hat es die Serie auf 204 Folgen geschafft. Ich bin jetzt bei knapp der Hälfte angekommen und werde noch einige Zeit mit »Home Improvement« verbringen dürfen. Mal sehen, wie sie sich entwickeln wird. An die späteren Staffeln kann ich mich fast gar nicht mehr erinnern. Mitreißen kann die Serie aber durchaus heute noch. Auch wenn man manchmal kopfschüttelnd davor sitzt, so lohnt es sich, ihr eine Chance zu geben.
40 Tage
Es ist Fastenzeit. Vom 18. Februar bis 4. April wird sechs Tage pro Woche gefastet. Wie ich gelernt habe, sind die Sonntage von der Fastenzeit ausgenommen. Sonst käme man auch auf 46 Tage und nicht auf die versprochenen 40. Man fängt also am Aschermittwoch an. Das ist auch äußerst sympathisch, da man so mit „nur“ vier Tagen Fasten anfängt. Dann kann man sich am Sonntag auch schon wieder alles in den Mund schaufeln, worauf man in den vier Tagen verzichtet hat. Das ist natürlich nur eine Übertreibung. Dieses Jahr reizt es mich allerdings, die Fastenzeit mitzumachen.
Wenn dieser Text erscheint, bin ich zwar schon mittendrin, aber aktuell bin ich mir noch nicht sicher, was die Fastenzeit für mich genau umfassen soll. Sind es einfach nur die gängigen Dinge wie Schokolade, Chips und Mehlspeisen, auf die ich verzichten möchte, oder gibt es speziellere Dinge? Man könnte sich auch überlegen, zusätzlich je eine Woche auf etwas Spezifisches zu verzichten. Beispielsweise Brot oder Erdnussbutter (die ich wirklich sehr gerne esse) oder Käse. So kann man etwas experimentieren. Welche Auswirkungen hat es, wenn ich auf das oder jenes verzichte? Wie fühle ich mich dabei? Und das Schöne ist, man kann alles, was einem angeboten wird, mit „Nein, danke, es ist ja gerade Fastenzeit“ ablehnen, ohne unhöflich zu erscheinen.
YouTube schaue ich gerade ohnehin eher wenig, da ich abends immer male und dabei fast nur Musik höre. Alkohol trinke ich seit Mai 2025 nicht mehr und geraucht habe ich auch noch nie. Auf mein Smartphone will ich nicht verzichten, dafür ist es für alltägliche Belange zu sehr von Bedeutung. Sei es, Finanzen mit Banking-Apps zu verwalten oder mit YNAB im Blick zu haben. Fürs Laufen verwende ich die Nike-Running-App, meine Newsletter, Zeitungen und andere Texte lese ich ebenfalls zum Teil am iPhone. Wie man im Jahr 2026 komplett auf ein Smartphone verzichten kann, ist für mich immer wieder ein Rätsel. Bei Jugendlichen lasse ich mir das noch eher einreden, aber diese Studien und dergleichen sind mir immer zu sehr „mit Kanonen auf Spatzen schießen“. Das Problem ist nicht das Smartphone an sich, sondern wie man es verwendet. Ein kompletter Verzicht erscheint mir utopisch.
Vielleicht fallen mir aber im Laufe der nächsten Woche noch weitere Dinge ein, auf die ich verzichten möchte, und sei es nur für die erwähnte eine Woche als Test. Und darauf kommt es doch am meisten an, in der Fastenzeit: der bewusste Umgang mit dem, was man jeden Tag macht. Reflektieren und bewerten, ob man etwas anders machen kann. 40 Tage sind absehbar und eine definierte Zeitspanne. Worauf verzichtet ihr?
Aller Anfang
Seit Anfang Februar nehme ich wieder regelmäßig einen Pinsel in die Hand. So lange wie möglich mache ich das jeden Tag. Ganz nach dem Motto: Don’t break the chain. Und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Sei es das Grundieren einer Figur oder das Auftragen von Farbe auf ein Paar Stiefel. Hauptsache, es geht jeden Tag etwas voran. Dadurch, dass ich mir inzwischen einen Hobbyraum einrichten konnte, ist die Schwelle zum Anfangen auch sehr gering – was natürlich auch hilft, konsistent zu bleiben.
Wieder einen Pinsel in der Hand zu halten, war ein seltsames Gefühl. Wie halte ich die Figur, wie halte ich den Pinsel und wie vermeide ich es, zu zittern, und wie schaffe ich es, präzise Farbe auf Details aufzubringen? Alles Fragen, die sich mit der Zeit und mit Übung klären. Natürlich helfen diverse Anleitungsvideos auf YouTube, die ich nur allzu gerne zurate ziehe. So lernt man nicht nur die Grundlagen und worauf man achten muss. Je mehr man malt, desto mehr Techniken lernt man. Worauf sollte man sich konzentrieren? Muss ich alles so anmalen, als würde es einen Contest gewinnen sollen, oder reicht es, die Figuren „battle ready“ zu haben?
Manche davon sind Fragen, die jede und jeder für sich beantworten muss. Aber auch das lernt man mit der Zeit einzuschätzen. Es kommt natürlich auf das Modell an. Ein großes, detailliertes Charaktermodell wird man mit mehr Zeit belohnen als einen Trupp Space Marines. Mit mehr Erfahrung kommt hoffentlich auch eine gewisse Geschwindigkeit dazu – man wird schneller bei manchen Sachen, genauer und muss weniger Fehler korrigieren.
Ich konnte nicht anders und habe einen Trupp Blood Angels als mein erstes Projekt ausgewählt. Ich habe alte Figuren genommen, die ich vor ein paar Jahren entfärbt habe. Dies erschien mir als ein guter Startpunkt. Diesen Trupp habe ich bereits abgeschlossen, auch wenn es nicht die am besten bemalten Figuren sind, aber irgendwo muss man anfangen. Als Nächstes kommen ein paar Terminator-Ultramarines inklusive Dreadnaught dran. Hier experimentiere ich bei den Bases mit einer Texturfarbe, um dem Boden auch etwas Eigenes zu geben – mehr Charakter, könnte man sagen. Weitere Projekte schweben mir auch schon vor.



Everything X-Men | Comic-Epochen (5/5)
Wie jeden Donnerstag werfen wir auch heute wieder einen Blick auf einen alten Text von mir. Wir gehen zu meinem Medienwissenschaftsstudium zurück. Im Zuge des Projektstudiums habe ich eine Textreihe zu den X-Men verfasst. Doch es ging nicht nur darum, die Comics zu analysieren, sondern sich mit Themen rund um diese Comics auseinanderzusetzen. Die Texte habe ich damals auf Englisch geschrieben, präsentiere sie aber heute auf Deutsch. Die initiale Übersetzung habe ich mit DeepL gemacht und die Texte anschließend redigiert.
Heute schließen wir unsere Reise durch die Comic-Epochen ab. Es geht um das Diamond Age.
Als Letztes sind erschienen:
- Comic Book Authority
- Thomas & Adams (Teil 1, Teil 2)
- Was ist ein Mutant (Teil 1, Teil 2)
- X-Men First Class v1 (2007)
- Comic-Epochen (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4)
Diamant-Zeitalter (1997 bis heute)
Manche nennen es das moderne Zeitalter oder das Filmzeitalter, aber beides ist weder passend noch angemessen. Das moderne Zeitalter ist ein sehr subjektiver Begriff. Wenn wir in den 80er Jahren wären, könnten wir diese Zeit auch als „das moderne Zeitalter der Comics“ bezeichnen, aber das würde nichts bringen. Oder wie es der Nutzer Spider10 (17. Juli 2016) von der Website playbuzz formuliert: „Wir können nichts als das ‚moderne Zeitalter‘ bezeichnen, denn seien wir ehrlich: Das ‚moderne Zeitalter‘, das wir jetzt haben, wird zeitnah nicht mehr so genannt werden.“
Der Begriff „Filmzeitalter“ ist ebenfalls unpassend, da er den Fokus von den Comics weg verlagert. Der Name „Diamond Age“ ist jedoch ein guter Kompromiss, um auf die Millionen Dollar hinzuweisen, die Filme basierend auf Comics einspielen. Und ich spreche hier nicht nur vom Marvel Cinematic Universe oder dem DCEU. Wir dürfen auch die frühen Filme nicht vergessen. Spawn aus dem Jahr 1997, Blade aus dem Jahr 1998, der erste X-Men-Film aus dem Jahr 2000 usw. Aber auch Filme, die auf den ersten Blick nichts mit Comics zu tun haben, wie Atomic Blond oder Valerian (um nur zwei aktuelle Beispiele zu nennen), basieren auf Graphic Novels. Meiner Meinung nach begann das eigentliche Zeitalter der Comic-Verfilmungen mit Spawn, spätestens aber mit Blade.
Natürlich gab es schon vor diesen beiden Filmen einige Versuche, Superhelden zum Leben zu erwecken. Die Technologie war für solche Projekte jedoch noch nicht ausgereift. Ich denke, es war auch ein Problem, dass die Filme nicht so viel Geld für die Produktion erhielten. Eines der ersten Megaprojekte dieser Art war »Der Herr der Ringe«. Das hatte aber weniger mit Comics zu tun und mehr damit, dass Fantasy und besonders J. R. R. Tolkien immer geht.
Zwanzig Jahre scheinen eine enorme Zeitspanne zu sein. Vielleicht müssen wir irgendwann einen Schnitt machen und eine neue Phase beginnen. Für einen so drastischen Schritt ist es aber zu früh. Denn wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Aus Sicht von DC Comics könnten wir vielleicht 2011 oder 2016 für einen Neuanfang nutzen. 2011 gab es die Initiative „The New 52“ und 2016 „Rebirth“ (aber das hängt mit „The New 52“ zusammen, also müsste es 2011 sein). Oder wir könnten mit einem der vielen Events beginnen, die Marvel in den vergangenen Jahren aus dem Boden gestampft hat. Oder, und das ist meine Lieblingsvariante, wir nehmen Abstand von den beiden Großen und wählen einen Indie-Comic als Beginn einer neuen Ära. Es muss nicht unbedingt Image sein. Wir könnten uns zum Beispiel Boom!Studios ansehen, die großartige, originelle, spannende Comics veröffentlichen. Valiant könnte ebenfalls eine mögliche Alternative sein.
Es gibt viele Optionen, und nur die Zeit wird zeigen, in welche Richtung wir uns bewegen werden.
Quellen
Bevor wir zur üblichen Bibliografie kommen, möchte ich auf eine detaillierte Liste aller Ereignisse von 1933 bis heute verweisen. Die Liste wurde von bipcomics.com veröffentlicht und obwohl sie die Epochen nicht so unterteilt haben wie ich, beispielsweise begann ihre goldene Ära 1933, ist es eine interessante Liste mit vielen Informationen in einem kompakten Format:
- bipcomics.com | ages
Wer sich speziell für die Geschichte von DC Comics interessiert: Ich kann die Bücher von Paul Levitz empfehlen. Er hat eine XL-Hardcover-Buchreihe über das Goldene, Silberne und Bronzene Zeitalter von DC geschrieben. Ich habe sie noch nicht gelesen, aber die Rezensionen sind vielversprechend. Es gibt auch einen visuellen Geschichtsführer zu DC Comics (allerdings von einem anderen Autor). Die Ressourcen zu verschiedenen Themen sind umfangreich und könnten ganze Bibliotheken füllen.
- playbuzz.com | The Ages Of Comic Books Explained | Spider10 (17. Juli 2016)
- tvtropes.org | Proto-Superhero. (27. September 2017)
- tvtropes (o. D.). Useful Notes / The Silver Age of Comic Books.
- behindthecomics (o. D.). Ages of Comic Books.
- comicbookhistorians.com | The 8 Ages of Comic Books | Grand, A. (6. Oktober 2016)
- quora.com | Which was the first comic book ever? [Kommentar] Henry, J. (1. November 2016).
- Strausbaugh, J. (14. Dezember 2003). ART; 60’s Comics: Gloomy, Seedy, and Superior. The New York Times.
- imagecomics.com | Spawn #1 [Publikationsinfo].
Curling
Curling ist ein faszinierender Sport. Ich finde es wahnsinnig spannend, zuzuschauen. Ich wusste allerdings nicht, wie interessant der Sport und dessen Hintergründe wirklich sind. Auftritt: Cleo Abram. Ihr YouTube-Kanal zählt zu meinen absoluten Favoriten. Sie berichtet über alle möglichen wissenschaftlichen Themen. Seien es Dinosaurier, die Raumfahrt oder eben olympischer Sport. Ihr Video von Curling kann ich nur wärmstens empfehlen.
Was mich am meisten fasziniert an den Videos von Cleo, ist allerdings ihre Art, an die Themen heranzugehen. Es ist eine ehrliche Neugier und Faszination. Letztens war sie bei Trevor Noah und seinem Co-Host zu Gast. Die drei haben sich über zwei Stunden über alles Mögliche unterhalten und dabei merkt man, dass diese positive Art authentisch ist. Leider passt der Stil von Trevor Noah nicht ganz zu Cleo Abram. Es mag bei John Oliver in Ordnung sein, immer wieder Witze unterzubringen und zu unterbrechen, doch bei Cleo Abram hat es gestört und wirkte fehl am Platz. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Interviewer mehr auf ihren Gast einlassen. Sie hat des Öfteren versucht, Antworten zu geben oder etwas einzubringen, wurde aber immer wieder unterbrochen, weil ein Scherz gemacht werden musste. Etwas mehr Zurückhaltung wäre wünschenswert gewesen. Dennoch ist es ein empfehlenswertes Interview.
Das grundlegende Motto von Cleo Abrams YouTube-Kanal ist optimistische Wissenschaftskommunikation, und das gelingt auf voller Ebene. Ich mochte selbst ihr Interview mit Mark Zuckerberg, da sie nicht geurteilt oder sich über seine Sicht auf die Welt lustig gemacht hat (ich sollte dazusagen, dass das Interview vor seinen Auftritten bei Trump-Veranstaltungen stattgefunden hat). Sie hat einfach nur zugehört und Fragen zum Thema gestellt. Das vermisse ich manchmal. Urteilsfreie, ehrliche Neugier einem Thema gegenüber. Hinterher kann man immer noch Schlüsse ziehen, einordnen und hinterfragen Diese optimistische Haltung findet man in jedem Video und diese Einstellung hat etwas Ansteckendes. Ich möchte keinen negativen Blick auf die Welt haben, auch wenn es immer wieder guten Anlass dazu gäbe. Ich mag einen optimistischeren, positiven Ausblick in die Zukunft. Und das fängt damit an, wie ich an ein Thema herantrete. Cleo Abram ist dafür ein gutes Vorbild.
- YouTube | Cleo Abram | Why This Olympic Sport Bothers Physicists
Fokus
Seit Anfang Februar beschäftige ich mich wieder intensiver mit Warhammer, dem Bemalen von Miniaturen und allem, was dazugehört. Ich laufe auch wieder regelmäßig, ebenfalls seit Anfang Februar. Beides macht mir große Freude. Beides sind Hobbys, die ich bereits in der Vergangenheit verfolgt, aber immer wieder fallen gelassen habe. Und beides sind Tätigkeiten, die leichter fallen, je konstanter man sie verfolgt.
Je regelmäßiger man läuft und je länger man es durchzieht, desto mehr Fortschritte macht man. Natürlich unter der Voraussetzung, dass man sich gelegentlich fordert und Abwechslung ins Training bringt. Wenn dann noch Krafttraining oder Yoga dazukommt, ist es ein wirklich schöner Sport, der einen das ganze Jahr über begleiten kann. Ab dem Frühjahr möchte ich noch Radfahren ergänzen, um nicht nur weitere Strecken zu erkunden, sondern die Ausdauerbelastung zu variieren. Ich weiß offen gestanden nicht, warum ich in der Vergangenheit immer wieder aufgehört habe. Es gab Zeiten, da bin ich über Monate hinweg konstant gelaufen.
Ähnlich verhält es sich mit Warhammer. Einen Pinsel handhaben und Figuren immer detaillierter und mit fortgeschritteneren Techniken bemalen zu können, erfordert Übung. Diese Übung erfordert Zeit und eine gewisse Regelmäßigkeit. Es dauert bisweilen Monate oder gar Jahre, bis man gewisse Techniken gelernt, geschweige denn gemeistert hat. Auch hier gilt es, sich immer wieder zu fordern, einen Schritt weiterzugehen, als man es bisher getan hat. Plateaus gibt es in beiden Hobbys – beim Laufen und im Künstlerischen.
Ich habe mir für dieses Jahr gewisse Ziele gesetzt. Ganz nach Matthew Dicks bin ich mit großen, teils unrealistischen Zielen in das Jahr gestartet. Aber das macht nichts. Scheitern ist ein Teil des Lebens, und durch Scheitern lernen wir. Laufen und Warhammer befanden sich bisher nicht auf der Liste. Habe ich aber mittlerweile ergänzt. Ob das bedeutet, manche andere Vorhaben müssen zurückstecken? Mit Sicherheit. Aber mir sind diese beiden Hobbys aktuell sehr wichtig. Ihr Vorteil ist, dass sie ein gewisses nostalgisches Gefühl in sich haben, da ich beide immer wieder seit Jahren verfolge. Mein Ziel wäre durchaus, diese beiden Hobbys 2026 zu einem großen Fokus zu machen. Ein Jahr ist lang, und wer weiß, was sich noch ändern wird, aber aus heutiger Perspektive bedeuten sie mir viel.
Pläne zu machen, Ziele zu definieren und schließlich diese zu verfolgen, gehört für uns irgendwie dazu. Zum Jahresanfang ist es quasi Tradition. Doch man sollte sich nicht zu sehr darauf versteifen. Im Jänner wusste ich noch nicht, dass mir Laufen und Warhammer derart wichtig werden würden. Ich habe meine Ziele auch nicht komplett über den Haufen geworfen, aber zumindest etwas angepasst. Diese Flexibilität ist wichtig.