Gewohnheiten

Das Auto musste heute in die Werkstatt – nichts tragisches, nur ein Reifenwechsel und der jährliche Service standen an. Ich nehme mir immer ein Leihauto, weil es erstens nicht viel kostet und recht praktisch ist, trotzdem ein Auto zur Verfügung zu haben. Heute bekam ich eine Renaut Zoë. Erstens ist es ein Elektroauto, das erste, das ich in meinem Leben fahre und natürlich ein Automatik. Der nette Herr der Werkstatt hat mir dann noch eine kurze Einführung gegeben und sobald ich hinter dem Steuer des anderen Autos saß, war gefühlt alles vergessen, was ich über Autos wusste. Das Bremspedal hat sich versteckt, dann hätte ich doch glatt den linken Fuß drauf gesetzt, bis ich darauf hingewiesen wurde, den linken Fuß doch buchstäblich links liegen zu lassen. Etwas beschämt betätigte ich also die Bremse mit dem rechten Fuß und testete die Schaltung durch: Parken (P), Rückwärtsgang (R), Neutral (N) und Fahren (D).

Nachdem er mich dann alleine ließ mit meinem Glück, musste ich rückwärts ausparken und fuhr dann gleich auch noch fast an einer Absperrung an. Die restliche Heimfahrt war dann spannend aber ohne größere Zwischenfälle. Zwar hatte ich schon so einige Leihautos in meinem Leben, aber so dumm habe ich mich, glaube ich, noch nicht angestellt. Allerdings habe ich gelernt, dass mir die Zoë allein vom Fahrgefühl und Aufbau der Konsole nicht wirklich zusagt. Kann natürlich Gewohnheit sein, jedoch kann ich eine gewisse Umständlichkeit bei so manchen Sachen nicht ignorieren.

Der Abstand zwischen Gaspedal und Bremse scheint mir zu groß, der Fußraum allgemein zu klein und das Display regelt die Helligkeit nicht automatisch bei Dunkelheit runter. Dies hat zur Folge, dass man immer leicht geblendet wird, wenn man auf den Tacho blickt. Kann sein, dass es sich einstellen lässt, aber der erste Eindruck ist gemischt. Aber ein Elektroauto zu testen ist das auf jeden Fall wert und irgendwann wird auch bei mir fix eines in der Garage stehen. Bisher jedoch, leistet mir mein Opel Astra noch sehr gute Dienste.