Commonplace books

Für manche Begriffe gibt es keine einfache Übersetzung. Das gilt wahrscheinlich für jede Sprache. Seien es Sprichwörter, Wortphrasen oder spezielle Bezeichnungen. Ein solcher Begriff ist der, um den es mir heute geht: commonplace books.

Darüber bin ich vor wenigen Wochen gestolpert und das Konzept hat es mir ehrlicherweise etwas angetan. Aufgaben und Termine habe ich gerne digital bei mir am iPhone. So kann ich jederzeit darauf zurückgreifen und mir immer Notizen bzw. Erinnerungen schreiben, sollte mir spontan etwas einfallen.

Womit ich aber tatsächlich seit Jahren kämpfe, ist ein System, um Informationen aus Webseiten, Notizen und Abschnitte aus Büchern, Zitate und dergleichen festzuhalten. Zwar gibt es in jedem Browser Lesezeichen, aber das nimmt früher oder später überhand. Außerdem können Webseiten verschwinden. Interessante Artikel und Newsletter, die ich konzentriert lesen will, speichere ich mir in Instapaper. In Büchern markiere ich Abschnitte und Passagen mithilfe von Post-its und dergleichen. Das alles sind aber getrennte Systeme und eigentlich muss man wissen, wo etwas abgelegt ist, damit man darauf zugreifen kann.

Für einen Teil dieses „Problems“ habe ich nun das Konzept der commonplace books für mich entdeckt. Ich befinde mich hier zwar noch in der Testphase, allerdings finde ich es ansprechend, alle Informationen mehr oder weniger strukturiert in einem Notizbuch ablegen zu können.

Wie das im Detail funktioniert, kann sich jede*r auf YouTube ansehen. Es gibt genug Erklärungen dazu. Mir geht es darum, das Konzept an sich etwas zu erläutern, um einen besseren Überblick zu bekommen.

So schreibe ich mir Passagen aus Büchern heraus, kommentiere diese gegebenenfalls, schreibe Zitate und Schnipsel aus Artikeln darin auf. Am Anfang des Notizbuchs gibt es ein kleines Inhaltsverzeichnis mit den Büchern und Texten, die dieses beinhaltet, und dann geht es auch schon los. Dieses zwang- und formlose Notieren von Inhalten hilft auch dabei, das Gelesene auf eine andere Art zu verarbeiten und prägt einem die Inhalte besser ein. Und ich kann jederzeit darauf zurückgreifen und weiß genau, wo ich eventuelle Notizen finde. Ein interessantes Konzept, das sich zu testen lohnt.