Abschlussängste?

Unentspannt. So würde ich den allgemeinen Gemütszustand von Leuten in dieser Woche beschreiben. Tiefe Seufzer, Beschwerden und Aufregungen über Dinge und Prozesse, die man sowieso nicht ändern kann, und dann gibt es natürlich noch diejenigen, die halb krank in der Arbeit erscheinen. Am Ende war es schon sehr anstrengend, um es gelinde auszudrücken.

Dabei unterscheiden sich die nächsten beiden Wochen nicht unbedingt von den Sommerwochen, in denen ebenfalls viele Urlaub haben – nur dass eben ein paar mehr Feiertage sind. Aber grundsätzlich scheint es Menschen zu stressen, dass das Jahr endet. Als müsste unbedingt noch alles erledigt werden. Die Bedeutung von Silvester wird meiner Meinung nach überbewertet – zugegeben, ich mag die Idee eines “frischen” Jahres, aber das war es dann auch schon.

Diese Woche allerdings hat direkt an meinem sonst entspannten Gemüt und meiner Psyche gezerrt. Da war die etwas größere Einkaufsrunde am Mittwoch durch verschiedene Geschäfte im Ort angenehmer. Nicht zu vergessen, ein zuvor sehr entspannender Friseurbesuch. An dem Tag habe ich mich auf dem Weg nach Hause zudem noch spontan – oder unterbewusst – entschieden, einen anderen Weg zu fahren, der mich an dem Haus vorbeiführt, in dem ich üblicherweise die Physiotherapie habe. Kaum hatte ich das Haus gesehen, fiel mir ein, dass ich ja Tags davor mein Handtuch vergaß. Kurz geparkt und reingesprungen, lugte auch schon mein Physiotherapeut aus einer Tür und reichte mir kurze Zeit später das sicher verwahrte Handtuch. Ich war begeistert. Ein Nachmittag bzw. Abend voller kleiner Erfolgserlebnisse.

Und dann kam auch noch die 40th Anniversary Merch Box von Warhammer an, mit perfekt sitzenden Pullovern und einer coolen Tasse. Ich bin begeistert.

Dieses künstlich herbei gedachte Ende eines Jahres scheint Menschen nicht nur zu stressen, sondern immer wieder zu überraschen. Es muss nicht alles vor Weihnachten abgeschlossen sein. Ich freue mich auf ein paar Aufgaben, die ich mir für zwischen die Feiertage vorgenommen habe und ein paar Dinge, die im neuen Jahr auf mich warten. Ich entscheide mich im Zweifel stets für Optimismus, auch wenn es manchmal anstrengend sein kann.