Ich betreibe diese Seite hier über WordPress. Das Theme nennt sich passenderweise The Blogger und ich hatte es bereits vor einigen Jahren erworben, als ich an Ideen für einen neuen Blog feilte, doch nicht wirklich wusste, was ich machen will. Erst durch Matthew Dicks Webseite bin ich auf die Idee gekommen, einen täglichen Blog zu machen. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen fordert es die Kreativität, sich jeden Tag hinzusetzen und ein paar Zeilen zu schreiben. Auf der anderen Seite ist es eine immer wiederkehrende Frist, die für mich einen positiven Druck ausübt, mir nicht nur etwas auszudenken, sondern es auch zu (virtuellem) Papier zu bringen. Mittlerweile mache ich das jetzt schon ein paar Monate und die Themen, die mir jeden Tag einfallen, sammle ich mittlerweile in einer immer größer werdenden Liste. Es ist erstaunlich, wie sich der Blick, bzw. die Mentalität dazu ändert. Anfangs musste ich geradezu um die Themen ringen, jetzt kommen mir ständig neue Ideen.
Diese Einstellung kommt aber nicht einfach so zustande. Es entsteht durch das tägliche Hinsetzen und Schreiben, auf der einen Seite. Die zweite, noch wichtigere Veränderung ist meine Einstellung. Ich lese um einiges mehr Tages- und Wochenzeitungen, Online-Artikel, Newsletter und dergleichen zu allen möglichen Themen. Ich habe den Eindruck, dass durch all diese Eindrücke und Informationen eben auch ein etwas anderes denken zustande kommt. Früher habe ich nur auf den Webseiten von DerStandard, SN oder orf.at herumgeklickt, heute lese ich die Zeitungen gerne durch. Aber wie gesagt, es sind erst ein paar Monate – mal sehen, wie es sich weiterentwickelt. Ich finde es jedenfalls sehr spannend und freue mich jeden Tag, neues zu entdecken und die Welt etwas besser kennenzulernen als gestern.
Für solcherlei Projekte muss man „einfach“ nur mit offenen Augen durch die Welt gehen und bereit sein, etwas Zeit zu investieren, statt lange Serien oder Filme zu schauen oder unnötigerweise viel Zeit auf YouTube zu verschwenden. Vielleicht geht es ja manchen ähnlich: man denkt über mögliche Projekte nach oder Dinge, die man umsetzen möchte, es gibt eventuell sogar konkrete Ideen – wirklich umsetzen tut man es am Ende aber doch nicht. Mit diesem Blog und dem täglichen Aufschreiben von Gedanken, Ereignissen und vielem mehr habe ich jeden Tag etwas geschafft. Ein kleines Ziel erreicht. Meine beruflichen Tätigkeiten, die natürlich nicht unerwähnt bleiben sollen, lasse ich hier außen vor. Ich will eine Trennung von Beruf und Privatem, brauche ich auch für meine geistige Gesundheit. Ich gehe zwar gerne meinem Beruf nach, doch eine gewisse Abgrenzung muss eben sein.
Eigentlich wollte ich heute über WordPress-Plugins schreiben, die mir so einige Sachen für die Webseite erleichtern. Beispielsweise Lightspeed Cache, Page Links to, Recent Posts Widget Extended, Smush und ein paar andere. Ein paar andere habe ich auch noch installiert, aber die sind aktuell deaktiviert. So ist auch der scheinbare Konsens: so wenige Plugins wie möglich, da sie zu einem gewissen Grad ein Sicherheitsrisiko darstellen. Ich kann jedoch um mein Leben nicht programmieren, so bin ich auf sie angewiesen. Sie haben eben ihren Vorteil, so ermöglichen Page Links to und Recent Posts Widget Extended es beispielsweise, dass ich direkt von einem gepinnten Beitragstitel zur Archiv-Seite verlinken kann. Auf der Seite selbst, am oberen Ende, finden sich schließlich drei zufällige Beiträge. Die anderen Plugins tragen zu einer schnelleren Webseite im Allgemeinen bei.
Abschweifungen gehören aber auch dazu, wenn man spontan Texte schreibt. Eigentlich will man sich Thema a widmen, am Ende kommt dann eine Mischung dabei heraus, weil Thema a vielleicht doch nicht so ergiebig oder spannend war. Und genau das mag ich so gerne an diesen täglichen Texten, Beiträgen oder wie auch immer man es nennen will. Es ist jeden Tag anders. Man muss nur offen für das Unerwartete sein und sich nicht verbissen an einer Idee entlang hangeln. Einfach überraschen lassen. Das Hinsetzen und Machen ist allerdings meist die größte Hürde, bis es eine Gewohnheit ist, zu etwas Alltäglichem wird.
So ergeht es mir beispielsweise gerade bei einer Geschichte, die ich schreiben möchte. Ich habe die Charaktere im Kopf, aber keine Geschichtsidee dazu. Zumindest noch keine konkrete, nur lose Bilder und Fetzen einer Geschichte. Ich müsste mir nur mal die Charaktere D&D-mäßig auf einem character sheet aufschreiben und mir Gedanken dazu machen, dann kommt sicher auch der Kontext und die Welt dazu.
Ähnlich ergeht es mir mit meinen Warhammer-Figuren, die bemalt werden wollen. Jeden Tag eine halbe Stunde oder so würde mich sehr weit bringen, über die Zeit gesehen, doch irgendwas hindert mich daran. Jetzt habe ich mich mal hingesetzt und mir eine Liste gemacht, was eigentlich ansteht, aber dazu vielleicht morgen mehr.
So ist das nun mal mit Ratschlägen. Erteilt sind sie schnell und in die Welt hinaus getragen, sich selbst daran zu halten oder es zu versuchen, ist etwas völlig anderes. Für morgen ist also das Ziel, mich 30 Minuten hinzusetzen und an einer Figur oder einem Squad zu malen. Einfach mal anfangen, wer weiß, wohin ein erster Schritt führen kann.