Ein Frühjahrsputz

Am vergangenen Wochenende ist vieles zusammengekommen. Sahara-Sand flog durch die Luft, gefühlt hat alles gleichzeitig zu blühen begonnen und es war sehr warm und eher trocken. Dazu kam noch ein dezenter Wind, der alles schön miteinander vermischt und vermengt hat. Das Ergebnis war, dass man kaum das Fenster geöffnet hatte und schon eine halbe Sand-Pollen-Burg bauen konnte. Als ich dann meine diversen Wetter-Apps konsultierte (ja, man benötigt mehrere Wetter-Apps) und es hieß, am Dienstagabend würde es regnen, habe ich beschlossen, nach der Arbeit die Wohnung mal wieder ordentlich zu putzen.

Das heißt bei mir dann eine beinahe Grundreinigung, von oben bis unten. Ich habe meine Wohnung im Dachgeschoss mit Dachschrägen und Giebeldecke, wo man nur mit einem langen Besen rauf kann. Außerdem Dachbalken, die abgestaubt und gewischt werden wollen. Am besten alles von oben nach unten sauber machen, da man am Ende hoffentlich alles einsaugen und aufwischen kann, was zwischenzeitlich den Weg nach unten fand.

Natürlich waren das schlimmste die unmittelbaren Umgebungen der Fenster. Hier war alles Gelb, von den Vorhängen, über Fensterbänke, hin zu den Gewürzbehältnissen in der Küche. Alles wollte gewaschen und geputzt werden. Natürlich hatte das Ganze einen Nachteil: Ich konnte so lange die Fenster nicht öffnen, bis es tatsächlich zu regnen begann oder alles wäre umsonst gewesen. Zum Glück hat es dann am späten Abend tatsächlich angefangen zu regnen und es kühlte auf eine angenehme Temperatur herab. Über 25 Grad im April sind eben doch anstrengend und ungewohnt.

Jedenfalls tut so eine beinahe Grundreinigung bisweilen ganz gut. Ich schreibe »beinahe«, da für mich eine wirkliche Grundreinigung auch beinhalten würde, sämtliche Regale und Schubladen und so weiter ebenfalls auszuräumen, zu säubern und, im Idealfall, besser wieder einzuräumen. Aber das sind so Themen, die gehe ich gerne separat an. Dafür braucht man Zeit, Geduld und zumindest eine Vorstellung davon, wie es am Ende aussehen soll. Das andere war mir aber diese Woche auf jeden Fall wichtiger.

Ein Frühjahrsputz tut tatsächlich ganz gut. Man hat sich mal wieder um alles gekümmert und kann anschließend im gewohnten Rhythmus weiter machen. Es ist ein kleiner Reset zwischendurch, den man sich gönnen kann. Und ich mag die Idee von kleinen Resets, wie ich in der Vergangenheit schon des Öfteren berichtet habe (Immer wieder Resets).