Mir ist aufgefallen, dass ich schon seit einer Woche nicht mehr über Elden Ring geschrieben habe, also muss diesem Versäumnis unbedingt Abhilfe geschafft werden. Deshalb habe ich mir überlegt, die vergangene Gaming-Woche Revue passieren zu lassen. Denn jeden Tag am Abend spiele ich ein paar Stunden. Das ist zwar für den allgemeinen Spielfortschritt recht gut, meiner Schlafenszeit ist dies allerdings nicht sonderlich zuträglich.
Montag / Dienstag
Konträr zu dem, was ich vor ein paar Sätzen geschrieben habe, begann diese Woche mit einer Pause. Das Wochenende war, wie des Öfteren in den vergangenen Wochen, etwas Spiel-intensiver. Daher hat eine kleine Pause und etwas Abstand ganz gutgetan. Außerdem habe ich von BlueBrixx das Asgard-Schiff Beliskner gebaut, über das ich demnächst detaillierter berichte.
Ganz ohne Elden Ring war ich aber trotzdem nicht in den zwei Tagen. Die Videos des YouTubers Bushy haben es mir angetan. Er macht sehr viele verschiedene Challenge-Runs von Elden Ring, die unterhaltsam sind und bei denen man tatsächlich etwas über das Spiel lernt. Die Waffen, Zauber und Rüstungen, die er jedem Run spezifisch anpasst, sind immer wieder interessant zu sehen. Vor allem, welche Möglichkeiten einem das Spiel bietet, faszinieren mich immer wieder.
Mittwoch
Schließlich ging es doch mal wieder weiter. An dem Abend habe ich mich um das optionale Gebiet rund um den Haligbaum gekümmert. Ein schwieriges Gebiet, da man sich fast permanent auf einem riesigen Baum bewegt, der von allen möglichen Gegnern besetzt wird. Ich habe leicht über 400.000 Runen verloren. Es war eine regelrechte Geduldsprobe, sich durch dieses Gebiet zu kämpfen. Malenia wollte ich noch nicht versuchen, das hebe ich mir fürs Wochenende auf.
Donnerstag
Scheinbar haben die Katakomben Giants’ Mountaintop Catacombs meine verzweifelten Versuche vom Haligbaum mitbekommen und sich gedacht: hold my beer; das können wir besser. So startete der Donnerstagabend ebenfalls mit einer unfassbar nervigen Geduldsprobe. Spoiler: Ich habe es nicht bis zum Ende geschafft. Es gibt in den Katakomben ein optionales Tief liegendes Untergeschoss, das ich natürlich machen wollte. Dort befinden sich mehrere, sogenannte Wachhunde, die auch noch Frostzauber können. Die Truhe in dem untersten Stockwerk habe ich irgendwann geschafft, weil es dort eine Marika-Statue gibt, sodass man nicht wieder von ganz vorne anfangen muss. Allerdings bin ich dann später im »normalen« Dungeon-Bereich, kurz vor Ende, am dritten Wachhund gestorben und bin ganz zum Anfang zurückgebracht worden. Ich wollte mir das alles nicht noch einmal antun und bin dann schließlich zum Feuerriesen und habe diesen erledigt. An der riesigen Schmiede angekommen, die wirklich beeindruckend gestaltet ist, hat sich Melina geopfert und den Erdtree in Brand gesetzt. Erwacht bin ich dann in Farum Azula – einem visuell sehr beeindruckenden Level. Es ist immer wieder erstaunlich, wie fantastisch, episch und gewaltig die Kulissen von FromSoftware-Spielen sind, besonders in Elden Ring. Alleine die Welt zu erkunden, spornt immer wieder zum Weitermachen an.
Freitag
Am Vortag hatte ich schon etwas mit Farum Azula angefangen – nichts ahnend, dass das schwierigste noch vor mir liegen würde. So habe ich mich am Freitag also durch die zweite Hälfte dieses beeindruckenden Gebiets gekämpft. Das gefürchtete Godskin Duo war mit Hilfe von ein paar Schlafzauber und meiner Mimic Tear kein Problem, genauso wenig wie Maliketh oder später, in der Asche-Hauptstadt Leyndell, der Magier Gideon Ofnir. Auch gegen Godfrey / Hoarah Loux konnte ich mit der Mimic Tear gut bestehen. Manchmal fühlt es sich ein bisschen wie cheaten an, aber beim ersten Durchlauf ist das, denke ich, erlaubt.
Jedenfalls war Farum Azula prinzipiell eine Geduldsprobe. Die Gegner halten viel aus, können gut austeilen und man muss aufpassen, dass nicht zu viele auf einmal ankommen. Am meisten gefordert hat mich tatsächlich, erneut, ein Schmelztiegelritter. Egal, ob man auf Level 50 ist oder 160 oder welche Waffen man hat, ich komme mir bei diesen Monstern immer vor wie ein Baby auf Level 1, das sinnlos am Boden herumrollt und es trotzdem nicht schafft auszuweichen.
Ein kleiner Trost war dann der Kampf gegen den Drachenfürst Placidusax. Ein epischer Kampf auf allen Ebenen. Drachen bekämpfe ich grundsätzlich gerne und mag auch das Design. Die mächtige Arena hat ihr Übriges dazu getan, dass es ein unvergessliches Duell geworden ist.
Damit bleiben nur noch drei Bosse, bis zum Finale: Malenia, Radagon und Elden Biest.
Samstag
Also Malenia werde ich mir nächste Woche vornehmen. Nachdem ich sogar mit Hilfe der Mimic Tear einige Male gescheitert bin, zog ich zum Erdtree weiter.
Dort warteten nur mehr Radagon und das Elden Biest auf mich. Diese waren durchaus fordernd, wenn auch nicht so sehr wie Malenia. Ich nahm die Mimic Tear zu Hilfe und nach einigen Anläufen war es schließlich geschafft. Die Kämpfe an sich sind beeindruckend, so wie alles in Elden Ring. Die Musik, die Umgebung, das Design der Kreaturen – es ist ein wahnsinnig schönes Spiel.
Nach fast genau 100 Stunden wurde ich zum Elden Lord oder eigentlich nicht, denn mit Ranni wurde das Zeitalter der Sterne eingeläutet. So wie Ranni die letzten Worte spricht und ich ihr ewige Gefolgschaft schwöre, kann ich nicht umhin, Vermutungen anzustellen, ob es sich nun um ein gutes oder böses Ende handelt. Sie ist ein cooler Charakter, aber genauso ambivalent und undurchdringlich sind ihre Motive und tatsächlichen Ziele.
Den Abend habe ich dann mit etwas farmen beendet, da ich mich mit reichlich Schmiedesteinen und Dunkelschmiedesteinen eindecken wollte.
Sonntag
Wie die Woche begann, so endete sie auch: mit einer Spielpause. Erst einmal die Siege feiern und das Adrenalin aus dem System lassen, dann kann es weitergehen. Es warten noch ein paar fiese Dungeons auf mich und diverse Dinge, die gesammelt werden wollen.
Neben einem New Game Plus will ich parallel einen komplett neuen Durchlauf starten. Ich will versuchen, mich mit einem Level 1 Charakter von Grund auf neu auszustatten und durch die Welt zu bewegen. Es wollen noch so einige Experimente und Ausrüstungsgegenstände getestet werden. Besonders der Magie werde ich mich im NG+ widmen.
Ich bin äußerst froh, Elden Ring eine Chance gegeben zu haben. Nachdem man es einmal durchgestanden hat, fällt es vielleicht einfacher, sich an Bossen und Gegnern auszuprobieren, da man es ja bereits einmal geschafft hat. Oder es kommt ganz anders. Ich werde es herausfinden.