Bei meinem ersten Elden Ring Durchlauf habe ich mich sehr stark an dem Einsteigerguide des deutschen YouTubers Jokerface orientiert. Allen, die sich Elden Ring das erste Mal nähern, kann ich diesen Guide nur ans Herz legen. Er erklärt darin die Grundlagen des Spiels, Strategien, die man anwenden kann und zeigt, wie man in unübersichtlichen oder verwirrend-verwinkelten Gebieten am einfachsten durchkommt. Manchen mag das den Entdeckergeist etwas wegnehmen, aber für mich war es eine unfassbar gute Hilfestellung. Elden Ring ist schon schwer genug, da will ich mich nicht auch noch dauernd verlaufen. Außerdem habe ich diesen Abenteurergeist spätestens beim DLC wieder, wenn es noch keine Guides und dergleichen gibt.
Und die Welt von Elden Ring ist so vielfältig und abwechslungsreich, da gibt es noch genug selbst zu entdecken. Es wollen noch viele Ausrüstungsgegenstände ausprobiert, Spielmechaniken erkundet und eventuell auch Challenge-Runs gemeistert werden. Da tut es dem Spiel keinen Abbruch, wenn man sich mit einem unterhaltsamen Guide, dieser faszinierenden Welt nähert.
Ich habe also am iPad mini Jokerface laufen und mich parallel dazu in meinem Spiel bewegt, zwischendurch Pause gedrückt, zurückgespult und dergleichen. Seine Kommentare waren hilfreich, haben teilweise die Hintergründe erklärt und auch Parallelen zu anderen FromSoftware-Spielen herausgestellt. Aber woran es mich auch erinnert hat, sind die gemeinsamen Spielstunden mit Freuden aus Kindheitstagen. Da ist man gemeinsam auf der Couch gesessen und hat am Nintendo64 Mario gespielt. Oder auch andere Spiele, die sich gut gemeinsam spielen ließen, wie Street Fighter oder Tekken auf der PS One.
Das geht heute natürlich auch noch, aber die letztgenannten Spiele habe ich mittlerweile nicht mehr so gerne. An der Uni hatte ich das noch mit Freund M. bei den Star Wars: Battlefront Spielen. Diese konnte man auch noch hervorragend zu zweit spielen und bei der Kampagne haben wir uns abgewechselt. Letztens hat mich dann Freund C. beim Dead Space Remake etwas begleitet. Es hat etwas, ein Spiel gemeinsam zu erkunden.
Zufälligerweise gibt es von Jokerface auch einen Einsteigerguide zu Sekiro, einem weiteren FromSoftware-Titel, den ich mir antun möchte. Und das Spiel war im XBox-Store auch noch um 50 % reduziert zu haben, da musste ich natürlich zuschlagen. Ich freue mich schon, auch diesen Titel mit Jokerface zu erkunden und mir die Spielmechaniken anzueignen. Es werden sicherlich die ein oder anderen frustrierenden Momente dabei sein, auch weil es keine Mimic Tear, wie in Elden Ring gibt, die einen unterstützt, aber das japanische Setting hat mich schon bei Ghost of Tsushima begeistert; Ähnliches erwarte ich mir hier.
Couch-Coop-Funktionen sind mittlerweile in Spielen eher selten geworden, vielleicht auch weil sich die Spielweise der Gamer*innen geändert hat. Außerdem kann man sich selbst verständlich online zusammenfinden, gegeneinander antreten und so weiter. Aber es hat eben einen besonderen Reiz, ein Spiel und dessen Welt gemeinsam in einem Raum zu entdecken.
Das ist auch ein Grund, warum ich Horrorspiele nicht alleine spielen kann, sondern mindestens die Let’s Plays von TheRadBrad benötige, um sie mit jemandem gemeinsam durchstehen zu können. Erst letztens habe ich mir sein Video zu Silent Breath angesehen – einem Horrorspiel, das ein neues Level erreicht zu haben scheint. Selbst hätte ich das nie gespielt. Das Let’s Play war schon Herausforderung genug.