New Game Plus

Nachdem ich mit einem Spiel durch bin, ist es eigentlich für mich abgeschlossen. Ist der letzte Boss besiegt, die letzte Quest erfüllt, stellt sich ein Gefühl des Abschlusses ein und ich kann mich entspannt zurücklehnen. Immerhin gibt es noch so viel mehr Spielwelten zu entdecken und Bosse zu bezwingen. Doch die Gaming-Branche hat sich da ein nettes Werkzeug einfallen lassen: New Game Plus. Damit ist es schon spannender, sich einem bereits erledigten Spiel erneut zu widmen.

Besonders bei Spider-Man 2 habe ich sehnsüchtig auf dieses Feature gewartet und spiele nun gelegentlich erneut dieses Meisterwerk durch. Aber ich lasse mir aber deutlich mehr Zeit und genieße es noch mehr als beim ersten Mal. Genauso ist es bei Final Fantasy XVI; hier gab es den Final Fantasy Mode zwar schon von Anfang an, aber ich habe auf die Veröffentlichung der beiden DLCs gewartet, bis ich mich erneut dem Spiel widme. Inzwischen habe ich also schon zwei Spiele, die ich gerne nochmal in einer New-Game-Plus-Fassung erleben möchte.

Doch dann kam Elden Ring. Ich hatte das Elden Biest besiegt und bin leider doch nicht Elden Lord geworden, weil ich mich für das Ranni-Ende entschieden habe, aber der Abspann lief und der erste Durchlauf war beendet. Doch damit ist meine Leidenschaft für dieses Spiel noch lange nicht vorbei. Gerade habe ich mit einem frischen Charakter wieder von vorne angefangen. Als Bettler, der nichts hat außer einer Keule, arbeite ich mich gerade zum zweiten Mal durch diese fantastische Welt. Ich möchte mir alles erkämpfen, die Rüstungen und Waffen verwenden, die ich finde und quasi wirklich von null auf mir alles verdienen. Das New Game Plus vom ersten Durchlauf werde ich als Magier angehen und bin gespannt, was diese Charakter-Klasse so alles zu bieten hat.

Außerdem schaue ich noch die Let’s Plays von Jokerface an. Speziell diejenigen Runs von ihm, wo er das Spiel mit Hilfe von Mods verändert. Beispielsweise bedient er sich in einem Run des Item-, Boss- und Gegner-Randomizers, was schon vieles anders macht. Es gibt außerdem die Convergence-Mod, die quasi ein komplett neues Spiel aus Elden Ring macht. Es ist immer wieder faszinierend, wie sich die Leidenschaft von Spieler*innen zeigt und was sie in der Lage sind, aus Spielen zu machen.

Das ist einer der Gründe, warum ich sehr stark am Überlegen bin, mir einen Gaming-PC zuzulegen. Denn Mods für Spiele gibt es leider nur für den PC. Ich, als leidenschaftlicher Konsolenspieler, bin also von einer kompletten Seite an Spielerfahrungen ausgeschlossen. Besonders für Elden Ring würde ich mir gerne die ein oder andere Mod mal selbst zu Gemüte führen wollen. Ob sich dafür allerdings die Anschaffung eines teuren Gaming-PCs lohnt, muss ich erst noch entscheiden. Vielleicht ist es auch nur mein FOMO, was sich hier überdeutlich zeigt, aber solch eine Entscheidung fällt man ja sowieso nicht über Nacht.

Meine Strategie hierfür ist es, erst einmal eine Kategorie für einen Gaming-PC in YNAB anzulegen und ein bisschen was anzusammeln über die nächsten Monate. Dann kann man in Ruhe darüber nachdenken, ob ich es immer noch will oder ob sich die Prioritäten geändert haben und es eben doch nur ein Impuls war. Das mag ich an der YNAB-App so gerne, sie nimmt mir zwar nicht die Entscheidungen ab, macht es aber leichter, mit ihnen umzugehen.

Jedenfalls erfreue ich mich gerade sehr an den drei genannten Spielen, auch wenn Elden Ring klar dominiert. Es gibt einfach zu viele Spiele und zu wenig Zeit, aber wie so oft muss man sich auch hier für etwas entscheiden. Ob man nun Spider-Man 2, Final Fantasy XVI oder Elden Ring spielt, ist schließlich nicht so entscheidend, wichtig ist nur, dass es Freude bereitet sich in diese Welten zu begeben und sich durchzukämpfen.