Geek-Planet: Ultimate Spider-Man – Volume 1

Diese Wochen blicken wir zurück auf die frühen Anfänge meines Blogger-Daseins. Meinen ersten Blog »geek-planet« habe ich nämlich eigentlich dafür ins Leben gerufen, um über einen meiner liebsten Comic-Charaktere zu schreiben: Spider-Man. Dazu habe ich mir damals die Ultimate-Reihe vorgenommen und bin auch relativ weit gekommen, über die Jahre. Das erste Review dazu erschien am 08.07.2014. Eine unfassbar lange Zeit ist das her. Und es ist viel passiert in der Zwischenzeit.

Ich wusste gar nicht mehr, wie kurz und knapp ich mich in der Rezension gefasst hatte, aber man muss ja nicht unbedingt jedes Mal über die Stränge schlagen. Außerdem hat sich im Text ein Tippfehler bei der Schreibweise des Namens des Autors eingeschlichen. Das sollte eigentlich nicht passieren und ich habe das in der Überarbeitung selbstverständlich korrigiert.

Da nächste Woche die Artikel enden, die ich damals über The Amazing Spider-Man geschrieben habe, ist es, denke ich, eine wunderbare Gelegenheit, zukünftig die Texte zu Ultimate Spider-Man neu zu veröffentlichen.


Da ich mich schon seit Längerem für die Ultimate Spider-Man-Reihe interessiere und dazu bereits eine Einführung geschrieben habe, werde ich mich nun den eigentlichen Comics widmen. Dazu habe ich begonnen, die Collected Editions zu lesen und werde zu jeder ein kleines Review schreiben. Dabei versuche ich eine Ausgabe pro Monat zu schaffen, möchte an dieser Stelle allerdings nichts versprechen.

  • Ultimate Spider-Man Volume I: Power and Responsibility beinhaltet die Ausgaben #1 bis #7.

Ich hatte zu Beginn die Sorge, dass sich die erste Ausgabe aus zwei Gründen etwas hinziehen könnte. Zum einen musste ich mich mal wieder durch die Origin-Story von Spider-Man »quälen«, welche schon oft genug in diversen Medien immer wieder durchgekaut wurde. Der zweite Grund ist die Tatsache, dass immer wieder von Brian Michael Bendis langsamem Erzählstil die Rede ist. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie langsam erzählt er denn die Geschichte? Einen Vorgeschmack bietet hier natürlich die Tatsache, dass er die 11-seitige Originalgeschichte von Stan Lee auf über 180 Seiten erweitert und ausgeschmückt hat.

Daher war ich beim Durchlesen umso positiver überrascht, dass Bendis Erzählstil auf keinen Fall mit langweilig assoziiert werden darf. Es handelt sich hier um eine moderne, durchaus lustige und nachvollziehbare Erzählung eines Teenagers, der durch einen Zufall zu einem der größten Superhelden der Geschichte werden sollte. Auf den ersten paar Seiten wird einem das bisherige Leben von Peter Parker, anhand einiger Anekdoten, geschildert. Er wird von seinen Mitschülern gehänselt und macht für so manche »Freunde« die Hausaufgaben.

Mit diesen Eigenschaften als Grundbaustein wird einem bewusst, wie sehr sich Peter bis zum Ende entwickelt. Dabei spielt natürlich der Tod seines Onkels die größte Rolle. Ebenso bemerkenswert ist, wie viele Figuren, die später noch relevant werden, bereits in den ersten paar Ausgaben auftauchen. Manche bekommen natürlich mehr Zeit eingeräumt als andere, aber ich fühlte mich trotz der Fülle an Charakteren wohl in der Geschichte und es fügt sich alles zu einem logischen Ganzen zusammen.

Die grafische Umsetzung von Mark Bagley passt wunderbar zu diesem Universum. Die unterschiedlichen Blickwinkel, aus denen eine Szene dargestellt wird, lässt den Comic noch viel lebendiger wirken und die Wechsel zwischen Nahaufnahmen und größeren Überblickzeichnungen passt meiner Meinung nach perfekt. Es wirkt auch sehr dynamisch, was bei einem Spider-Man-Comic selbstredend nicht fehlen darf.

Allen, die sich für Spider-Man interessieren, kann ich diese Ausgabe nur ans Herz legen. Besonders diese modernisierte Erzählung des klassischen Spider-Man-Mythos in einem alternativen Ultimate-Universum eignet sich hervorragend für Neueinsteiger*innen. Es bildet eine wunderbare Basis für weitere Geschichten und ich freue mich auf das nächste Heft, das schon bereitliegt.