Am Wochenende war die alljährliche lange Nacht der Kirchen. Natürlich konnte ich mir diese nicht entgehen lassen. Zwar sollte es ab dem Nachmittag gewittern, aber das Wetter blieb stabil und die Lichtstimmung in der Stadt war fantastisch. Die Bilder unten können nur einen Eindruck davon vermitteln, wie schön der Nachmittag und Abend in Salzburg tatsächlich war. Doch bevor es zu den Kirchen und Friedhöfen der Stadt ging, musste natürlich eine Stärkung her.
Da wir noch nie das K.u.K. nahe dem Mozartplatz getestet haben, fiel die Wahl auf dieses Restaurant. Zwar war das Essen nicht schlecht, doch für den hohen Preis hätte ich mir mehr erwartet. Die Kellner*innen sind durchweg nett und das Essen ließ nicht sehr lange auf sich warten, doch für die Preiskategorie eines St. Peter erwarte ich mir eine vergleichbare Qualität. Diese wurde leider nicht geliefert. Ich habe ein klassisches Kalbsschnitzel mit Petersilie-Kartoffeln und Beilagensalat gegessen. An sich war das Essen nicht schlecht, doch es fehlte das gewisse Etwas von der Art der Zubereitung und Würze, damit der hohe Preis gerechtfertigt ist. Gestärkt konnten wir unser Programm starten.
Im Laufe des Abends besuchten wir unter anderem die Kajetanerkirche mit der Scala Santa, also der heiligen Treppe. Dies ist eine Kopie der heiligen Treppe in Rom und darf nur kniend bestiegen werden. Es befindet sich aber an der Seite eine weitere Treppe, die man normal hinaufgehen kann, um die Kreuzkapelle am oberen Ende zu bewundern. Die heilige Treppe wurde in Salzburg unter anderem deshalb angelegt, damit man nicht unbedingt die Alpen überqueren muss, um zur Treppe in Rom zu gelangen. Das verhalf der Stadt zu einem gewissen Prestige. Die Kirche an sich ist eher klein gehalten, im Vergleich zu anderen, aber trotzdem schön gestaltet.
Die wohl schönste Kirche in Salzburg ist die Stiftskirche St. Peter. Viele Gemälde zieren die Wände der Kirche und der heilige Rupert ist ebenfalls dort untergebracht. Natürlich durfte dann der Ausflug auf den anschließenden Friedhof nicht fehlen. Hier befinden sich diverse kleinere Räumlichkeiten, die es zu bewundern galt. Unter anderem das Ägydius und die dortige Kreuzkapelle. Im Dom galt es, die Krypta zu besuchen, die immer wieder ein faszinierender Ort ist.
Es ist wirklich erstaunlich, wie die Erbauer es schafften, jeden Ort und jeden Raum mit einer eigenen Atmosphäre aufzuladen. Jede Kirche ist anders und selbst in der Krypta des Doms wirken die Räume individuell nach. Die Lange Nacht der Kirchen ist immer wieder eine fantastische Möglichkeit, neue Orte zu entdecken und sich mit der Geschichte Salzburgs auseinanderzusetzen. Es fällt mir allerdings immer noch schwer, die einzelnen Personen, ihre Wappen und Symbole auseinanderzuhalten. Aber ich mache ja genug Führung mit, sodass ich es sicher irgendwann lerne.





