Pflanzen pflegen

Etwa einmal im Jahr kümmere ich mich ausführlich um meine Pflanzen in der Wohnung. Zwar mache ich das natürlich mehr oder weniger wöchentlich, aber Dinge wie Umtopfen und sie mit frischer Erde versorgen, macht man dann doch nicht so häufig. Außerdem werden diejenigen Pflanzen zu Grabe getragen, die den nächsten Winter nicht überstünden. Vor einem oder zwei Jahren gab es beim Bauhaus beispielsweise eine kleine Papiertasche mit drei Grünpflanzen im Angebot. Seit vergangener Woche sind keine mehr davon übrig. Es ist immer schwierig zu sagen, warum es manche schaffen und manche schon nach zwei Tagen aussehen, als hätten sie wochenlang in der Sonne gestanden und kein Wasser bekommen.

Andere dagegen wachsen und gedeihen wie Unkraut. Eine Drei-Euro-Minze, die ich mir beim Spar mitgenommen habe, wächst, als gäbe es keinen Morgen. Mittlerweile habe ich diese seit einigen Wochen auf einem Regal in der Küche stehen und die Auswüchse reichen schon fast bis in die Spüle. Auch meinem Elefantenfuß-Sprössling geht es weiterhin hervorragend. Es kommen immer wieder neue Triebe dazu und sie wird immer größer. Natürlich dauert es einige Zeit, bis es ein waschechter Elefantenfuß sein wird, aber es ist jetzt schon eine wundervolle Pflanze.

Ebenso wächst der Säulenhanf ins Unermessliche. Manche haben den halben Meter bereits überschritten und langsam gehen mir die großen Töpfe aus. Zumindest diejenigen, die auf das Fensterbrett passen. Außerdem wollen sie natürlich etwas gestützt werden, damit sie weiterhin stabil stehen. Einen versuche ich etwas in eine Bogenform zu bringen, da bin ich mal gespannt, ob das so hinhaut, wie ich mir das vorstelle. Allerdings bin ich guter Dinge. Mit kleinen Drahtstücken halte ich die Äste zusammen und forme sie. Man muss nur regelmäßig kontrollieren, ob sie nicht zu eng sind und die dickeren Äste gut Platz haben. Mir ist es schon mehrfach passiert, dass ich es übersehen habe und manche etwas eingeklemmt waren. Jedoch macht es Freude, sich um sie zu kümmern und zu sehen, wie es ihnen scheinbar hervorragend geht.

Für meine Kakteen habe ich mir extra Handschuhe bestellt, die für deren Pflege geeignet sind. Ansonsten kann das Umtopfen zu einer schmerzhaften Erfahrung werden. Bei namhaften Online-Händlern wird man diesbezüglich allerdings schnell fündig und sie funktionieren tadellos. Manche der Kakteen sind wankelmütiger, als ich mir das gedacht habe. Sie sahen eher fest aus, aber da man sie ja kaum anfasst, hat dieser Schein getrogen. Daher wurden diese ebenfalls mit ein paar Ästen stabilisiert, damit sie nicht irgendwann aus dem Topf kippen.

Zu guter Letzt noch ein kleines Update bzgl. meines Weihnachtssterns. Dieser hat zwar kurz nach Ostern die letzten tapferen Blätter verloren, allerdings wachsen bereits kleine Sprieße nach. Ganz langsam, äußerst langsam sogar, aber sie sehen saftig grün aus, von daher bin ich vorsichtig optimistisch. Mit Wasser bin ich sehr sparsam, da ich glaube, dass er in diesem Zustand nicht viel benötigt. Woanders hinstellen will ich ihn auch nicht, da er dann vielleicht gleich aufgibt und stirbt. Von daher lasse ich ihn an Ort und Stelle und hoffe auf das Beste.