Mittlerweile habe ich zwei Soulslike-Spiele durchgespielt; Elden Ring und Lies of P. Beide haben mir sehr viel Freude bereitet. Zwar hatten sie ihre frustrierenden Momente, doch im Großen und Ganzen sind es fantastische Spiele. Zwei sehr unterschiedliche Spiele mit großartiger Atmosphäre und tollem Level-Design. Die Kulissen waren immer wieder atemberaubend. Sie hatten ebenso sehr unterschiedliche Weisen ihre Geschichte zu erzählen.
Bei Elden Ring (inklusive DLC) und wie bei den meisten FromSoftware-Spielen, die aus der Feder von Hidetaka Miyazaki stammen, muss man sich die Details einer Geschichte selbst zusammenreimen. Die Quests von Charakteren sind nicht immer eindeutig ausformuliert oder man wird von A nach B geschickt. Man muss sich schon etwas mehr damit beschäftigen. Aber so hat jede*r ein eigenes Spielerlebnis. Lies of P auf der anderen Seite hat zum einen ein lineares Level-Design und die Geschichte, mit ihren tollen Charakteren, wird sehr viel deutlicher ausformuliert und erzählt. Beide haben ihre Daseinsberechtigung und beide zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie man ein Spiel aufbauen kann.
Doch beides sind Soulslike-Spiele. Das heißt, es gibt keinen Schwierigkeitsgrad. Man ist den Gegnern ausgeliefert. Wenn man es beim ersten Mal nicht schafft, Pech gehabt. Dann vielleicht beim zweiten oder erst beim zwanzigsten Versuch. Die Grundregel lautet: get good (werde gut). Vor allem im finalen Akt von Lies of P gab es Levels, die einen etwas höheren Frustfaktor hatten. Jeder Meter musste hart erkämpft werden, bevor man sich dem Endboss stellen konnte. Doch ich habe es geschafft, ohne Unterstützung und das ist ein wirklich tolles Erfolgserlebnis. Diese Art von Spielen haben einfach ihren Reiz.
Doch das wirkt sich mittlerweile auf andere Spiele aus. Ich habe mir beispielsweise Stellar Blade zugelegt, weil ich zum einen sehr viel Positives gehört hatte, zum anderen war das First-Look-Video von Jokerface fantastisch und es hatte Final Fantasy Vibes. Final Fantasy XVI gehört zu den besten Spielen, die ich vergangenes Jahr gespielt hatte. Da musste ich natürlich zugreifen. Über Stellar Blade selbst schreibe ich, wenn ich etwas weiter in der Story bin. Heute geht es mir um den Schwierigkeitsgrad.
Denn man kann sich zwischen einem Story-Modus und dem normalen Modus, wenn man so will, entscheiden. Im Story-Modus sind die Gegner leichter, weil man sich auf die Geschichte konzentriert. Das habe ich anfangs getan, da ich mir dachte, ich gönne mir mal eine Pause von schwierigen Gegnern. Immerhin stehen Lords of the Fallen und Dark Souls als nächste Soulslike-Spiele auf dem Programm.
Doch nach den ersten zwei Stunden stellte ich fest, dass mir das zu langweilig sind. Die Gegner sind keine wirkliche Herausforderung. Elden Ring und Lies of P haben mir scheinbar beigebracht, welcher Reiz hinter teils hart erkämpften Erfolgen stecken kann. Mal sehen, ob ich diese Herangehensweise ganze Spiel hindurch beibehalte. Aber aktuell ist mir der Story Modus zu einfach, es geht zu schnell. Stellar Blade ist bis jetzt ein grandioses Spiel, mit einer toll designten Welt und kreativ gestalteten Gegnern. Es ist auch brutaler, als ich erwartete. Bisher bin ich mit dem Kauf voll und ganz zufrieden.