Nächstes Jahr geht es nach Island. Urlaubsplanung finde ich persönlich immer schwierig, vor allem wenn viele Menschen beteiligt sind. Es kommen dann zu viele verschiedene Vorstellungen zusammen. Jede*r hat einen eigenen Tagesrhythmus und eine eigene Idee, wie so ein Urlaub ablaufen soll. Drei Personen, wie vor ein paar Jahren bei einem Roadtrip durch Frankreich, finde ich perfekt. Man ist sich schnell einig, was man machen möchte und wohin man geht.
Deshalb freue ich mich, dass wir bei Island zu zweit sind und mit einer sehr ähnlichen Vorstellung in den Urlaub gehen. Da doch einige Sachen im Vorhinein zu buchen waren, wie Flug, Mietauto und zwei Hotelübernachtungen in Reykjavik, haben wir das von einem Reisebüro machen lassen. Das letzte Mal, als ich einen Fuß in ein Reisebüro gesetzt hatte, ist schon lange her. Aber ich hatte bisher nur gute Erfahrungen gemacht, so auch dieses Mal.
Nach dem ersten Besuch gab uns die nette Mitarbeiterin ein paar Kataloge mit, die wir durchforstet haben. Diese Pauschalreisen anzusehen und ein paar Berichte zu lesen, geben einen wunderbaren Eindruck dessen, was einen erwartet. So kann man für sich schnell feststellen, was einem zusagt und was man eher nicht möchte. Deshalb haben wir auch nur die erste und letzte Nacht in Reykjavik gebucht, den Rest machen wir spontan vor Ort. Was wir am Ende dann gebucht haben, war preislich in einem guten Rahmen und lag sogar etwas unterhalb unseres berechneten Budgets.
So bleibt nun etwas mehr Geld übrig für die noch notwendigen Besorgungen: ein Feldbett und ein guter Schlafsack. Letzterer sollte den doch recht kühlen Nächten in Island standhalten und einen warm halten. Immerhin wollen wir die meiste Zeit über campen und einen richtigen Abenteuerurlaub verbringen. Ich bin schon sehr gespannt auf das Land, die Umgebung und wie der Urlaub so ablaufen wird. Ein klein wenig konnte ich entsprechende Erfahrungen schon sammeln, als ich vor Jahren einmal in Irland und dann in Schottland unterwegs war. Island ist jedoch ein komplett eigenes Pflaster.
So bleibt, nachdem jetzt die essenziellen Dinge gebucht sind, noch mehr als genug Zeit, sich etwas mit dem Land zu beschäftigen. Vor allem das herauszusuchen, was wir uns wirklich ansehen wollen. Ein paar Eckpunkte zu haben, ist schließlich nicht schlecht. Bis dahin will ich mich außerdem etwas mit der Geschichte des Landes beschäftigen. Immerhin hat es mir seit Längerem das Mittelalter angetan, da ist es nicht mehr allzu weit weg, sich mit anderen Epochen europäischer Geschichte auseinanderzusetzen.