Schlafzimmer & Organisation

Ich bin gerade dabei, meine Wohnung etwas umzugestalten. Vorwiegend das Schlafzimmer. Bisher hatte ich für Home-Office-Zwecke einen Schreibtisch darin stehen und nutzte es ebenfalls als Lagerplatz für alles Mögliche. Das sollte sich aber ändern. Ich habe das Glück, mir ein eigenes Büro einrichten zu können, das dann ebenso als Hobbyraum dient. Aber erst einmal sollte das Schlafzimmer fertig werden.

Die Arbeit begann vergangene Woche Freitagmittag direkt nach der Arbeit, und um halb zwei morgens war ich schließlich im Bett. Zuerst musste ich natürlich sämtliche Regale und den Schrank ausräumen. Dann haben wir Schränke abgebaut, entsorgt und einen anderen aufgebaut. Dinge wurden im Haus herumgeschleppt. Warum müssen alte Möbel immer so schwer sein? Außerdem war ein Trip zu IKEA notwendig, um eine neue Kommode und einen Nachttisch zu besorgen. Zudem haben wir gleich alles zum nahe gelegenen Altstoffsammelzentrum gebracht, damit es nicht wieder wochenlang herumliegt.

Es war ein ereignisreicher und anstrengender Tag. Die größte Herausforderung allerdings war nicht, zwei Schränke ab- und aufzubauen oder alles wieder halbwegs geordnet einzuräumen. Das waren alles Kleinigkeiten. Das komplizierteste war überraschenderweise, die Kommode von IKEA ab neun Uhr abends aufzubauen. Es gibt einige fast identische Teile, die die Anleitung nicht ordentlich identifiziert. Ich kann mich täuschen, aber ich glaube, die Anleitungen von IKEA sind in den vergangenen Jahren schlechter geworden. Natürlich liegt das zweimalige falsche Zusammenbauen gewisser Teile keinesfalls an Müdigkeit oder so. Doch etwas besser hätte man die Anleitung durchaus machen können. Ein zusätzlicher Hinweis hier und eine Markierung dort hätten ausgereicht. Doch auch das war irgendwann geschafft.

Das ganze Unterfangen war eine gute Gelegenheit, sich von Dingen zu verabschieden, die schon viel zu lange irgendwo herumliegen. Wer kennt es nicht, man denkt sich, man benötigt etwas mit Sicherheit später noch einmal, nur um es nach zwei bis drei Jahren in einer dunklen Ecke des Schrankes zu finden. Auf- und Ausräumen ist zwar stets anstrengend, aber die Mühen am Ende wert. Die Hoffnung ist nur, dass man sich nicht allzu schnell Neues anschafft, das man zu gegebener Zeit erneut im Schrank entdeckt. Aber man wird ja älter und weiser, denke ich zumindest.

Jedenfalls ist das Schlafzimmer geschafft, es sieht durch die helleren Möbel größer und geräumiger aus und es gefällt mir wirklich gut. Gelegentlich etwas in der Wohnung zu verändern, ist etwas Tolles. Immerhin verändert man sich mit der Zeit auch selbst und damit die eigenen Anforderungen und Bedürfnisse. Manchmal ignorieren wir das vielleicht zu lange. Es können schon Kleinigkeiten sein, die einen großen Unterschied machen.