Man merkt, dass es in Salzburg langsam ruhiger wird. Die stressigen Wochen der Adventmärkte sind vorbei. Die Lokale gehen in eine mal mehr, mal weniger lange Pause und gönnen ihren Mitarbeiter*innen ein wenig Urlaub. Sie mussten sich in den vergangenen Wochen immerhin mit genug Touristen und Einheimischen, die die Stadt und ihre Angebote genießen wollten, auseinandersetzen. Es ist immer wieder schön, durch eine etwas ruhigere Stadt zu spazieren. Besonders wenn man etwas früher dran ist, so wie am Samstag beispielsweise.
Es war noch nicht einmal 11 Uhr morgens, da saß ich schon im Zug auf dem Weg in Richtung Stadt. Es war furchtbar kalt, zum Glück allerdings nicht eisig, aber trotzdem war der Waggon gut gefüllt. Doch sobald man den Hauptbahnhof verlässt, verläuft es sich und man kann seiner Wege gehen. Das Salzburg Museum hat leider immer noch geschlossen und es wird noch so einige Zeit dauern, bis es erneut seine Pforten für Besucher*innen öffnet. Doch das gleich daneben gelegene Café MUS empfängt gerne Gäste und bietet hervorragenden Espresso. Ich finde es ein wirklich tolles Lokal, mit nettem Personal und einer angenehmen Atmosphäre.
Mittagessen gab es schließlich im Hotel-Restaurant Goldgasse. Schon des Öfteren hatten wir abends versucht, einen Tisch zu bekommen, aber entweder war das Lokal oder die Küche noch nicht geöffnet, oder aber man bekam gar keinen Platz mehr. Doch zu Mittag ist die Situation schon etwas anders. Es sind nicht so viele Tische reserviert, und wir waren noch früh genug dran, bevor der größere Ansturm kam. Das Essen dort ist zwar etwas höherpreisig, doch die Qualität stimmt dementsprechend auch. Es kommt dann auch darauf an, wie das Essen präsentiert wird. Auf die Kleinigkeiten, die einen solchen Restaurantbesuch zu etwas Besonderem machen, wird hier geachtet und es lohnt sich immer wieder.
Eigentlich stand an diesem Tag ebenso noch eine Führung an. Doch wie sich herausstellen sollte, war dies gar nicht so einfach. Das Wohnhaus von Mozart hatte genau über dieses Wochenende geschlossen und würde erst später wieder eröffnet werden. Für die allgemeine Führung zu Salzburg mit einem kleinen Spaziergang, den wir eigentlich machen wollten, hätten wir uns anmelden müssen. Die spontane Führung fand dagegen zwei Stunden früher statt. Ich glaube, wir hatten noch etwas anderes im Kopf, aber auch das sollte nicht klappen. So gab es noch einen Tee im Altstadt-Hotel und einen kleinen Spaziergang durch die Getreidegasse.
Doch die nächste Gelegenheit, einen neuen Aspekt von Salzburg kennenzulernen, ist bereits gebucht. Ich werde sicher davon berichten. Die ersten Monate des Jahres sind immer wieder schön, in Salzburg zu verbringen. Es wirkt frisch und anders. Die Hektik der Weihnachtszeit legt sich, Ruhe kehrt ein und es ergeben sich stets Möglichkeiten, Neues zu entdecken. So wie es eben sein sollte.