Wenn es um Bücher und/oder um Comics geht, ist die Frage relativ einfach zu beantworten: Was auch immer dazu führt, dass man gerne liest. Einen E-Reader in die Tasche zu werfen und immer dabei zu haben, ist sehr viel einfacher, als ein 1000-seitiges Taschenbuch mitzuschleppen. Geschweige denn, dass man sich ein Hardcover-Buch kauft und dieses tatsächlich lesen möchte. Insofern gibt es vielleicht noch eine dritte Kategorie: diejenigen Bücher, die man im Bücherregal ausstellt.
Hier kann es sich um schöne Hardcover-Bände handeln, die vielleicht sogar in einem schön verzierten Schuber daherkommen. So wie etwa meine Ausgabe vom Hobbit, mit Illustrationen von Tolkien. Die Ausgabe habe ich tatsächlich auch in diesem Format gelesen, weil ich die Zeichnungen zur Geschichte haben wollte. Einfach zu lesen war das allerdings nicht. Zwar ist der Hobbit ein vergleichsweise kurzes Buch, doch mit dickem Papier, schwerem Umschlag und der sonstigen Gestaltung kann ein solches Buch zu einem Schmöker werden.
Meine Einstellung hat sich in letzter Zeit etwas geändert. Ich hatte immer das Bedürfnis, dass die Bücher, wenn ich sie gelesen habe, schön aussehen. Das ist bei Taschenbüchern nicht immer so einfach, da sich der Rücken schnell durchbiegt oder Knicke aufweist. Aber wie ein YouTuber vor Kurzem in einem Video meinte: Bücher sind ein Werkzeug. Wenn man ein Buch das erste Mal liest, sollte es nicht als dickes, schweres Hardcover sein. Lieber auf das Taschenbuch warten. Darin kann man Passagen unterstreichen, sich Notizen machen, Ecken zur Markierung umknicken – es verwenden. Sich mit dem Inhalt, der Geschichte, auseinandersetzen.
Aktuell lese ich viel auf meinem E-Reader (einem Boox Palma 2). Hier lassen sich Passagen markieren und Notizen machen. Außerdem habe ich ein eigenes Notizbuch, wo ich mir Passagen und Zitate herausschreibe, Inhalte zusammenfasse und mir Gedanken mache. Es ist ein anderes Erlebnis, wie ich finde. Analog oder digital ist gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, dass man Freude am Lesen hat, sich gerne mit einem Buch hinsetzt und sich damit auseinandersetzt.
Das Einzige, was ich raten würde, ist, sich keinen Kindle zu kaufen. Ebenso keinen Tolino oder Kobo oder wie sie alle heißen. Stattdessen würde ich zu einem Boox Go greifen oder anderen offenen E-Readern. Geräte, die mit einem Android-Betriebssystem daherkommen. Darauf kann man die Lese-Apps installieren, die man möchte. Sei es Amazons Kindle, die Tolino-App oder eine Lese-App wie der KOReader für Bücher, die man sonst wo digital erworben hat. Per HumbleBundle zum Beispiel. Ich mag es nicht, eingeschränkt darin zu sein, wo ich meine Bücher und Comics und Inhalte kaufe. Allerdings muss man sich damit auseinandersetzen wollen. Erneut gilt, das zu machen, was für einen selbst am einfachsten und komfortabelsten ist.