Burg Steinemark

Ich unterstütze gelegentlich Projekte auf Crowdfunding-Plattformen. Das waren in der Vergangenheit meist Comics. Die Kosten sind für die digitalen Inhalte (die ich bei solchen Projekten bevorzuge) äußerst überschaubar und man bekommt außergewöhnliche Geschichten zu lesen. Doch vor einigen Monaten kam mir ein Projekt unter, welches genau in meine Interessen passte: Klemmbausteine, Mittelalter und Burgen. Die Burg Steinemark sollte eine Burg von überschaubarer Größe werden (etwa 900 Teile) und noch dieses Jahr erscheinen. Letztens kam tatsächlich ein entsprechendes Paket bei mir an.

Ich bin schon positiv überrascht, dass überhaupt ein Paket angekommen ist. Vor einigen Jahren habe ich eine Kameradrohne unterstützt, von der ich nie etwas gesehen oder gehört habe. Das ist einer der Gründe, warum ich digitale Inhalte bevorzuge. Diese sind günstiger (vor allem die Versandkosten) und Comics bzw. allgemein kreativ erzählte Geschichten haben eine größere Chance, realisiert zu werden. Aber zurück zur Burg.

Der Karton macht einen guten Eindruck. Das Design ist ansprechend und er ist prall gefüllt mit Inhalt. Zum einen wären die eigentlichen Teile der Burg, die Anleitung, eine spezielle Minifigur des Herausgebers, ein kleines Trebuchet-Set und eine unterzeichnete Postkarte. Auf der Innenseite des Kartons befindet sich eine fantastisch geschriebene Hintergrundgeschichte der Burg und ein gedruckter Hintergrund, der zur Burg passt, wenn man diese mit dem Karton gemeinsam ins Regal stellen möchte.

Der Bau selbst geht rasch und angenehm von der Hand. Es gibt keine Bauschrittunterteilung, aber bei unter tausend Teilen ist das nicht unbedingt notwendig. Die gesamte Burg ist auf einer Grundfläche von 16 × 16 Noppen gebaut. Das hat zur Folge, dass viele kleine Teile verwendet werden. Dadurch sind schöne angedeutete und teils gebaute Details sichtbar. Die Qualität der Steine passt wunderbar und ich hatte keine Probleme. Was den Bau zu einer Herausforderung machte, war die Anleitung.

Die Ansichten der zu verbauenden Teile und die einzelnen Bauschritte waren kein Problem. Allerdings ließ die Farbtreue der Anleitung äußerst zu wünschen übrig. Eine Unterscheidung zwischen den Farben braun, dunkelbraun und Nougat war quasi kaum vorhanden. Aufgrund der vorhandenen Teile kann man nach dem Ausschlusskriterium vorgehen, aber das ist nicht immer möglich oder für einen spaßigen Bau förderlich. Mir sind auch einige (teils größere) Teile übrig geblieben. Das ist bei so manchen Herstellern üblich. Besonders dass zusätzliche 1 × 1-Steine quasi als Reserve beiliegen. Trotzdem machte mich der kleine Haufen stutzig. Da die Burg aber an sich keine offenen Noppen hat, die störend oder komplett out of place wirken, gehe ich davon aus, alles richtig gemacht zu haben.

Das Design gefällt mir äußerst gut und es ist eine toll gestaltete Burg. Für Backer des Projektes gibt es ein nettes Easter Egg, welches man verbaut. Solche Kleinigkeiten sehe ich immer wieder gerne. Zwar passt sie vom Maßstab her nicht zu den Gebäuden von BlueBrixx, aber grundsätzlich kann man ja nie genug Burgen haben. Eine nette Ergänzung für jeden Schreibtisch oder ein kleiner Hingucker im Regal.