Hollow Knight

Anfang September erschien überraschenderweise der Nachfolger von »Hollow Knight«. Das erfolgreiche Indie-Spiel hat mit seinen knackigen Kämpfen, herausfordernden Parcourspassagen und einer geheimnisvollen Geschichte Millionen von Spieler*innen begeistert. Der Sidescroller wurde von einem Team von nur drei Personen entwickelt. Es folgten DLCs und Erweiterungen, die als Gratis-Updates herausgebracht wurden. Mich konnte Hollow Knight aber nie wirklich abholen. Ein paar Mal habe ich es versucht, bin aber nie so recht warm damit geworden. Dabei mag ich Metroidvania-Spiele eigentlich sehr gerne. Mit dem Erscheinen von »Hollow Knight: Silksong« war es also nach Jahren mal wieder an der Zeit, dem Spiel eine Chance zu geben.

Was soll ich sagen, ich bin begeistert. Manche Levelabschnitte sind frustrierend, die Bosskämpfe so herausfordernd wie erwartet, aber trotzdem kann ich mich davon nicht losreißen. Vielleicht liegt es daran, dass ich es auf dem Steam Deck spiele. Besonders Metroidvanias kommen auf dem Steam Deck hervorragend zur Geltung. Es ist der perfekte Formfaktor dafür. Sei es, auf der Couch herumzulungern und sich ein paar Herausforderungen zu stellen, oder aber am Esstisch in der Küche zu sitzen. Am Esstisch habe ich den Vorteil, dass ich das MacBook direkt vor mir stehen habe und so immer wieder einen Blick auf die Karte werfen kann.

Anfangs habe ich mich noch ohne Unterstützung durch die Welt von Hollow Knight geschlagen, aber manches kann man sich durch gewisse Talismane und Upgrades der Waffe doch leichter machen. Das Erkunden dieser äußerst kreativ gestalteten Welt macht Freude. Nicht nur gibt es unzählige verschiedene Biome, auch die Gegnervielfalt lässt keine Wünsche offen. Mit den Talismanen kann man sich einen Build zusammenstellen, der zum eigenen Spielstil passt, und man hat die Möglichkeit, Magie einzusetzen oder spezielle Fähigkeiten, die weiterhelfen können. Oder man stellt sich einfach nur mit dem Schwert einem Gegner. Meistens ist bei mir letzteres der Fall, da ich auf die anderen Sachen vergesse. Im Eifer des Gefechts ist es nicht immer so leicht, an alles zu denken.

Nach 8 Jahren habe ich endlich einen Zugang zu Hollow Knight gefunden. Ich werde sicherlich noch eine Weile damit beschäftigt sein. Direkt anschließend in den Nachfolger »Silksong« werde ich mich allerdings nicht stürzen. Klar ist aber auch, dass ich mir nicht mehr 8 Jahre Zeit damit lasse.