Vorbestellungen können ganz praktisch sein. Beispielsweise wenn man sich eine BluRay eines Films vorbestellt, der endlich in 4K aufgelegt und dessen Sound in Dolby Atmos neu abgemischt wird. In solchen Fällen bestelle ich diesen sehr gerne vor. Ich bin auch froh, das getan zu haben. Auf Amazon steht unter »Tron: Legacy«, wenn man auf die 4K-Fassung klickt, bereits die Nicht-Verfügbar-Meldung. Ich hoffe, ich bekomme im Oktober meine Disc. Seitdem ich den Film im Kino gesehen habe, bin ich ein sehr großer Fan. Die Effekte, der Sound, die Schauspieler*innen, die Geschichte und die fantastisch grandiose Musik von Daft Punk schaffen ein einzigartiges Gesamterlebnis.
Es kann aber auch ein Vorteil sein, etwas vorzubestellen, wenn man diese Bestellung aus Gründen wieder stornieren möchte. Es wurde noch nichts versandt, niemand hatte Kosten (außer wenn man im Vorhinein bezahlt hat und so eine Rückerstattung bekommt) und der Aufwand fällt vergleichsweise gering aus. Niemand muss Pakete herumtragen oder Dinge wieder versuchen, originalgetreu einzupacken. Das ist dann besonders praktisch, wenn man sein neues Android-Gerät zerschmeißt und so diverse Sprünge, Kratzer und Dellen darauf zu finden sind. Natürlich ein rein fiktives Beispiel.
Allzu oft bestelle ich aber nicht wirklich Sachen vor. Es muss schon wirklich etwas Besonderes sein, etwas, auf das ich schon länger gehofft hatte. Denn meist fährt man besser damit, abzuwarten. Es kommen immer wieder Angebote daher, bei Spielen kommen diverse Patches, die Bugs ausbessern, oder man benötigt es schlicht und ergreifend gar nicht. Natürlich könnte man jetzt die Frage stellen, was man denn wirklich benötigt, aber das Fass machen wir heute nicht auf. Ich habe mich immerhin in den vergangenen Monaten davon abhalten können, zu viel Geld in bedruckten Karton zu stecken (in Form der Sonderedition von Magic: The Gathering zu Spider-Man). Das feiere ich als Erfolg.
Wie so oft ist auch hier abwarten und nichts vorbestellen die bessere Variante. Denn wenn man bis zum Release durchhält, kommt man gar nicht mehr in die Verlegenheit, die Karten zu bestellen. Denn ab da sind sie meist vergriffen. Das war bei der Edition zu Assassin’s Creed so und bei den anderen Magic-Beyond-Editionen ebenso. Aus meiner Sicht hat dadurch jeder gewonnen: meine Kreditkarte und ich. Und das ist doch schon mal etwas. Wann kommt eigentlich die nächste Erweiterung von Burg Blaustein?