Ein kleiner Neustart

Die vergangene Woche war anstrengend. Auf mehreren Ebenen. Aber was das Ganze wirklich auslaugend gemacht hat, war der wenige Schlaf. Ich bin mir nicht sicher, woran es gelegen hat. Ich hatte mir zu meinem Geburtstag ein verlängertes Wochenende gegönnt und Freitag sowie Montag Urlaub genommen. Es war ein tolles, abwechslungsreiches Wochenende. Doch ab der Nacht von Montag auf Dienstag war es vorbei mit den erholsamen Nächten.

Erst konnte ich in besagter Nacht nicht schlafen und bin immer wieder aufgewacht und habe unruhig geschlafen. In der Nacht darauf war es nicht besser. Ich war sogar so weit, dass ich um drei Uhr morgens aufgestanden bin, ein Glas Wasser getrunken habe und ein paar Zeilen in mein Journal schrieb. Einfach um mich abzulenken, die Gedanken zu fokussieren – sie loszuwerden. Dabei gab es kein wirklich zentrales Thema, das mich wachgehalten hätte. Es kennt vermutlich jeder Nächte, in denen die Gedanken kreisen, man von einem Thema auf das andere kommt oder einen etwas nicht loslässt.

Die restlichen Nächte der Woche waren etwas besser. Ich habe zwar nicht viel geschlafen, ich musste trotzdem unter der Woche um halb sechs aufstehen, aber zumindest bin ich nicht mehr wachgelegen. Das alles machte die Woche sehr anstrengend und psychisch auslaugend. Mit wenig Schlaf ist die Resilienz nicht mehr so groß. Dafür habe ich mich die ganze Woche auf einen schönen Freitagabend in Salzburg gefreut. Das hat mich durch die Woche gebracht. Training war natürlich auch reduziert, jetzt fiel ein Ventil weg, das mir normalerweise sehr gut tut. Jedenfalls war ich sehr froh, als ich Freitagnachmittag mit Freund J. im Stieglkeller saß, den Ausblick auf die laute Stadt genießen konnte und ein kaltes, alkoholfreies Weißbier in Händen hielt.

Den Samstag habe ich dann für einen kleinen Neustart genutzt. Das mache ich zwar jedes Wochenende, aber nach so einer anstrengenden Woche musste es mehr sein als sonst. Ich mag es, am Sonntag die vergangene Woche Revue passieren zu lassen und die kommende vorzubereiten. Doch dieses Mal habe ich das noch etwas weiter ausgebaut. Die komplette Wohnung wollte ordentlichst geputzt, die Bettwäsche gewechselt, Lammfelle ausgeschüttelt und gesaugt werden. Und noch ein paar Kleinigkeiten mehr, die sich die Woche über angesammelt haben. So konnte ich das restliche Wochenende genießen und alte »Jack-Fromsoft«-Streams schauen, während ich mein neues iPhone eingerichtet habe.

Immer mal wieder kleinere bzw. größere Resets, Neustarts oder wie auch immer man es nennen möchte, finde ich eine hervorragende Art, sich wieder auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Es gibt Wochen, da schiebt man gewisse Arbeiten und To-dos immer wieder vor sich her. Aber irgendwann wollen sie erledigt werden. Das mache ich dann gerne in einem Aufwasch. Das dauert dann zwar etwas länger, aber am Ende bin ich froh, es gemacht zu haben. Es sind kleine Erfolge, die man im Alltag feiern kann. Sie motivieren und treiben an. So kann man umso besser in die nächste Woche starten.