Es erstaunt mich immer wieder, was ich nicht alles in meiner Steam-Bibliothek entdecke. Das Steam Deck macht es möglich. So bin ich letztens über die Crash-Bandicoot-Trilogie gestoßen bzw. deren Remaster. Ich konnte nicht anders, als es einmal anzuspielen. Nur hätte ich es bei diesem einen Mal belassen sollen. Dazu aber später mehr.
Begrüßt wird man von der bekannten Stimme des Sprechers. Bandicoot war früher schon immer sehr selbstironisch und das hat sich auch mit dieser Neuauflage nicht geändert. Bevor man das Spiel tatsächlich beginnen kann, sieht man außerdem eine kleine Introsequenz. Darin werden ein paar der zu sammelnden Gegenstände in eine Maschine geworfen. Diese Maschine macht aus den alten Renderings der Kisten neue hochauflösende Gegenstände. Selbst Crash Bandicoot selbst wird in die Maschine geworfen. Eine nette Idee, die alteingesessene Spieler*innen abholt.
Schlussendlich kann man sich noch entscheiden, welches der Spiele man dann starten möchte. Ich habe mich einfach für das erste entschieden. Meine erste Session dauerte knapp eine Stunde und war ein purer Trip in meine Kindheit. Vom Sounddesign, den Welten und der Steuerung unseres Helden konnte ich mich noch an erstaunlich viele Details erinnern. Aber besonders die Musik und der Sound haben tief schlummernde Erinnerungen hervorgebracht. Ich schätze es, dass es die Möglichkeit gibt, alte Spiele noch einmal zu entdecken. Doch leider wurde eben nicht alles verbessert.
Die Steuerung ist genauso bescheuert und ungenau wie damals. Ein kleiner Fehltritt und man kann von vorne beginnen. Das war an sich noch okay und nicht weiter störend. Bis ich im ersten Teil auf die zweite Insel gekommen bin. Ein verrückter Hase, der als Zwischenboss dient, hat mir gereicht und ich habe das Spiel erbost deinstalliert. Man muss zwischen verschiedenen Plattformen hin und herspringen. Außerdem kann man dem Boss nicht direkt Schaden zufügen, sondern nur über TNT-Kisten. Die Kameraperspektive ist, wie in allen Leveln, fixiert.
Vor dem Kampf hatte ich gemütliche 27 Lebenspunkte oder so. Diese verhindern, dass man ein Level bei einem Fehler von vorn beginnen muss. Man kann stattdessen bei einem Checkpoint starten. Nach dem Kampf hatte ich noch 3. Ich denke mich gerne in Soulslikes hinein, verbringe gerne Zeit damit, Bosse zu einem bestimmten Grad zu lernen. Dort liegt das Scheitern stets an mir. Hier hatte ich allerdings das Gefühl, das Spiel kämpft aktiv gegen mich an. Schade eigentlich. Mal sehen, ob ich Crash Bandicoot nochmal eine Chance gebe.
In meiner Kindheit habe ich endlose Stunden in das Spiel versenkt. Vielleicht reicht das auch. Froh, es gestartet zu haben, bin ich aber in jedem Fall.