Über sich selbst lachen

Das hier wird erneut einer der Texte, bei denen ich nicht genau weiß, worauf ich hinaus will. Aber ich denke, gemeinsam werden wir es herausfinden. Und ich versuche, Texte nur einmal runterzutippen, dann zu redigieren und zu veröffentlichen. Oder ich verschiebe sie in den Ordner »Privat«. Je nachdem.

Jedenfalls sind es gerade herausfordernde Zeiten – mal mehr, mal weniger. Aus verschiedenen Gründen, die hier nichts zur Sache tun. Wenn man solche Phasen durchmacht, besteht immer die Gefahr, sich zu sehr in sich selbst zu verlieren. Das habe ich in den schwierigsten Phasen meiner Depression vor ein paar Jahren gelernt. Da tut es gut, mit verschiedenen Menschen offen darüber zu reden. Vielleicht bekommt man eine andere Perspektive.

Ich habe gelernt, dass manchmal schon eine einfache Frage ausreicht, um mich aus meinem Gedankenstrom zu reißen. Ich mag das. Man erzählt jemandem ausführlich das Problem und was mich daran stört oder beschäftigt. Minutenlang versucht man der anderen Person klarzumachen, wie man sich fühlt, damit es nachvollziehbar wird. Am Ende kommt dann einfach nur die Frage: »Warum?« Das hat ausgereicht, um mich etwas aus der Bahn zu werfen und anders über die Situation zu denken.

Wenn man mit anderen spricht, kommen wieder andere Inputs und Sichtweisen. Das ist wichtig, um nicht zu sehr im eigenen Saft zu sitzen und vor sich hin zu vegetieren. Deshalb schreibe ich so gerne Tagebuch, Journals oder erledige meine »Homework for Life«. Das hilft der Reflexion und beim Nachdenken. Zumindest hilft es mir. Andere zeichnen lieber, gehen spazieren oder finden ihren eigenen Weg. Was ich wichtig finde, ist, dass man sich nicht auf eine Technik oder ein Ventil verlässt. Eines kann wegbrechen. Aber wenn man mehrere Strategien hat, um mit schwierigen Zeiten umzugehen, fällt man um einiges leichter, landet sanfter.

Was natürlich auch nicht schadet, ist, wenn man über sich selbst lachen kann. Das ist nicht immer einfach, hilft aber ungemein. Für ein paar Augenblicke etwas nicht zu ernst zu nehmen lindert die Last auf den Schultern. Aber das Um und Auf ist, mit anderen zu sprechen. Wenngleich man Fehler macht, etwas nicht gleich korrekt formuliert oder es schwerfällt; es wird leichter. In vielerlei Hinsicht.