Fragmente

Nerdforge ist ein YouTube-Kanal, den ich schon sehr lange und sehr gerne verfolge. Martina und ihrem Partner dabei zuzusehen, wie sie ein verrücktes Projekt nach dem anderen aus dem Boden stampfen, ist eine Quelle der Inspiration. Zwar übernehmen sie sich scheinbar auch des Öfteren und müssen längere Schichten einlegen, damit regelmäßig die Videos erscheinen, aber die Mühen sind es stets wert. Und es wird auch nie wirklich langweilig. Jedes Projekt hat einen anderen Twist. Selbst wenn sie etwas Ähnliches wie zuvor machen, finden sie immer wieder spannende Alternativen. Deshalb war es für mich auch eine leichte Entscheidung, Anfang des Jahres ein ambitioniertes Projekt von den beiden zu unterstützen.

Fablegate nennt sich dieses Projekt. Was es am Ende wird oder welche multimedialen Projekte daraus entstehen, wenn überhaupt, da lasse ich mich gerne überraschen. Doch erst einmal starten sie mit vier Gemälden. Diese konnte man als Bundle vorbestellen. Innerhalb eines Jahres bekommt man dann die Abdrucke geliefert. Jedes der vier Gemälde kommt einzeln, wenn es eben fertiggestellt ist. Das Erste hat man relativ zeitnah nach der Bestellung bekommen. Nun, ein paar Monate später ist das Zweite erschienen.

Ich mag es, wenn solche Vorbestellungen funktionieren und man ein gewisses Vertrauen den Künstler*innen gegenüber hat. Plötzlich kam eine Versandmitteilung von UPS. Der Absender kam mir noch vom letzten Mal gespannt vor. Also wartete ich voller Neugier auf das Paket. Umwelttechnisch darf man sich hier keine Gedanken machen. Denn Martina und ihr Partner sind in Skandinavien angesiedelt. Die Abdrucke werden dort, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, produziert und nach Amerika verschickt. Von dort aus werden sie dann an die jeweiligen Kund*innen auf der ganzen Welt weitergeleitet. Das ist scheinbar billiger, als sie direkt von ihnen aus nach Europa zu schicken. Warum auch immer das so ist. Es lebe die Globalisierung.

Jedenfalls kam inzwischen das zweite Bild an und ich bin erneut angetan. Es trägt den Titel »Die Gärtnerin«. Der Stil ist natürlich derselbe. Trotzdem geht es in eine andere Richtung als noch das erste. »Broken Oaths« fühlt sich dynamisch an, abenteuerlicher. Die Gärtnerin ist ruhiger, mystischer. Trotzdem wohnt dem Bild eine Düsternis inne. Wer ist diese Frau und welche Pflanze ist in ihrer Mitte angesiedelt? Ich werde nicht verraten, was sich aus dem beigelegten Heftchen herauslesen lässt. Denn es werden durchaus Hinweise mitgeliefert, die ich gerne weiter verfolge.

Ein weiterer Grund, warum ich dieses Unterfangen so bereitwillig unterstütze, ist die Einzigartigkeit dahinter. Jedes Bild gibt es nur in einer Auflage von 4000 Stück. Es sind Dekorationselemente, die man also nicht so einfach bekommt und kaum wo sehen wird. Sie haben allerdings auch eine Bedeutung. Man kann sich inspirieren lassen und eine eigene Geschichte dahinter entdecken. Ich bin schon sehr neugierig, wie die nächsten Gemälde aussehen und welchen Teil des Fablegate-Universums sie darstellen werden.