11 Jahre

Nachdem ich aus Gründen mein Büro einige Monate nicht verwenden konnte oder wollte, habe ich es letztens wieder reaktiviert. Erst im Herbst vergangenen Jahres eingerichtet, kam es mir von Anfang an etwas leer und steril vor. Insofern war der Abstand nicht schlecht, da ich so mit frischen Augen an das Ganze herantreten konnte. Ich habe mehr Sachen, die eher ins Büro/den Hobbyraum passen, eingeräumt und so wirkt es schon etwas heimeliger. Ich fühle mich dort wohler als zuvor und habe sogar schon auf dem bequemen Lesesessel Platz genommen und etwas »Silksong« am Steam Deck gespielt.

Etwas, das mich ebenfalls beschäftigt hat, war mein altes MacBook. Vor etwa eineinhalb Jahren habe ich auf ein neues MacBook-Pro-Modell upgegradet und es noch keine Minute bereut Es funktioniert einfach. Doch das alte funktioniert auch noch, dachte ich mir, und ich habe es reaktiviert. Der Gedanke dahinter war, dass ich das neue MacBook nicht dauernd hin- und hertragen muss (das Büro/der Hobbyraum befindet sich einen Stock unter meiner Wohnung). So habe ich im Büro stets Zugriff auf meine Schreibsoftware (Ulysses) und kann spontane Ideen festhalten. Das alte MacBook hat immerhin schon 11 Jahre auf dem Buckel und wurde seit Monaten nicht aufgeklappt. Wie würde es sich wohl nach so langer Zeit anfühlen?

In einem Wort: träge. Das erste Hochfahren und Starten hat ewig gedauert. Es dauerte einige Minuten, bis alles geladen war. Dann war noch ein Update ausständig. Nachdem das irgendwann abgeschlossen war, habe ich das alte MacBook neu aufgesetzt. Zum einen, um es von sämtlichem Ballast zu befreien, und zum anderen, um herauszufinden, ob dies etwas an der Geschwindigkeit ändern würde. Es läuft zwar weiterhin träge, aber durchaus stabil. Das neueste Betriebssystem bekommt es natürlich nicht mehr. Die aktuellste Version, die offiziell unterstützt wird, liegt drei Generationen zurück. Manche Apps lassen sich aus dem App-Store gar nicht mehr laden, weil sie das alte Betriebssystem nicht mehr unterstützen. Für die minimalen Arbeiten und das ein oder andere Video laufen zu lassen oder Musik abzuspielen, sollte es aber noch ausreichen.

Im Allgemeinen gibt es jedoch einige Einschränkungen: Da wäre die Sache mit der Kompatibilität der Apps, und wenn man doch eine laden kann, springt sofort der Lüfter an. Manche Webseiten mögen nicht so richtig laden, wie LanguageTool oder Scribbr, die ich für meinen Schreibprozess gerne nutze. Ulysses läuft jedoch einwandfrei und aktualisiert sich auch auf den aktuellen Stand. Ich kann sogar Dateien vom iPhone per AirDrop auf das MacBook spielen. Ob ich es wirklich noch verwende, sei einmal dahingestellt. Ich finde es toll, es auf dem Schreibtisch stehen zu haben. Eine Art Memento.