Everything X-Men | Inhumans vs. X-Men

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Es ist Donnerstag. Das heißt, wir werfen einen Blick in die Vergangenheit. Für das dritte Jahr des Blogs habe ich mich entschieden, mein damaliges Projektstudium aus dem Medienwissenschaftsstudium in Tübingen aufzubereiten. Unter dem Titel »Everything X-Men« habe ich mich mit den X-Men-Comics beschäftigt, aber nicht nur ihre Handlung und Figuren analysiert. Mich interessierten auch die Themen, Konflikte und gesellschaftlichen Bezüge, die in den Geschichten vorkamen oder zur jeweiligen Veröffentlichungszeit eine Rolle spielten. Die Texte entstanden ursprünglich auf Englisch. Für diese Fassung habe ich sie mithilfe von DeepL ins Deutsche übertragen, inklusive der Zitate, und anschließend redigiert.


  • Inhumans vs. X-Men #1–7
  • Writers: Charles Soule, Jeff Lemire
  • Artists: Leinil Francis Yu (# 1–2; 6), Javier Garron (# 3–5)
  • Inker: Gerry Alanguilan
  • Colorists: David Curiel (# 1–2; 4–6), Andres Mossa und Jay David Ramos (# 3)
  • Letterer: VCs Clayton Cowles
  • Publication Dates: November 2016 – March 2017
  • Publisher: Marvel

Prolog: ein neuer Anfang?

Was macht einen Comic-Completionist aus? Für mich läuft es auf eine Sache hinaus: den Drang, alles über eine bestimmte Serie oder Figur zu wissen. Wie kam es zum Status quo Welche Geschichten stecken hinter den Anspielungen, die Figuren erwähnen? Und das bedeutet, dass ich ein Buch nicht einfach mitten in einer Serie lesen kann. Ich muss am Anfang beginnen. Schon seit einiger Zeit wollte ich mir »X-Men Gold«, »X-Men Blue«, »X-Men Red« und »X-Men Black« genauer ansehen – einschließlich einiger Miniserien und Spin-offs, die ebenfalls zu dieser Zeit erschienen sind.

Während also alle anderen weitergemacht und die Abenteuer der neuen, wiederkehrenden »Uncanny X-Men« genossen haben – Scott ist zurück, wo auch immer er war –, kehre ich zu früheren Handlungssträngen zurück.

Das gefällt mir, denn so kann ich eine ganze Reihe, in diesem Fall sogar verschiedene Reihen, in kurzer Zeit durchlesen und mich mit ganzem Herzen in die Welt stürzen, die sich vor mir entfaltet. Hoffentlich ermöglicht mir das auch, ein sich entwickelndes Gesamtbild zu erkennen. Und mit etwas Abstand sieht sowieso alles anders aus.

Außerdem hoffe ich, ganz persönlich gesagt, dass ich meine Kolumne »Everything X-Men« wiederbeleben und in Zukunft wieder mehr über X-Men-Comics schreiben kann. Ich werde keine Versprechungen machen, aber ich glaube, der Schlüssel liegt darin, nicht alles so ernst zu nehmen wie früher. Ich werde mich darauf konzentrieren, Spaß zu haben, gute Comics zu lesen und darüber zu schreiben.

Inhumans vs. X-Men

Nach »Death of X«, das ich nicht gelesen habe, weil ich dachte, alles, was ich wissen müsste, stünde in dieser Miniserie, genauer gesagt diesem Event, zogen die X-Men gegen die Inhumans in den Krieg. Ihr Ziel war es, die letzte Terrigen-Wolke auf der Erde zu zerstören, bevor sie sich über die ganze Welt ausbreitet und jeden Menschen mit X-Gen tötet. Ich habe bei meinen Recherchen für diesen Artikel erst von »Death of X« erfahren und die Zusammenfassung gelesen. Wenn man die Geschichte von »Death of X« kennt, ergibt alles, was in »Inhumans vs. X-Men« passiert, deutlich mehr Sinn.

Cyclops wurde also durch den Terrigen-Nebel oder die Wolke getötet, Emma Frost vertuschte das und ließ es so aussehen, als sei er heldenhaft gestorben – in einem Kampf mit Black Bolt. Wie wir nun wissen, hat Emma den X-Men keinen Gefallen getan, indem sie Scott als Märtyrer sterben ließ. Hätten die anderen gewusst, dass er durch den Terrigen-Nebel ums Leben kam und nicht in einem Kampf, wäre es vielleicht genauso tragisch gewesen. Nur dass Mutanten und Inhumans gleichermaßen um ihn getrauert hätten und sie gemeinsam nach einer Lösung suchen könnten, statt Krieg zu führen.

Vor diesem Hintergrund kann es nicht so einfach sein wie: »Warum haben sie nicht miteinander gesprochen?« Dieser Gedanke kam mir als Erstes, nachdem ich die Haupthefte des Events gelesen hatte. Es kann aus zwei Gründen nicht so einfach sein.

Erstens starb Scott angeblich durch einen Inhuman. Warum zum Teufel sollten die Mutanten glauben, dass diese ihnen dabei helfen könnten, ihr Aussterben zu verhindern? All die Trauer, Wut und Hoffnungslosigkeit kommen zusammen, und es scheint keine Lösung zu geben.

Zweitens sieht es für uns Leser*innen immer so klar aus, was zu tun ist, weil wir alle Teile und Sichtweisen kennen. Wir wissen, was jeder einzelne Charakter denkt und tut. Diese Tatsache sorgt normalerweise für eine spannende Geschichte, aber manchmal bedeutet sie auch, dass wir den Bezug auf die Sichtweisen der einzelnen beteiligten Figuren verlieren – besonders wenn es so viele von ihnen gibt.

Den beteiligten Zeichner*innen und Autor*innen gelingt es, während der gesamten Reihe eine dystopische Atmosphäre zu schaffen. Wir wissen zwar, dass dies nicht das Ende einer Ära, nämlich der X-Men, markiert, aber es fühlt sich so an. Vor allem, wenn man die drastischen Maßnahmen sieht, zu denen die Mutanten bereit sind, um gegen die Inhumans vorzugehen: Black Bolt wird in einer unmenschlichen Box neutralisiert, angeschlossen an Schläuche und Science-Fiction-artig aussehende Module Sie stecken auch Lockjaw in eine Box, an die Infusionen angeschlossen sind, die ihn in Schlaf versetzen. Und schließlich sperren sie alle anderen Inhumans auf eine abgeriegelte Plattform in Limbo.

Alles, was hier geschieht, zeigt uns die dunkle Seite der Charaktere, die wir kennen und lieben, und wie leicht Magneto und Emma sie manipulieren können, wenn die Umstände gerade günstig sind. Doch bald erfahren wir, dass jeder seine eigenen Absichten verfolgt. Emma hat nur Rache im Sinn. Rache für Scotts Tod, den sie von Anfang an inszeniert hat. Der Konflikt selbst wird zur Farce. Oder zum Ende einer tragischen Liebesgeschichte.

Wie auch immer man es sieht, es gibt auch eine positive Seite: die NuHumans. Das sind Inhumans, die sich nicht der Royal Family angeschlossen haben und ihr eigenes Leben führen. Es ist großartig, zu sehen, wie Moon Girl das Richtige tut, nämlich zuhören, statt zu kämpfen. Die anderen NuHumans unterstützen sie dabei. Es gibt keinen Grund, zu kämpfen. Nur ein verzweifeltes Bedürfnis nach einer Lösung. Die Inhumans erhalten ihre Kräfte vielleicht nicht ohne den Terrigen-Nebel, aber Mutanten stehen kurz davor, für immer von der Erde verbannt zu werden. Und wer weiß, vielleicht ist der nächste wissenschaftliche Durchbruch nur eine Miniserie entfernt, und die Inhumans können ihre verborgenen Talente wie gewohnt aktivieren.

Nun gibt es allerdings einen Nachteil, der mich an diesem Event stört:

Warum ist das keine zwölfteilige Maxiserie Warum wird nicht alles, was in »Death of X«, »Inhumans vs. X-Men« und »Uncanny X-Men« (2016) #19 passiert, in einer einzigen Serie zusammengefasst? Ich habe erst nach dem Lesen des Hauptereignisses von der Vorgeschichte erfahren. Außerdem war mir nicht klar, dass ich auch »Uncanny X-Men« #19 hätte lesen sollen. Die Enthüllung am Ende der ersten Ausgabe von »X-Men Blue« wäre dann um einiges verblüffender gewesen. Obwohl das Hauptereignis eine gute Lektüre war, bin ich jetzt frustriert, weil ich ein umfassenderes, besseres und kompletteres Erlebnis hätte haben können.

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