Normalerweise stecke ich mir immer gleich die AirPods ins Ohr, sobald ich aus dem Haus gehe und in irgendeiner Art und Weise einen Spaziergang unternehme. Dieses Mal hatte ich einen Termin in Oberndorf, es war ein sonniger Tag, warum also nicht zu Fuß gehen – vor allem, wenn das Weihnachtswochenende wirklich so stürmisch und regnerisch werden soll.
Heute allerdings öffnete ich die Akkuschale, setzte beide ein und … nichts. Der Akku war leer. Nicht zum ersten Mal habe ich es vollkommen übersehen, dass die AirPods zwischendurch geladen werden wollen. Mit einer einzigen Ladung kommt man wirklich lange aus, aber irgendwann ist eben Schluss.
Kurzzeitig machte sich etwas Ärger in mir breit, da für den Rückweg zur Wohnung keine Zeit mehr blieb und ich mich auf die restliche Folge von WRINT Nummer 1549 freute. Doch am Ende war ich ganz froh, mal nichts anzuhören. Es gab mir die Möglichkeit, meine Umgebung genauer zu beobachten, den Leuten, denen man begegnet, etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die Gedanken schweifen zu lassen.
Ich begrüße solche spontanen Momente ganz gerne, wenn manchmal auch erst im Nachhinein betrachtet. Zu oft steckt man in einem Trott fest, da kommt ein leerer Akku bisweilen ganz gelegen.