Die Tage vor Weihnachten waren durch heftige Stürme in ganz Österreich gekennzeichnet. Wir hatten Glück, da es in Salzburg bzw. an dem Ort, wo ich wohne, nicht allzu heftig wurde, was die Böen anging. Zwar waren auch hier viele Einsatzkräfte unterwegs, vor denen ich nur immer wieder meinen Hut ziehen kann, ob der Gefahren, denen sich diese oft freiwilligen Menschen aussetzen, um anderen zu helfen. Es ist bewundernswert und man kann einfach nur dankbar sein, dass es diese Menschen gibt.
Bis auf ein paar verbogene Zäune und weggeblasene Dinge blieb am Haus allerdings alles unversehrt. Bei mir ist es allerdings so, dass solche Stürme mit der Zeit vor allem auch psychisch anstrengend werden, da ich immer etwas nervös bin. Kann natürlich auch daran liegen, dass sich meine Wohnung im Dachgeschoss befindet und ich daher nochmal mehr von den Windböen mitbekomme. Es macht mich unruhig – das dann über mehrere Tage zu haben, ist dann doch anstrengend.
Was mich aber im Nachgang interessiert, sind die Schäden, die der Sturm in den umliegenden Wäldern angerichtet hat. Meine typische Spazierrunde führt durch zwei Wälder und natürlich musste ich diese abgehen, sobald dies wieder gefahrlos möglich war.
Dort sah ich, zu welchen gewaltigen Kräften ein Sturm fähig ist. Dutzende Bäume wurden umgehauen und geradezu entwurzelt. Ich musste mich über und unter umgefallene Bäume hindurchkämpfen, um mir einen Weg durch den Wald zu bahnen. Ein abenteuerliches Unterfangen.
Die Arbeiten, die im Nachgang des Sturms noch notwendig sind, um ein halbwegs normales Bild wiederzubekommen, werden sicherlich noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Nicht nur in den umliegenden Wäldern, sondern auch die persönlichen Schicksale, die sich in diesen stürmischen Tagen ereignet haben.


