Sky Parking

Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich die Stimmung in einem Einkaufszentrum innerhalb weniger Tage ändern kann. War es vor Weihnachten im Europark noch sehr hektisch, alle Menschen voller Stress, so war es diese Woche ruhig, auch wenn eher viel los war.

Ich genieße es, entspannt durch Einkaufszentren wie den Europark zu schlendern, egal zu welcher Jahreszeit. Einfach nur die Menschen zu beobachten und wie sie sich verhalten, je nachdem, was gerade ansteht, ist faszinierend. Auch in Innenstädten oder der Salzburger Altstadt ist es herrlich, in einem Café draußen zu sitzen und die vorbeihuschenden Leute zu beobachten. Wenngleich ich vielleicht nicht viel brauche oder kaufen will. Manchmal reicht es schon, einen Kaffee zu trinken und spontan ein Buch mitzunehmen, oder ein paar alltägliche Erledigungen beim Interspar zu machen.

An dem Tag war es wunderbar sonnig, und ich entschied mich spontan auf das Parkdeck zu fahren. Das ist immer spannend, da die spiralförmige Auffahrt durchaus enge Stellen hat. Seit einigen Jahren gibt es sogar einen zweiten Stock darüber, das sogenannte Sky Parking. Bisher hatte ich mich noch nie dazu überreden können, hochzufahren, aber diese Woche passte es einfach.

Nachdem die etwas versteckte Auffahrt gefunden worden war, stellte sich schnell heraus, dass nicht viele sich die Mühe machen, hier rauf zu fahren. Vielleicht ein kleiner Geheimtipp, wenn wirklich mal wieder sehr viel los sein sollte und man keinen Parkplatz findet. Einfach so weit rauf fahren, bis es nicht mehr geht. Oben wird man dann, herrliches Wetter vorausgesetzt, mit einem schönen Ausblick über die Stadt belohnt.

Hier habe ich auch erst so richtig das rote Metallgestell (wie bezeichnet man diese Verzierungen wirklich?) zu schätzen gelernt. Denn soweit ich das beurteilen kann, dienen diese primär der Verzierung, wobei sie auch einem Zweck dienen könnten, um etwaige Dinge von den Autos fernzuhalten – wer weiß. Jedenfalls ist das Geflecht aus Metallverstrebungen und Netzen von dort oben noch einmal beeindruckender aus als von unten.

Es hat sich also gelohnt, sich mal vom üblichen Standard zu trennen und buchstäblich neue Höhen zu erschließen. Wenn auch nur im kleinen Rahmen.