Grundsätzlich bin ich der Idee von Vorsätzen nicht abgeneigt. Auch wenn ich es selbst eher als Ziele sehe, die ich im Laufe des neuen Jahres umsetzen oder erreichen möchte – Dinge, die vielleicht Zeit benötigen. Ein Vorurteil gegenüber Vorsätzen ist ja, dass man mit 1.1. alles ändert, und nach drei Wochen scheitert, weil es zu viele Vorhaben auf einmal waren. Ich sehe den 1.1. als einen neuen Anfang, als eine Art weißes Papier, auf das man fortan das eigene Jahr skizziert und mit Leben füllt.
Eines meiner Ziele ist, mit meiner Ernährung zu experimentieren. Dafür habe ich in den letzten Wochen von 2023 zum zweiten Mal und nun auch tatsächlich von vorne bis hinten Der Ernährungskompass von Bas Kast durchgelesen. Darin bereitet er die Erkenntnisse aus hunderten Studien und Experimenten kompakt und leicht verständlich auf. Er gibt darin aber nicht die eine Diät als empfehlenswert vor, sondern wägt die Ergebnisse gegeneinander ab, motiviert dazu, sich selbst auszuprobieren und die Ernährungsform zu finden, die am besten zu einem passt. Dabei gibt es natürlich gewisse Lebensmittel, die tendenziell für sehr viele Menschen eher zu meiden sind, andere, die man vorzugsweise in den Alltag integrieren sollte.
Vor allem gefällt mir sein Ansatz des Experimentierens und im weiteren Sinne damit den eigenen Körper besser kennenzulernen. Mal ein paar Wochen das ein oder andere weglasse und sehen, was passiert. Da ich bereits in der Vergangenheit diverse Dinge ausprobiert habe, kann ich für mich feststellen, dass mir eher eine Low-Carb-Ernährung mit Fokus auf die mediterrane Form davon am besten zusagen würde. In den nächsten Wochen werde ich daher diese immer mehr in meinen Alltag implementieren und Bas Kasts Empfehlungen dazu zurate ziehen.
Es geht nicht darum, von einem Tag auf den anderen alles zu ändern, da dies ein Scheitern garantiert. Ich will eher eine Ernährungsweise finden und umsetzen, die langfristig funktioniert. Dabei geht es nicht unbedingt um den Verzicht von etwas, sondern den Gewinn einer neuen kulinarischen Erfahrung und Palette. Oft ist es ja so, dass man im eigenen Alltag und Trott feststeckt und sich wenig bis keine Gedanken macht, welche Auswirkungen manche Lebensmittel haben können. Das Buch von Bas Kast erklärt dies sehr deutlich und nachvollziehbar. Ich bin schon gespannt, was mich an neuen Erkenntnissen erwartet. Außerdem hat er mich wieder zum Kochen motiviert, was ich in den vergangenen Monaten etwas aus den Augen verloren habe.
Es müssen nicht immer die großen, weltbewegenden Veränderungen sein, die man sich aufhalst. Manchmal reichen schon kleine Stellschrauben aus, die dann umso größere Auswirkungen haben. Genau an dem möchte ich mich ausprobieren. Da dies ein großes Projekt ist, halten sich meine anderen Ziele in Grenzen, genauer gesagt sind sie eine Fortsetzung dessen, was ich bereits im vergangenen Jahr getan habe. Apple Fitness Plus ist für mich durch das abwechslungsreiche Angebot weiterhin die perfekte Trainingsapp, und regelmäßig zu laufen hatte ich bereits wieder angefangen.
Das andere große Themengebiet, welches mich 2024 motiviert, abseits von Ernährung und Sport, sind Bücher. 2023 habe ich zwar nicht viele, aber dafür sehr abwechslungsreiche Bücher in die Hand genommen, seien es non-fiction oder fiction. Das will ich dieses Jahr auf jeden Fall beibehalten. Immerhin habe ich noch so einige Bücher in der Horus Heresy zu lesen, Star Wars The High Republic hat es mir angetan und diverse Sachbücher stehen ebenfalls schon auf der Liste. Abwechslung und den eigenen Horizont zu erweitern, könnte man hier als Ziel nennen.