Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass meine Aktion im November, als ich bei etwa sieben bis acht Grad im Garten stand und die Setzlinge meiner Efeutute neu eingesetzt habe, einen kleinen persönlichen Rekord aufstellte. Nun kann ich mit Freude berichten, diesen übertroffen zu haben.
Vor ein paar Wochen habe ich mir von einer anderen Grünpflanze, die schon etwas auswächst, ein paar Setzlinge herunter gezwickt und in ein Glas Wasser gesetzt. So treiben recht schnell Wurzeln aus. Ich bin ehrlich immer wieder überrascht, wie schnell das teilweise geht, und so konnte ich nicht mehr lange warten, um sie einzusetzen. Also habe ich bei null Grad draußen gestanden und die Setzlinge in die Erde gepackt. Da die Erde im Keller untergebracht ist, war diese nicht allzu kalt und ich hoffe, die drei Setzlinge überstehen den kleinen Kälteschock.
Aber sie sehen alle eigentlich einigermaßen gut aus und da die Wurzeln schon zwischen einem und vier Zentimeter lang waren, sollten sie sich in der frischen Erde recht schnell zurechtfinden.
Meinem Elefantenfuß, den ich ebenfalls aus einem Setzling heraus anzüchte und der in den vergangenen Monaten erstaunlich gut wächst, hat ebenfalls ein bisschen frische Erde obendrauf bekommen. Mit der Zeit setzt sich diese doch noch ein wenig ab und etwas frische Erde schadet ja nie.
Auf dem unteren Bild ist im Hintergrund der Weihnachtsstern zu sehen, den ich mir im Dezember beim Lagerhaus mitgenommen habe. Dieser hält sich noch erstaunlich stabil. Aber bei mir steht er weit weg vom Fenster in der Küche, wird durch ein Grow-Light mit 12 Stunden „Sonne“ versorgt und hat ein stabiles Klima, ohne jegliche Zugluft. Das hilft sicher, denn diese Pflanzen sind ja extrem empfindlich, wenn sie nicht immer unter denselben Bedingungen gehalten werden. Mal sehen, wie lange er sich noch hält. Eventuell wird der Weihnachtsstern ja zu einem Osterpflänzchen.
Das gelbe Fähnchen im Topf ist übrigens eine Insektenfalle, die ich gerne gegen die kleinen Fliegen verwende, die sich manchmal nicht vermeiden lassen und sich in der Erde einnisten. Ich habe schon so einige Klebefallen ausprobiert, auch welche mit Geruchsfläschchen und dergleichen, aber diese müssen schon perfekt platziert sein, um effektiv zu wirken. Meiner Erfahrung nach helfen die gelben Klebesticker am besten. Wenn der Befall sehr stark ist, verwende ich durchaus mehrere. Wer ebenfalls bisweilen mit diesen kleinen Nervensägen zu kämpfen hat – ich kann die gelben Klebefallen nur empfehlen.
