Zwischen den Welten

Was mich schon immer fasziniert hat, besonders wenn das Wetter so ist, wie gerade, sind die dünnen Frostschichten, die sich am Waldrand im Schatten bilden. Oder besser gesagt, die nicht verschwinden, sondern immer schön mit den Schatten mitzuwandern scheinen. Wenn es nachts unter null Grad sind, am Tag allerdings die Sonne scheint und es ein paar Grad Plus bekommt, kann man das besonders gut beobachten.

So war es, als ich letztens am Sonntag, recht früh am Vormittag, unterwegs war. Es ist an sich nichts Besonderes, im Schatten und am Waldrand bleibt es natürlich besonders kühl. Trotzdem ist es immer wieder interessant zu beobachten.

Zwei Welten, die nur ein paar Zentimeter voneinander entfernt sind, aber dennoch sehr unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Vielleicht auch mit verschiedenen Gefühlen verbunden sind. Die eine Seite in der warmen Sonne und auf der anderen im kalten Winter festsitzen – es hat etwas Magisches an sich.

Ich habe erst vor Kurzem das großartige Stephen King Buch Fairy Tale zu Ende gelesen, was meine Affinität zu diesem Thema und meine Gedanken daran vielleicht etwas manipuliert. In dem Buch geht es genauso um zwei Welten, die durch eine einfache Treppe miteinander verbunden sind, aber vollkommen unterschiedlich funktionieren. Vielleicht muss ich darüber auch mal gesondert berichten. Aber zwei Welten, die nur durch eine dünne Schicht voneinander getrennt sind, findet man ja vielleicht öfter. Man muss nur die Augen offen halten.