Wie es den geneigten Leser*innen vielleicht aufgefallen ist, verwende ich gerne kreativere Überschriften für meine Texte. Überschriften, die bisweilen zwar andeuten, worum es sich eventuell handeln könnte, aber nicht direkt darauf hinweisen. Bei meinen letzten Blogs habe ich das komplett anders gehandhabt. Zugegeben, diese waren darauf fokussiert, über Filme, Serien und vor allem Comics zu berichten. Die Texte waren größtenteils Rezensionen oder Essay-artige Schriften, die sich mit einem bestimmten Thema auseinandersetzen. Wie ich das gehandhabt habe, sieht man jeden Donnerstag. Am sogenannten Throwback Thursday veröffentliche ich immer einen alten Artikel, mit dem Ziel, eines Tages alles, was ich so im Laufe der Jahre geschrieben habe, hier gesammelt stehen zu haben. Seien es meine Artikel, die ich für meinen privaten Blog geek-planet geschrieben habe, oder aber Texte, die ich für die amerikanische Webseite rogues-portal verfasste, die sich seit ein paar Jahren geek’d out nennt.
Das Ziel dieser Webseite hier ist nicht das Rezensieren aller möglichen medialen Inhalte. Für einen täglichen Blog wäre das ein sehr schwieriges und zeitintensives Vorhaben. Hier ist mein primäres Anliegen eigentlich relativ simpel: jeden Tag einen Text veröffentlichen. Sei es darüber zu schreiben, was mich gerade beschäftigt, oder was ich am Wochenende erlebt habe. Themen, über die ich mir Gedanken mache oder (in selteneren Fällen) aktuelle gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Wobei sich ein gewisser Einfluss natürlich nie vermeiden lässt.
Gelegentlich sind natürlich Rezensionen ebenfalls Teil des Portfolios. Immerhin ist das mein Ursprung, wenn man so will. Egal, ob es Comics, Serien oder Filme sind. Ich beobachte mich aber immer wieder dabei, dass ich mir eher bestimmte Aspekte herauspicke, die ich in den Vordergrund dieser Rezensionen stelle. Das passiert besonders dann, wenn mich etwas besonders in den Bann zieht und ich mich eingehender damit beschäftigen möchte. Wie es zum Beispiel beim ersten Dune-Buch der Fall war, welches mindestens zwei Texte inspiriert hat (Von Kinobesuchen & Das erste Mal ist entscheidend).
Das ist ebenfalls ein Grund, warum ich mit den Texten nicht immer so eindeutige Überschriften geben möchte, da ich manchmal selbst nicht weiß, wohin mich das Schreiben führen wird. Denn der Titel steht häufig als erstes Fest und dient gleichsam als Ideengeber für den Text. Abschweifungen und dergleichen natürlich inbegriffen. Nur in den seltensten Fällen ändere ich tatsächlich den Titel eines fertigen Textes, der mir anfangs als geeignet erschien.
Seit ein paar Wochen verwende ich für meine Webseite das Plug-in Yoast SEO. Also eine Suchmaschinen-Optimierung. Diese solle dabei helfen, dass meine Webseite leichter gefunden wird, wenn man nach den Themen sucht, die in den Texten vorkommen. Das Plug-in sagt mir ständig, dass mein SEO-Score schlecht ist, weil die Keywords, die ich angebe, zu selten in den Texten vorkommen. Doch scheint es mir nicht zu meinem (aktuellen) Schreibstil zu passen. Vielleicht ändert sich das mit der Zeit, es mag ja durchaus vorkommen, dass man sich verändert, aber im Moment gefällt es mir so ganz gut.
Damit hätte ich nach über vier Monaten und 110 Texten endlich mal formuliert, worum es mir auf dieser Seite geht. Aber am Anfang ist das für mich nicht so recht greifbar gewesen. Ich wusste nur, ich will täglich schreiben, um meine kreativen Muskeln zu fordern. Der Rest hat sich im Laufe des Schreibprozesses entwickelt und wird sich weiterhin verändern, anpassen und entwickeln.