In letzter Zeit habe ich Sandwiches für mich entdeckt. Diese doch unterschätzte Form der Essenszubereitung hat es mir angetan, als ich vor nicht allzu langer Zeit nicht zum Abendessen gekommen bin. Ein Kinobesuch am früheren Abend, noch ein nettes Beisammensitzen danach und Philosophieren über das Gesehene ist eben etwas ausgeartet. Am nächsten Tag wollte die Arbeit wieder zeitig aufgesucht werden, da blieb keine Zeit mehr, sich etwas Leckeres zuzubereiten. Aber auf eines habe ich mich dann gewissermaßen die ganze Nacht über gefreut: Frühstück.
Also bin ich ein paar Minuten früher aufgestanden und habe mir ein wunderbares, üppiges Käsesandwich zubereitet, um es mir ins Büro mitzunehmen. Ein größeres Stück, über Nacht frisch aufgetautes Baguette (ich friere Brot immer ein, um stets welches parat zu haben) diente als Grundlage. Den Boden etwas mit Butter bestrichen, dann konnte das Belegen beginnen: ein paar Salatblätter, Tomatenscheiben, Paprika, ein in Scheiben geschnittenes Ei, viele Scheiben Tilsiter Käse und Radieschen. Garniert mit etwas Salz und Pfeffer. Es war fantastisch.
Diese Woche habe ich mir ein Sandwich mit gebratenem Wildlachs Filet belegt. Auch hier war die Grundlage ein Stück Baguette, darauf Salat, Zwiebel, Tomaten und noch weiteres buntes Gemüse. Nur dieses Mal keine Butter als Grundbaustein, sondern Senf. Erst war ich etwas skeptisch, als ich das las, aber es hat wirklich gut geschmeckt. Freund C. hat mich auf die Idee gebracht, mit einem Steaksandwich, das eventuell demnächst gemeinsam zubereitet wird.
Sandwiches sind sehr vielfältig und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Vor allem kann ich hier zwei Leidenschaften zusammenbringen: Brot und viel Gemüse essen, mit ein paar Proteinquellen dazu. Allein mit dem Brot kann man schon diverse Varianten entwerfen; ob man nun Toastbrot, Baguette, Vollkornbrot oder Semmeln verwendet, macht nicht nur vom Geschmack, sondern auch von der Konsistenz her einen Unterschied. Und der Belag kennt natürlich keine Grenzen. Ich bin begeistert.