Zeitsouveränes Schreiben

Ich muss gestehen, dass ich seit gut einer Woche keine neuen Texte für den Blog geschrieben habe. Das mag den geneigten Leser*innen nicht aufgefallen sein, weil trotzdem täglich Texte erschienen sind, aber das ist eben der Vorteil, wenn man vorarbeitet. Oder ich dachte zumindest, es wäre ein Vorteil. Irgendwie fehlt mir allerdings durch den großen Puffer die tägliche Frist. Nicht, dass ich gar keine Texte auf Halde haben möchte, aber nur ein paar Tage voraus zu sein fühlt sich irgendwie besser an als zwei Wochen.

Außerdem gibt es immer noch zeitlose Texte, die immer funktionieren und bei denen ich keinen direkten Bezug zu meinen alltäglichen Ereignissen herstellen muss oder möchte. Für Urlaube oder volle Tage ist es sinnvoll, ein paar Texte vorrätig zu haben und diese dann einzuplanen. Ich experimentiere eben noch damit, wie ich diesen Blog führen möchte. Wie es mir besser erscheint und wie es für mich am passendsten in den Alltag einzubauen ist. Auch welche Art von Texten ich schreiben möchte und welche Unmittelbarkeit ihnen zugehörig sein soll, ist ein offenes Ausprobieren.

Selbst dieser Texte wird fünf Tage gelegen sein, bis er auf dem Blog, also an genau dieser Stelle, veröffentlicht wird – das Wunder von Zeitreisen. Mich beschäftigt im Moment beispielsweise sehr das Spiel Elden Ring, über das ich eigentlich mehr berichten möchte. So etwas sollte dann durchaus zeitnah geschehen und nicht allzu weit in die Zukunft verschoben werden. Es ist mein erstes Souls-like Spiel des Herstellers FromSoftware und ich bin vollkommen begeistert. Es nimmt quasi meine komplette Freizeit ein. Aber das genieße ich auch. Davon möchte ich berichten, genauso wie von den Erfolgserlebnissen des Spiels: dass ich mich damit angefreundet habe, bei gewissen Gegnern eine Stunde zu brauchen, es zum Spiel dazu gehört.

Aber alles der Reihe nach. Für heute soll die Erkenntnis im Vordergrund stehen, dass zwei Wochen ein zu großer Puffer sind. Dann lieber Texte auf Vorrat schreiben, die jederzeit veröffentlicht werden können und diese so lange zurückhalten, bis sie benötigt werden. Der Monatswechsel scheint für diese neue Herangehensweise ein perfekter Zeitpunkt. Morgen ist es dann auch passenderweise der 150. Text. Es leben die Zufälle.