Zustellungsprobleme

Eigentlich sollte ich diese Woche ein Paket bekommen. Ich habe die Post-App am iPhone installiert, die erstaunlich akkurat funktioniert und immer frühzeitig Bescheid gibt, wenn eine Zustellung ansteht oder sich ein Paket ankündigt. So sollte dieses spezielle Paket also am Montag zugestellt werden; der Status änderte sich im Laufe des Vormittags entsprechend. Es wurde allerdings nicht zugestellt.

An sich kein Problem, ich bin ein ruhiger Fahrer (wie der Held der Steine zu sagen pflegt) und ging davon aus, dass sie viel zu tun haben, nicht mehr bis zu uns gekommen sind. Wird es wohl am nächsten Tag zugestellt. So war es übrigens die Woche davor. Nichts Unübliches also. Der Masse an Paketen und dem Mangel an Personal geschuldet. Alles verständliche Gründe, warum es etwas länger dauern könnte und damit habe ich kein Problem. Grundsätzlich bin ich immer ein Fan davon, nichts Böswilliges zu unterstellen, ruhig an eine Sache heranzutreten, sich Zeit zu lassen – vielleicht nachfragen, wenn notwendig.

Am Dienstagabend kam aber dann die Statusmeldung, dass die Zustellung verspätet sei. Grund dafür: das Paket wurde beschädigt und der Inhalt muss überprüft werden. Das hatte ich bis jetzt bisher nicht. Wiederum ging ich davon aus, dass man sich das Paket in der Oberndorfer Postfiliale ansehen würde, in eine neue Umverpackung gibt und mir am nächsten Tag zustellt. Zwei Tage änderte sich der Status allerdings nicht, also fragte ich nach.

Fun Fact: Die Chatfunktion auf der Webseite der Post ist erst ab 12 Uhr Mittag verfügbar. Die Öffnungs- und Servicezeiten von Ämtern und Post sind immer wieder erstaunlich. Jedenfalls befragte ich die nette Dame am anderen Ende der Chat-Leitung, wie es nun weitergehen würde. Ein paar mehr Informationen wären nicht schlecht. Die überraschende Aussage war, dass das Paket in das Verteilzentrum nach Salzburg geschickt, dort der Inhalt geprüft und schließlich darüber entschieden wird. Was genau entschieden wird, weiß ich leider nicht, nur dass es bis zu drei Wochen dauern kann.

Bei aller Liebe finde ich drei Wochen für solch einen Vorfall nicht tragbar. Vor allem nicht, dass der Inhalt meines Pakets von Personen begutachtet und geprüft wird, die mit der Materie wahrscheinlich nichts zu tun haben. Wie können sie den Inhalt und seine Tüchtigkeit prüfen? Was machen die drei Wochen lang damit? Viel einfacher wäre es doch, mir einen Zettel in den Briefkasten zu werfen, mit der Information, dass mein Paket beschädigt wurde und ich dieses doch bitte in der Filiale begutachten sollte. Von mir aus kann dabei auch gerne ein*e Mitarbeiter*in zusehen und man sieht sich das gemeinsam an. Dann kann man immer noch eine Entscheidung darüber fällen, wie damit weiter vorgegangen wird.

Meinen Unmut darüber, wie in solch einem Fall verfahren wird, habe ich in einer entsprechenden E-Mail-Adresse an den Service geschrieben. Natürlich nett und höflich formuliert – selbst wenn man sich über eine Situation ärgert, gibt es keinen Grund, unnötig arglistig zu werden. Ich bin auf die Antwort gespannt, wenn überhaupt eine kommt. Und ob ich jemals mein Paket bekommen werde.