Am vergangenen Wochenende hatte ich mal wieder eine Führung durch Salzburg. Dieses Mal ging es durch die Linzer Gasse und welche Geschichten sich an diesem Ort so zugetragen haben. Ich gehe fast jede Woche durch die Linzergasse, aber dass an einem Gebäude hoch über den Köpfen ein Pferdekopf hängt, ist mir noch nicht aufgefallen. Oder dass an einem anderen Gebäude ein Gedicht eines Künstlers verewigt ist. Es erstaunt mich immer wieder, welche Details man bei solchen Führungen entdeckt, an denen man bereits unzählige Male vorbeigelaufen ist.
Es war wieder eine Führung, geleitet von Irene Gramel. Sie gehört zu den besten Guides der Stadt und wenn eine Führung normalerweise eineinhalb Stunden dauern würde, kann man mindestens 15 Minuten dazurechnen. Was nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, da sie scheinbar zu jeder Ecke Anekdoten der Geschichte wiederzugeben weiß. Außerdem weiß sie es, diese Geschichten spannend und unterhaltsam zu erzählen. Das Wissen, das sich all die Guides aneignen, die durch Salzburg führen, muss gewaltig sein.
All die Jahreszahlen, Personen, Hintergründe und Details, die sie in den jeweiligen themenspezifischen Führungen wiedergeben, sind aber wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. Dahinter steckt sicherlich ein viel umfangreicheres Wissen. Wer einmal die Möglichkeit hat, eine entsprechende Führung mitzumachen, ich kann es nur empfehlen.
Und es muss natürlich nicht nur in Salzburg sein. Die eigene Stadt oder die eigene Umgebung durch dieses einfache Mittel besser kennenzulernen, schadet nie. Vor allem abseits der touristischen Angebote findet man immer wieder interessantes, das sich eher an die Bewohner*innen der Umgebung richtet. Für Ende des Monats habe ich mir bereits einen Platz in der Führung »Liebe, Intrigen, Skandale & Affären« reserviert. Ich erwarte mir spannende Einblicke in den Klatsch und Tratsch der Geschichte Salzburgs.