Eigentlich hatte ich heute (ich schreibe diese Zeilen am Dienstagabend) nicht mehr vor, einen Text zu verfassen. Den ganzen Tag über hatte ich stets leichte Kopfschmerzen, vielleicht Migräne, und war eigentlich froh, nichts weiter geplant zu haben und einen entspannten Abend auf der Couch mit Elden Ring und einem Video von Jokerface zu verbringen. Doch man weiß ja nie, wann die Inspiration zuschlägt, und wenn sie es tut, sollte man diese auf jeden Fall nutzen.
Inspiriert wurde ich von einem YouTube-Video von YNAB – you need a budget. Hierbei handelt es sich um eine fantastische Finanz-Software, von der ich bereits einmal berichtet habe (Impulskontrolle mit YNAB). Diese App verhilft mir jeden Tag zu einer geistigen Ruhe und einem Gefühl der Kontrolle, was meine finanzielle Situation angeht; ich kann es kaum in Worte fassen. Mit knapp über 100 € Abo-Kosten im Jahr ist YNAB zwar die mit Abstand teuerste App, die ich regelmäßig in Verwendung habe, doch das unten verlinkte Video hat mir mal wieder gezeigt, warum ich dieses Geld gerne ausgebe.
Es geht nämlich nicht nur darum, dass ich mit YNAB in der Lage bin, jedem Euro einen Job zu geben. Oder meine Ausgaben immer im Blick habe und welche Kosten in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten auf mich zukommen – es geht darum, dass dieses Unternehmen es schafft, um das trockene Konzept »Budget« einen kompletten Lebensstil, eine komplette Lebenseinstellung aufzubauen. Diesen positiven Vibe – ein besseres Wort fällt mir gerade nicht ein – diese Idee eines Lebensstils, den man um die Idee dahinter aufbauen kann, ist aber immer wieder hart erarbeitet. Denn wenn man etwas täglich nutzt, wird es zur Routine.
Routinen haben ihre Vorteile, aber können zur Folge haben, dass wir eventuell eine Selbstverständlichkeit gewissen Dingen gegenüber entwickeln, worum es sich auch immer handeln möge. Deshalb bin ich sehr froh, dass YNAB einen fantastischen YouTube-Kanal pflegt. Immer wieder bin ich erstaunt über die Inhalte der Videos, die vor allem Hannah und Ben – meine beiden absoluten Favoriten von dem Kanal – parat haben. Besonders erstaunt mich immer wieder, dass sie bereit sind, Privates mit den Zuschauern zu teilen. So wie es Ben eben in dem aktuellen Beispiel tut und eine durchaus inspirierende Geschichte erzählt.
Und genau deshalb gebe ich das Geld für die App gerne aus. Es ist nicht nur die Nützlichkeit, die sich jeden Tag aufs Neue zeigt, oder das Gefühl der Kontrolle. Nein, es sind die Menschen dahinter, die es zu einem sympathischen Unternehmen machen. Es steckt kein großer Name eines Megakonzerns dahinter, sondern die Mitarbeiter*innen schaffen es, dass YNAB familiär und nahbar wirkt. Weil sie es zu einem gewissen Grad auch sind.
Ben berichtet in dem Video unter anderem davon, wie er ein neues Selbstbewusstsein in sich entdeckt hat, von dem er nicht wusste, dass er es hat. Daraus leitet er dann geschickt ab, dass es wichtig ist, die kleinen Erfolge zu feiern. Es müssen nicht immer die großen Sprünge sein, die weltbewegenden Ereignisse, die wir hervorheben – manchmal sind die »kleinen« Erfolge die Besten. Jeden Tag lässt sich einer finden, wenn man nur gewillt ist hinzuschauen. Jedes Ziel ist es wert verfolgt zu werden, wenn es einem wichtig genug erscheint, auch wenn es vielleicht nicht nachvollziehbar ist für andere. Vor allem sollte es nicht davon abhalten, zu feiern, wenn man dieses Ziel erreicht hat.
Eines meiner Ziele ist es, einen täglichen Blog zu betreiben – jeden Tag einen kleineren oder größeren Text zu verfassen. Ich bin mir selbst noch nicht zu 100 % sicher, warum oder wofür, aber die kreative Herausforderung tut mir gut und ich will es mir selbst beweisen, es zu können. Manche mögen das vielleicht nicht nachvollziehen können, aber mir ist es wichtig. Und dank eines kleinen Videos, eines kleinen Unternehmens, bin ich inspiriert worden, mich am Ende eines anstrengenden Tages doch noch hinzusetzen und noch ein paar Worte niederzuschreiben.