Die Küche aufräumen

Neben dem Keller oder Dachboden, je nachdem was man hat, gehört die Küche wohl zu den aufwendigsten Räumen bei einer Aufräumaktion. Es sind viele Schubladen, Schränke und anderer Stauraum involviert. Die Dinge, die sich darin finden, fangen bei Geschirr, Töpfen, Pfannen, vergessenen Küchengeräten und diversen Schneidbrettern an und enden irgendwo bei den unterschiedlichsten Nahrungsmitteln, in den verschiedensten Formen; Dosen, Nudeln in Plastiksäcken oder Kartonverpackungen, Mehl in den verschiedenen Mengen, Säften, Schokolade, Nüsse oder all das, was ich jetzt nicht aufzählen will. Es hat jede*r ein eigenes Bild davon.

Aber trotzdem ist es alle paar Jahre einmal notwendig auszusortieren und die Schubladen und Schränke zu reinigen. Das habe ich vergangenes Wochenende endlich nachgeholt. Schon seit längerem hätte ich es mir vorgenommen, aber es schien doch immer ein Berg zu sein, den ich nicht besteigen wollte. Wie so oft ist aber lediglich der Anfang schwer, denn einmal begonnen, ging es relativ flott dahin. So groß ist meine Küche dann auch nicht und die Sachen schnell ausgeräumt.

Bei den Lebensmitteln wurden die paar abgelaufenen oder seit Jahren im Schrank verstaubende Dinge entsorgt, der Rest in einem leicht überarbeiteten System wieder eingeräumt. Gleiches mit den Küchengeräten, wobei ich hier natürlich nichts entsorgt, sondern einfach nur anders eingeräumt habe, sodass es mehr Sinn ergibt. Über die Jahre entwickelt man ein eigenes System und weiß immer besser, wo welche Dinge hin sollten und bei einer Aufräumaktion lässt sich dieses System nochmal etwas verfeinern.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und habe alles gut untergebracht. Ein limitierter Platz ist immer für Kreativität in den Lösungsfindungen gut und verhindert, dass sich zu viel anhäuft. Außerdem habe ich mal wieder gesehen, was man sich so über die Jahre zugelegt hat und welche Dosen-Sachen noch übrig sind (besonders Bohnen, Kichererbsen und dergleichen sind noch einige da), die ich auf jeden Fall in nächster Zeit aufbrauchen möchte.

Dahingehend scheinen sich Keller und Küchen ebenfalls zu ähneln: Man kauft sich etwas, von dem man überzeugt ist, es zu benötigen, weil es gut für einen ist oder es attraktiv erscheint, aber am Ende wird es eingelagert und für viel zu lange Zeit mitgeschleppt, ohne es wirklich zu beachten. Von daher wollen doch einige Dinge aufgebraucht werden, in den nächsten Wochen. Auch ein Vorteil von Lebensmitteln in Dosen: sie halten recht lange und es wird so nicht verschwendet, sondern kann jederzeit verwendet werden.

Die Aufräumaktion in der Küche war für mich also ein voller Erfolg. Ich bin froh es endlich durchgezogen zu haben und fühle mich nun wieder wohler darin. Mal sehen, was ich mir als Nächstes vorknöpfe. Vielleicht landen ja ein paar Dinge auf Willhaben, die ich nicht mehr benötige. Es ist immer schön, wenn jemand anderes Freude mit Dingen hat, die man selbst nicht mehr benötigt oder zu belasten drohen. Aber dazu, ein anderes Mal mehr.