Rechnungen einreichen

Diese Woche endete meine aktuelle Physiotherapie-Phase nach der sechsten Stunde. Die Physiotherapeutin hat sich viel um meinen Kopf gekümmert, um dort Verspannungen zu lösen und auch die Schultern massiert. Es war sehr angenehm und ich denke, dass es durchaus etwas geholfen hat. Bei Physiotherapie ist das ja manchmal nicht so einfach zu sagen. Gelegentlich dauert es eine Weile, bis sich die Wirkung voll entfalten kann. Man muss die Übungen weitermachen, die einem gezeigt werden, und auf so manche Dinge achten. Was die Übungen anbelangt, muss ich mich selbst am Riemen reißen. Zwar trainiere ich regelmäßig, fast täglich, um ehrlich zu sein, aber wenn es dann um die konkreten Übungen aus der Physiotherapie geht, tue ich mir etwas schwer. Der Trick ist vielleicht, diese Übungen in den Alltag zu integrieren. Man muss nicht gleich alles auf einmal machen, und so über den Tag verteilt hilft es vielleicht sogar mehr.

Was ich in einer der letzten Stunden erfahren habe, ist, dass die Technik, die sie angewendet hat, »Cranio« genannt wird. Dabei wird mit verschiedenen Druckpunkten gearbeitet, während man selbst versucht, sich so gut es geht zu entspannen und die Muskeln locker zu lassen. Dadurch sollen sich die Verspannungen lösen. Das locker lassen gelingt mal mehr, mal weniger und es arbeitet doch stets einen Tag auf jeden Fall nach, aber im Großen und Ganzen eine interessante Erfahrung. So eine Therapie hatte ich noch nicht und wenn es hilft, bin ich gerne bereit, auch mal neue Dinge auszuprobieren.

Was mich nach der Therapie begeistert hat und was mittlerweile hervorragend funktioniert, ist das Einreichen der Rechnung bei der österreichischen Gesundheitskasse. Einfach die Rechnung, die Überweisung und die Bestätigung der Physiotherapie hochladen und man bekommt innerhalb weniger Wochen das Geld zurück – zumindest zu einem gewissen Teil. Das geht zwar schon seit Jahren und mache ich immer wieder, wenn ich entsprechende Rechnungen habe; trotzdem muss man bisweilen die guten Dinge ebenso hervorheben. Es ist einfach, unkompliziert und funktioniert.

Dabei habe ich mir auch wieder in Erinnerung gerufen, dass man sich mit der ID Austria App mittlerweile sogar ausweisen kann. Der Führerschein ist dort hinterlegt und kann bei einer Verkehrskontrolle oder ähnlichem vorgezeigt werden. Wenn man dann noch die entsprechenden Bezahlmethoden am Smartphone eingerichtet hat, kann man also mittlerweile wirklich fast alles zu Hause vergessen und kommt trotzdem noch gut durch unsere Welt.

Ich empfinde es als lustig, wenn Menschen den Ausdruck »Es ist [aktuelle Jahreszahl einfügen], da muss das doch möglich sein?!« verwenden. Und ja, zumeist haben sie recht und ich benutze den Ausspruch selbst gelegentlich, doch nur weil es ein bestimmtes Jahr ist, muss nicht gleich etwas automatisch funktionieren. Ja, wir sollten in gewissen Bereichen weiter sein, aber das hat nichts mit dem Jahr zu tun, sondern eher mit dem, welche Erwartungen wir an die unsere selbst erschaffene, moderne Welt haben. Aber das führt jetzt zu weit. Eigentlich wollte ich nur meine Begeisterung dafür teilen, dass man nicht mehr Dokumente in der Gegend herumschicken muss, sondern sie online einreichen kann. Es sind eben manchmal die einfachen Dinge.