Cult of the Lamb

Bevor ich mich dem Elden Ring DLC Shadow of the Erdtree widme, mache ich eine kleine Pause von den Zwischenlanden. Immerhin habe ich in den vergangenen Wochen und Monaten gut 200 Stunden in das Spiel investiert. Zwar bin ich Elden Ring noch nicht überdrüssig, aber immer nur das Gleiche nutzt sich irgendwann ab. Das will ich auf jeden Fall verhindern. Deshalb habe ich mich einem komplett anderen Spiel gewidmet. Cult of the Lamb habe ich vor ein paar Jahren bereits angespielt. Damals besaß ich noch eine Nintendo Switch und war eigentlich recht angetan. Doch die Switch ist schon lange verkauft, also musste eine neue Version des Spiels angeschafft werden. Zum Glück gibt es seit ein paar Monaten ein PS5-Update des Spiels mit neuen Inhalten und Ergänzungen.

Wer schon immer mal einen eigenen Kult oder eine Sekte gründen wollte, ist mit Cult of the Lamb definitiv an der richtigen Stelle. Man spielt ein Lamm, das geopfert werden soll, jedoch von einem mysteriösen Unterwelt-Gott „gerettet“ wird. Daraufhin muss man einen Kult zu Ehren dieses Gottes aufbauen, um diesen von seiner Gefangenschaft zu befreien. Dabei bleibt den Spieler*innen selbst überlassen, wie sie ihre Anhänger behandeln. Wichtig ist nur, dass sie reichlich Glauben in ihren Anführer haben, nicht verhungern und es halbwegs sauber in der Community haben.

Es ist ein fantastisches, absurdes Spiel, das durchaus seine Herausforderungen hat. Man kämpft sich beispielsweise durch verschiedenste kleine Level, schaltet Ressourcen frei und findet auf dem Weg neue Mitglieder für den eigenen Kult. Außerdem werden neue Orte freigeschaltet, an denen man zum Beispiel fischen kann oder andere NPCs trifft, für die man Aufgaben erledigt und dadurch Belohnungen bekommt. Allein schon sich um die Basis und die eigenen Anhänger*innen zu kümmern macht Spaß. Wenn ein Spiel mir ermöglicht, auf dem Spektrum zwischen Gut und Böse zu wandern, tendiere ich meist doch für die gute Hälfte. So auch hier, wo man sich um die Kreaturen kümmert, die einen anbeten. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Es macht das Spiel nochmal unterhaltsamer, dass es sich nicht um Menschen handelt, sondern anthropomorphisierte Kreaturen. Die Gesichter und Köpfe sind an Tieren angelehnt; jetzt erhält das Spiel ein herrlich Comic-artiges Design. Überhaupt ist Cult of the Lamb fantastisch konzipiert – mit viel Liebe zum Detail. Die Welten, die man erkundet und freischaltet, sind abwechslungsreich; die Gebäude sehen nicht nur zweckmäßig aus, sondern haben den Anschein, als wären sie von jemandem so in dieser Welt gebaut worden. Es ist ein kurzweiliges Spiel, wo man vereinzelt mal 30 Minuten reinspielen kann, um sich um den Kult zu kümmern oder aber einige Stunden mit Erkundungen, Missionen und Aufgaben der Anhänger verbringt.