Ein Laser im Auge

Vor mittlerweile über 10 Jahren habe ich mir meine Augen Lasern lassen. Es war eine der besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe. Und es gehört zu den besten Investitionen. Die Lebensqualität, die ich dadurch gewonnen habe, möchte ich nicht mehr missen. Relativ spät habe ich überhaupt erst gemerkt, dass ich eine Brille benötige. Es war in der ersten Klasse der HTL, als ich plötzlich nicht mehr vorne, sondern in der letzten Reihe saß und immer bei einem Kumpel die Texte von der Tafel und anderen Quellen abschreiben musste, weil alles unscharf war.

Es ist schon erstaunlich, wie man sich die eigene Realität ausmalt und wahrnimmt. Denn für mich war das, was ich sehe, vollkommen normal. Ich hatte keine größeren Probleme, die Menschen konnte ich noch erkennen und lesen sowieso. Ich war kurzsichtig und hatte am Ende maximal knapp unter drei Dioptrien. Von daher war ich nicht besonders eingeschränkt, aber man merkt es durchaus. Nachdem ich dann zu arbeiten angefangen habe, stand für mich schnell fest, dass ich mir die Augen Lasern will, um meine Brille loszuwerden. Ich war nie wirklich zufrieden mit einem Modell und es hat mich doch zu einem gewissen Grad immer gestört. Also musste sie weg.

Den Eingriff habe ich in München machen lassen, weil es preislich einen gewaltigen Unterschied ausmachte, ob ich es dort oder in Salzburg machen ließ. Die Klinik in München war um die Hälfte günstiger als die in Salzburg. Ob es heute allerdings noch genauso ist, weiß ich nicht. Ich war jedenfalls sehr zufrieden. Vor allem, weil sie vorsichtig waren, was neue Techniken bei dem Eingriff angeht. Das hat auf mich durchdacht und nachvollziehbar geklungen und einen Teil des Vertrauens in das Unternehmen ausgemacht.

Ein Beispiel: Um die Korrektur vorzunehmen, muss man quasi die vordere Schicht des Auges wegklappen. Um das zu erreichen, kann man entweder mit einem kleinen Messer oder einem Laser einen kreisförmigen Ausschnitt machen. Die Technik mit dem Messer, die furchtbar unangenehm ist, aber eben damals eine bewehrte Methode darstellte, war sicher und hat bei mir wunderbar funktioniert. Ob der Laser auch entsprechend unangenehm ist, weiß ich nicht. Aber ich vermute, um das Saugnapf-ähnliche Ding kommt man nicht herum. Details erspare ich an dieser Stelle.

Die Korrektur verlief auf jeden Fall hervorragend und ich habe heute, über 10 Jahre später, immer noch 125 % Sehvermögen. Vor zwei Jahren bin ich mal wieder beim Augenarzt gewesen, der war sehr erstaunt über die Gründlichkeit des Eingriffs und dass man kaum Spuren davon sieht. Was mich natürlich sehr beruhigt hat. Arzttermine schiebt man ja gerne mal etwas vor sich her, aber am Ende zahlt es sich doch immer aus, und man weiß etwas mehr über sich selbst.

Die Augen sind etwas unfassbar wichtiges und kostbares, auf das man acht geben sollte. Ich bin sehr froh, mich damals für die Korrektur meiner Fehlsichtigkeit entschieden zu haben und dass alles so gut verlief. Etwas, das natürlich ebenfalls geholfen hat, mich nicht vor dem Eingriff zu drücken, ist, dass ich mich nicht so sehr mit den Konsequenzen beschäftigt habe. Natürlich geben die Ärzt*innen einen Überblick, welche Gefahren auf einen zukommen können und dergleichen, aber gehen nicht so sehr ins Detail, wie es vielleicht manche Erfahrungsberichte tun. Sie berichten objektiv, was genauso richtig ist. Darüber war ich am Ende ganz froh. Denn gelegentlich ist Unwissenheit wahrlich ein Segen.