Zum Zeitpunkt, wo ich diesen Text schreibe, habe ich etwa 15 bis 20 Stunden in Shadow of the Erdtree gesteckt. Das DLC zu Elden Ring ist großartig und hat meine hohen Erwartungen übertroffen. Im ersten Gebiet habe ich mich noch komplett alleine durchgeschlagen, ohne Guides oder Maps oder sonstige Hilfsmittel. Dieses Konzept, das Spiel selbst zu erleben und nicht zu wissen, was mich auf der anderen Seite eines Nebeltores erwartet, behalte ich auch bei. Ich bahne mir meinen eigenen Weg durch die Schattenlande. Aber ich komme nicht umhin, diverse Ressourcen zu verwenden oder in die Videos von ein paar YouTubern hineinzuschauen. Welche das sind, will ich heute durchgehen.
Was die Let’s Plays und Walkthroughs auf YouTube angeht, sind es natürlich die üblichen verdächtigen: Jokerface und TheRadBrad. Bei Bushy schaue ich zwar ebenfalls gelegentlich rein, aber seine Videos spare ich mir auf, wenn ich mit meinem ersten Durchlauf fertig bin. Was mich tatsächlich am meisten interessiert, ist, wie die Reise von anderen aussieht. Denn das Spiel hat immer wieder Abzweigungen und bietet alternative Routen. Geht man direkt in die Shadow Keep am Scadu Altus oder biegt man vorher rechts ab und kämpft sich durch Bonny Village und den anschließenden Berg. Jede*r findet einen eigenen Weg und das ist das großartige an Elden Ring: Es gibt nicht den einen richtigen Kurs.
Wenn ich ein Gebiet mehr oder weniger abgegrast habe und meine alles gemacht zu haben, werfe ich parallel immer einen Blick auf die interaktive Wiki-Karte, um sicherzugehen, dass ich nichts Wichtiges verpasst habe. Seien es Dungeons, die sich in einem dunklen Eck verstecken oder Gegenstände, die auf Dächern warten, eingesammelt zu werden. Das Wiki ist eine hilfreiche Seite für alle möglichen Situationen. Man merkt auch, dass Shadow of the Erdtree noch frisch ist, da manche Seiten noch gar nicht befüllt sind oder spärlich.
Das ist es, was ich früher meinte, dass Shadow of the Erdtree eine Community-Erfahrung sein kann. Genau so fühlt es sich aktuell an. Alle Spieler*innen erleben das Spiel zwar auf ihre eigene Weise, aber alle zur gleichen Zeit. YouTube und Webseiten füllen sich allmählich mit Informationen, es werden Erfahrungsberichte auf Reddit ausgetauscht. Es ist fantastisch.
Einen YouTube-Kanal, den ich besonders empfehlen möchte, da er mir mit Shadow of the Erdtree besonders positiv aufgefallen ist, ist Doms Roundtable (http://www.youtube.com/@DomsRoundtable). Die Art von Videos, die er macht, sind darauf bedacht, die Spieler*innen durch das DLC zu führen. Das macht er auf unterschiedliche Weise. Eine Video-Reihe beschäftigt sich mit Dingen, die man eventuell verpasst hat, wobei er die Gegenden mehr oder weniger chronologisch durchgeht. Dann empfiehlt er builds, die man probieren kann, erzählt von seinen Vorgehensweisen und so weiter. Es ist ein großer Fundus an Informationen, unterhaltsam sowie kurzweilig aufbereitet und es erscheinen aktuell fast jeden Tag neue Videos.
Mir gefallen in Elden Ring die vielen Möglichkeiten, den eigenen Charakter zusammenzustellen, sehr. Sei es die Waffengattung, Rüstung, ob man eher als Krieger oder Magier unterwegs sein will, welche Geister man sich zu Hilfe ruft und so weiter. Aber diese Fülle an Möglichkeiten ist schnell überwältigend. Da finde ich solche Kanäle, die Tipps geben, wie man einen Charakter ausstatten kann und welche Kombinationsmöglichkeiten besonders wirkungsvoll sind, sehr hilfreich. Besonders, wenn ich später bei einem New Game+ alle Gegenstände von Anfang an zur Verfügung habe.
Ich bin schon gespannt, wie lange ich für meinen ersten Durchlauf benötigen werde. 50 Stunden sind sicherlich nicht untertrieben. Insofern freue ich mich noch auf sehr viele schöne, manchmal frustrierende, aber stets herausfordernde Stunden im Realm of Shadow.