Am Mittwoch habe ich mein Rad endlich eingeweiht, nachdem es mir am Montag leider nicht ganz so gut ging. Dafür kamen bis Mittwoch die beiden Lampen, der Handyhalter und eine kleine Satteltasche an, die dann gleich montiert wurden. Auch wenn es ein sonniger Tag ist, wie an jenem Mittwoch, habe ich zumindest gerne das Rücklicht montiert und eingeschaltet, damit ich in dunkleren Umgebungen, wie Waldstücken oder dergleichen, gut zu sehen bin. Die Satteltasche dagegen ist praktisch, um für Notfälle etwas Geld dabei zu haben und ein paar Kleinigkeiten unterzubringen.
Da es wieder ein warmer bis heißer Tag werden sollte, bin ich in der Früh bereits um kurz vor sieben Uhr losgefahren. Es war angenehm kühl, die Sonne schien bereits und auf den Straßen war vergleichsweise wenig los. Nach einer kleinen Aufwärmrunde und um wieder ein Gefühl fürs Radfahren zu bekommen, bin ich in Richtung Nussdorf abgebogen. Dort gibt es eine schöne lange, halbwegs gerade Straße, die ich entlanggefahren bin. Ich fahre zwar prinzipiell eher ungern auf Bundesstraßen, aber um am Anfang einer Rad-Session Strecke gutzumachen, ist es natürlich sehr praktisch.
Bei Lamprechtshausen bin ich dann auf kleinere Nebenstraßen ausgewichen und habe etwas die Gegend erkundet. Um den Rückweg zu finden, orientiere ich mich, zumindest wenn ich von dieser Seite her komme, am hohen Schornstein einer Fabrik in Ostermieting. Den sieht man aus Kilometer weiter Entfernung und kann sich hervorragend dadurch einen Weg suchen. Schließlich bin ich über Eching und Vollern wieder nach Hause gefahren. Eine wunderbare Strecke, die herrliche Ausblicke bietet und Freude macht beim Fahren. Denn man fährt den ein oder anderen Hügel hinauf, um kurze Zeit später diesen wieder hinabzustürzen. Wirklich fantastisch.
Einziger Wermutstropfen sind Autofahrer, die partout keine Geduld für Radfahrer aufbringen möchten. Lkw-Fahrer sind da um einiges geduldiger, müssen sie auch sein, wenn man entsprechende schwere Geräte durch die Gegend bewegt. Aber Autofahrer drängen sich teilweise an einem vorbei, dass ich manchmal Sorgen mache, sie würden mich noch mit ihren Spiegeln streifen. Einer hatte sogar die Anmaßung, mich anzuhupen. Dabei war an dieser Stelle eine Bushaltestelle rechts von mir, eine Verkehrsinsel links, in der Mitte der Fahrbahn, und Gegenverkehr. Wie sich dieser Wahnsinnige vorstellte, in dieser Situation überholen zu wollen, bleibt wohl für immer sein Geheimnis.

Aber davon darf man sich weder unterkriegen lassen noch den Tag vermiesen. Es war eine großartige Fahrt. Insgesamt bin ich auf knapp über 40 km gekommen, in unter 2 Stunden. Eine durchaus beachtliche Leistung für meine erste Radtour, die ich seit langem unternommen habe. Im Urlaub will ich auf jeden Fall noch mindestens eine Runde fahren. Vielleicht suche ich mir sogar im Vorhinein ein Ziel heraus. Denn normalerweise fahre ich einfach darauf los und lasse mich überraschen, wo es mich hinzieht. Aber ein konkretes Ziel vor Augen zu haben, kann natürlich ebenso reizvoll sein.

