Gaming Controller III

Ich wollte wirklich nicht, dass sich das Thema zu einer Art Kolumne entwickelt, aber manchmal liegen die Dinge eben außerhalb meiner Kontrolle. Was bisher geschah, können die geneigten Leser*innen an folgenden Stellen nachlesen: Gaming Controller und Gaming Controller II.

Die gute Nachricht ist, dass mittlerweile der tatsächlich neue Controller angekommen ist und hervorragend funktioniert. Zwar haben die Xbox Elite 2 durchaus ihre Schwächen, wenn es um die Haltbarkeit gewisser Tasten geht, und die Thumbsticks könnte man durch welche mit Hall-Effekt-Sensoren ausstatten, um die Langlebigkeit zu erhöhen, aber für den Preis sind es fantastische Controller. Außerdem bekommt man (hoffentlich) guten Support, wenn wirklich etwas kaputtgehen sollte – aber dazu gleich mehr.

Was ich empfehlen kann, ist, dass man die Controller gleich mal auf der Xbox-Webseite aktiviert und so mit dem eigenen Account verknüpft. So hat man immer eine gute Übersicht, ob sie noch in der Garantie sind. Ist der Controller dann mit der Xbox-Konsole verbunden, muss man häufig erstmal ein Update durchführen. Das hat bei mir allerdings nicht allzu lange gedauert. Anschließend noch die Profile, die man sich für die Tastenbelegungen gespeichert hat, darauf speichern und schon kann es losgehen. Es ist herrlich, wie klicky ein neuer Controller ist und wie satt sich die Tasten anhören. Das macht einfach Freude. Soweit zum neuen Elite 2.

Den alten wollte ich nun also einschicken und habe dafür einen Service-Auftrag auf der Xbox-Webseite gestartet. Das Versandlabel kam kurze Zeit später per E-Mail. Ausgedruckt musste ich allerdings feststellen, dass es sich um ein deutsches Versandetikett handelt und nicht eines für den Versand aus Österreich. Ich habe schon des Öfteren festgestellt, dass mein Xbox-Account scheinbar eine schizophrene Ader hat, der irgendwie mit meiner österreichischen Adresse klarkommt, aber trotzdem noch auf irgendeine Art in Deutschland verankert ist? Keine Ahnung.

Jedenfalls hatte ich ein deutsches Versandetikett und musste das Paket irgendwie loswerden. Zum Glück wohne ich in Grenznähe, aber die Deutsche Post ist an sich ja eine ähnliche Katastrophe wie die Bahn, von daher sah ich mich nicht in der Lage, eine Filiale ausfindig zu machen, wo ich mein Paket abgeben konnte. Ein Anruf bei Microsoft endete damit, dass irgendwann die Verbindung unterbrochen wurde und ich wollte es mir nicht noch einmal antun, jemandem dieses komplizierte Problem zu erklären.

Mittlerweile war ich mir selbst unsicher, ob es sich tatsächlich um ein deutsches Versandetikett handelt und fuhr zur nächsten Post. Einfach für den außergewöhnlichen und kaum vorstellbaren Fall, dass ich Unrecht haben sollte. Wir haben zum Glück eine Postfiliale mit Selbstbedienungsstelle. Doch das Scannen beider Barcodes, die auf dem Etikett zu finden waren, führte zu keinem Erfolg. Ich hatte kurz überlegt, unverrichteter Dinge wieder zu fahren. Doch bevor ich die vorhin beschriebene Odyssee erneut durchstehen muss, habe ich mir kurzerhand ein eigenes Versandlabel ausgedruckt und es weggeschickt.

Hat zwar knapp 13 € gekostet, aber bevor ich noch mehr Zeit und Energie investiere, wollte ich den alten Controller einfach weg haben. Positiv zu erwähnen ist, dass das neue Label genau die beiden Barcodes auf dem Versandetikett von Microsoft abgedeckt hat, der Rest aber noch zu lesen war. So musste ich mir keine weiteren Gedanken machen, wie ich die Barcodes unleserlich machen könnte oder die anderen Informationen erhalte.

Damit ist also ein neuer Controller im Einsatz und der alte auf dem Weg zum Microsoft Return Center in Nürnberg. Mal sehen, was als Nächstes passiert, ob ich den alten Controller je wieder sehe, was sie damit machen und wie lange der neue durchhält. Es bleibt spannend.