In meinem Urlaub vergangene Woche, habe ich über knapp zehn Tage sehr wenig Nachrichten gelesen oder mich mit den ganzen Newslettern beschäftigt, die ich abonniert habe. Zufällig habe ich gestern im Newsletter der SN gelesen, dass Donald Trump angeschossen wurde, sonst wäre das ebenfalls an mir vorbeigegangen. Nur den Newsletter von Matthew Dicks habe ich gelesen und ansonsten die meisten tatsächlich relativ schnell gelöscht. Irgendwie gehört das für mich zum Urlaub dazu.
Man beschäftigt sich in der Freizeit mit allem möglichen, sollte sich halbwegs gut über das tägliche Geschehen informieren und am laufenden halten. Zwar mache ich das sehr gerne und habe mir entsprechend seriöse, gute Quellen für diese Inhalte herausgesucht und zusammengestellt, doch es ist natürlich stets zeitaufwendig. Jeden Tag komme ich nicht dazu und manches behalte ich dann auf meinem Lesestapel, wenn man so will. Man denkt sich, später würde man sicherlich dazu kommen, es zu lesen. Doch bis dieser Tag kommt, sind schon wieder zig neue Dinge dazu gekommen.
Deshalb nutze ich den Urlaub, um die aufgeschobenen Newsletter und Texte entweder endgültig zu löschen oder ich lese den Text. Allerdings wird rigoros aussortiert, denn wenn ich es bis jetzt nicht gelesen habe, dann werde ich es zukünftig ebenfalls nicht tun. Eine einfache Regel, die sich auf viele Bereiche ausdehnen lässt. Und manchmal ist es so, dass man sich einfach kurz überwinden muss, die Dinge, die anstehen, anzupacken, damit sie erledigt sind. Am Ende ist man froh, etwas erledigt, es geschafft zu haben und kann mit anderem weitermachen.
Nach dem Urlaub geht es dann in gewohnter Manier weiter. Dann lese ich die Newsletter und Texte wieder sehr gerne und mit neuem Interesse durch. Merke vielleicht auch, welche mich nicht mehr interessieren, finde dafür eventuell neue Angebote. Aber so viel werde ich schon nicht verpasst haben und wenn doch ein wirklich guter Text, von den Krautreportern beispielsweise, durchgerutscht ist, dann ist es eben so. FOMO (Fear of Missing Out), also die Angst etwas zu verpassen, ist oft selbst verschuldet. Man redet sich ein, oder einem wird eingebläut, dass man unbedingt x machen oder getan haben sollte. In Wahrheit legt man die Wichtigkeit einer Sache immer selbst fest. Man muss nur unterscheiden können zwischen dem eigenen Wollen und dem (von außen gegebenen) Sollen.
Von daher ist eine Pause von etwas manchmal gar nicht so schlecht. Seien es Newsletter, wie in meinem Fall, oder Social-Media-Feeds. So habe ich vor Jahren für mich festgestellt, dass ich weder Twitter noch Instagram oder Mastodon nutzen möchte, weil es keinen echten Mehrwert bietet. Und so originell sind die Inhalte dann auch wieder nicht. Da höre ich doch lieber einen guten Podcast über ein spannendes Thema mit einem gepflegten Gespräch oder lese einen gut geschriebenen Newsletter.