Ich habe wieder angefangen, das Buch Der Ernährungskompass von Bas Kast zu lesen. Ende vergangenen Jahres war das erste Mal, dass ich mich durch dieses fantastische Buch gearbeitet habe, jetzt lese ich es ein zweites Mal. Bas Kast packt sehr viele Informationen in das Buch und beim ersten Mal ist mal vielleicht etwas überfordert damit. Ich hatte es damals relativ schnell gelesen. Ich weiß noch, dass ich zu Silvester Freunde in Tübingen besuchte und deshalb im Zug viel Zeit hatte zu lesen. Da ist so ein spannendes, informatives und schlichtweg gut geschriebenes, wie recherchiertes Buch natürlich schnell durchgelesen.
Deshalb dachte ich mir, es kann ja nicht schaden, es sich noch einmal zur Brust zu nehmen. Die groben Züge sind mir zwar weiterhin im Kopf, aber die feineren Zusammenhänge, die Details und dergleichen müssen aufgefrischt werden. Besonders gut gefällt mir, dass er nicht die eine Lösung vorschlägt, so wie es viele selbst ernannte Ernährungsexperten und -gurus machen. Er zeigt die aktuelle Studienlage auf und jede*r kann sich daraus eine eigene Ernährungsform zusammenstellen.
Es scheint Dinge zu geben, die für die meisten Menschen gelten, doch wie so oft, ist die Ernährung eine sehr individuelle Angelegenheit. Die eine Formel zu Glück und Gesundheit gibt es nicht. Man muss nur bereit sein etwas zu experimentieren, Erkenntnisse sammeln und immer wieder gewillt sein etwas dazuzulernen. Das macht er in dem Buch immer wieder klar. Gibt für die verschiedenen Möglichkeiten Beispiele an.
Deshalb verstehe ich zum Beispiel manche Rezensionen nicht, die kritisieren, Bas Kast würde zu allgemein schreiben und keine konkreten Lebensmittel benennen. Zum einen: Doch das tut er. Er nennt, wie erwähnt, diverse Lebensmittel, die Studien zufolge für die meisten Menschen eher zu meiden sind und die für die meisten Menschen in ihre Ernährung aufgenommen werden sollen. Er bespricht ebenso die unterschiedlichen Ernährungsweisen immer wieder aus verschiedenen Blickwinkel. Sei es Low-Carb, Low-Fat, Atkins, Paleo, vegan, vegetarisch und so weiter.
Man muss allerdings schon noch selbst Arbeit hineinstecken. Bas Kast kann nicht sagen, welche dieser Ernährungsweisen oder welche Mischung aus Lebensmitteln mir am besten zusagt, für meinen Körper am verträglichsten ist und so weiter. Das muss ich schon selbst herausfinden. Ein sehr empfehlenswertes Buch, dass ich allen ans Herz legen kann, die sich etwas tiefgreifender mit Ernährung auseinandersetzen möchten.