Vor Kurzem habe ich wieder angefangen, den Ernährungskompass von Bas Kast zu lesen. Da ich die Inhalte des Buches in groben Zügen bereits kenne, habe ich mir sein darauf folgendes Buch Kompass für die Seele ebenfalls zugelegt. Ich habe den Ernährungskompass bereits des Öfteren erwähnt und empfohlen. Es ist ein sehr aufschlussreiches, hervorragend recherchiertes Buch. Beim wiederholten Lesen des Ernährungskompass geht es mir hauptsächlich um eine Auffrischung der Inhalte. Mir die feineren Zusammenhänge, Empfehlungen und Details erneut ins Gedächtnis zu rufen. Deshalb lese ich parallel Kompass für die Seele.
Es ist erneut ein sehr dicht geschriebenes Buch, mit vielen Informationen. Da tut es gut, die Inhalte verdauen und verarbeiten zu können, bevor man sich den nächsten Kapiteln widmet. Anhand der ersten Kapitel, die ich bisher gelesen habe, bin ich wieder einmal fasziniert von dem Schreibstil von Bas Kast. Er schafft es, komplexe Zusammenhänge einfach und spannend zu erklären. Man fühlt sich stets mitgenommen und lernt mit jeder Seite Neues. Allein schon durch das Lesen der Kapitel gewinnt man den Eindruck, dass er außerordentlich viele Studien und dergleichen gelesen haben muss.
Kompass für die Seele knüpft nahtlos an den Ernährungskompass an und die Bücher ergänzen sich perfekt. Themen des Vorgängers finden ebenso Platz, wie neue Erkenntnisse und Techniken, die sowohl für den Körper, als auch für die Psyche von Vorteil sind oder sein können. Wie so oft ist es ein sehr individuelles Thema und durch Experimentieren und Testen muss jede*r für sich herausfinden, was am optimalsten funktioniert. Es gibt kein Allheilmittel. Die eine Lösung sucht man vergebens. Das sollte nach der Lektüre des Buches aber auch unmissverständlich klar werden, wie es schon beim Ernährungskompass der Fall war.
Mich faszinieren die Erklärungen, wie sich Ernährung und Medikamente (beispielsweise bei Depression) auf die physische Zusammensetzung des Gehirns auswirken. Welche Erkenntnisse wir mittlerweile haben und wo noch geforscht werden muss. Dabei geht es nicht nur darum, wie man sich beispielsweise bei Depression helfen kann, sondern um eine allgemeine Resilienz. Stress, Belastungen, Unsicherheiten und eine schwierige Weltlage (um es gelinde auszudrücken) können jede*n betreffen. Wie wir damit umgehen und uns körperlich wie geistig gesund und widerstandsfähig halten, wird in diesem Buch eindrücklich erklärt. Diese Begeisterung für das Buch und die darin beschriebenen Themen kommen bei mir bereits nach den ersten Kapiteln. Deshalb kann ich es kaum erwarten, weiterzulesen.
