Mittlerweile war ich schon ein paar Mal mit meinem neuen Rad unterwegs und bin weiterhin sehr begeistert. Es ist leicht, die Schaltung ausreichend, meine alten Klickpedale funktionieren einwandfrei, die Scheibenbremsen sind vertrauenswürdig und das federlose Gestänge kompromisslos. Anfangs war es zwar gewöhnungsbedürftig, gar keine Art von Federung zu haben, doch nach ein paar Dutzend Kilometern gewöhnt man sich daran. Es hat etwas an sich, jeden Straßenbelag zu spüren und bei den Schotterwegen durchgeschüttelt zu werden. Meistens bin ich sowieso auf Asphalt unterwegs.
Als ich mir mein neues KTM-Rad zugelegt hatte, überlegte ich, ob ich nicht einen Fahrrad-Computer benötige oder ob mein iPhone ausreicht. Die meisten der Fahrrad-Computer sind allerdings nicht gerade günstig. Außerdem wollte ich erst einmal ein paar Runden drehen, bevor ich mich dafür entscheide, viel Geld für etwas zu bezahlen, was ich am Ende gar nicht benötige. Immerhin ist Radfahren nur ein Hobbysport, den ich gerne betreibe; neben Laufen, Yoga, Krafttraining und so weiter. Deshalb blieb ich erst einmal beim iPhone.
Es gibt schließlich genügend Apps, die einen ähnlichen Funktionsumfang bieten. Und was sind schon meine Anforderungen an einen Fahrrad-Computer? Ich möchte die bisher gefahrenen Kilometer sehen, Dauer, Puls, eine Karte der Strecke und die Geschwindigkeit. Eine der Apps, die ich mir ansah, war Strava. Leider konnte ich vor meiner ersten Runde nicht feststellen, ob Strava die Apple Watch nutzt, um den Herzschlag zu messen. Zwar habe ich einen Brustgurt, aber es erschien mir unerlässlich, dass auch eine Verbindung mit der Watch besteht.
Ich verzichtete also auf eine spezifische App und startete mit der hauseigenen Workout-App von Apple. Auf der Watch startete ich mein erstes Fahrrad-Workout, da erschien eine kleine Meldung. Diese besagte, dass das Workout ebenfalls am Sperrbildschirm des iPhone angezeigt werde. Das hat mich äußerst positiv überrascht. So habe ich während der Fahrt einen guten Überblick über die wichtigsten Daten und muss nicht auf die Watch schauen.
Seit sehr vielen Jahren höre ich den Technik-Podcast Bitsundso, wo Apple ein Kernthema ist. Ich dachte eigentlich, ich kenne mich gut aus. Das hat mir allerdings gezeigt, dass der Funktionsumfang mittlerweile sehr viel umfassender ist, als dass ich mir alles merken könnte. Manchmal reicht es aus, die naheliegende Lösung zu wählen und man wird positiv überrascht. Und natürlich wollte ich diese schöne Entdeckung nicht unerwähnt lassen.