Am Wochenende war ich in Linz und habe mir das Musical Robin Hood angeschaut. Die Fahrt mit dem Zug von Salzburg nach Linz habe ich genutzt, um kurz den Inhalt des Musicals zu lesen und war sehr froh, das gemacht zu haben. Zwar dauert das Stück 2 Stunden, 40 Minuten (mit Pause), aber trotzdem passiert sehr viel in dieser Zeit. Da ist es nicht schlecht, die Charaktere etwas zu kennen und zumindest schon mal die Namen parat zu haben. Die Zusammenfassung war sehr gut geschrieben, da sie zwar den Inhalt detailliert wieder gab, aber das Ende nicht verraten hat. Es gibt nämlich durchaus einen Twist, den ich so nicht erwartet hatte.
Man ist mit der Sage oder dem Mythos von Robin Hood etwas vertraut, doch im Detail kannte ich die Geschichte nicht. Die Produktion an sich war von einem ausgesprochen guten Niveau. Ein einfaches Bühnenbild mit digitalen Projektionen und jeweils der Situation anpassbaren Wänden und Böden haben ausgereicht. Die Sänger*innen waren gewaltig, allen voran natürlich Philipp Büttner. Den hatte ich zuvor in dem Queen-Tribut-Konzert der Salzburger Philharmonie gesehen. Und wer Queen auf so eindrucksvolle Weise wiedergeben kann, der kann natürlich bei Robin Hood ebenso überzeugen.
Doch der restliche Cast war ebenso beeindruckend. Die Tanzeinlagen und die Musik passten wunderbar und die Melodien Ohrwurm-Potenzial. Es war auch optimal, dass ich mit Freund J. die Nachmittagsvorstellung besucht habe. So waren wir kurz vor 18 Uhr aus dem Theater draußen und konnten noch einen guten Eiskaffee auf dem Hauptplatz von Linz genießen, bevor es wieder zurück in Richtung Salzburg ging. Auch konnten wir so die über 30 Grad an dem Tag im klimatisierten Theatersaal überbrücken.
Ebenso beeindruckt mich, dass es um 19 Uhr bereits mit der Abendvorstellung von Robin Hood weiterging. Die Darsteller*innen stehen gewissermaßen 6 Stunden an einem Tag auf der Bühne. Es hat sich ausgezahlt, noch zwei Karten für dieses tolle Musical zu ergattern. Mal sehen, was als Nächstes auf dem Plan steht.
